Vor einigen Tagen wurde eine neue Ausgabe des Typografie- und Designmagazins Slanted veröffentlicht, das sich dieses Mal mit dem Laut und dem Leise, dem Plakativen und dem Unscheinbaren beschäftigt. “Slanted #16 – Bold/Light” ist Kontrast und zeigt Arbeiten, welche die Extreme BOLD und LIGHT voll ausschöpfen, mit ihnen spielen und diese repräsentieren.

Im begleitenden Pressetext heißt es dazu:
“BOLD ist das Gegenteil von verzagt. In der Typografie ein beliebtes Mittel der Hervorhebung. LIGHT ist das Gegenteil von laut und großmäulig. Bei diesem Thema der Gegensätze kamen uns zunächst deutlich mehr laute, plakative Schriften, Arbeiten und Bilder in den Sinn als leise, zurückhaltende. Uns prägt eine Zeit – plakativ und gewaltig in ihren Ereignissen – welche an uns vorbei rauscht und uns mitreißt. Den leisen zwischentönen werden bei diesem rasanten Tempo wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Wie also inne halten, dem BOLD das LIGHT entgegen setzen? Der fließende, filmische Moment der Darstellung hat auch in dieser Ausgabe eine für uns besondere Bedeutung. Wir stören uns an einer linearen Vorstellung von Erzählung. Die rhythmische Gegenüberstellung regt dazu an, inne zu halten und einzutauchen. Gestalterische Entscheidungen und der Einsatz der Typografie sind bei der Zusammenstellung bis weit an bestimmte Grenzen getrieben worden, um die Thematik zu unterstreichen und den Charakter der beiden Extreme herauszuarbeiten. Auch in der Produktion schlägt sich dies nieder: Durch den Einsatz verschiedener, metallischer Chromolux-Papiere und einer zweifarbigen Veredelung, erscheint die 16. Ausgabe in sechs unterschiedlichen Varianten. Im Innenteil erwartet den Leser außerdem eine weitere, haptische Überraschung.”
Abgerundet wird diese Ausgabe vom Call for Entries für Slanted #17 – noch bis 08.01.2012 werden Projekte und Schriften gesucht, die sich mit dem Thema “Cartoon & Comic” befassen – und vom Re-Design des Blogs, welches nun im neuen Look wieder online ist.