Stichwort: Terry Gilliam

  • Filmsammlung Frühwerke berühmter Regisseure

    Timo Maier
    27. November 2011, 13:35 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Film

    Als cinephiler Vielschauer habe ich über die Zeit Früh- bzw. Erstlingswerke von Regisseuren gesammelt, die ich ganz besonders schätze. Dazu gehören Tim Burton, Terry Gilliam, David Lynch, Darren Aronofsky, Jim Jarmush, Wes Anderson, Steven Soderbergh und Quentin Tarantino. Glücklicherweise finden sich viele solcher Werke von Filmemachern, die später große Popularität erlangten, auf YouTube wieder. Die Filme hatten in der Regel kein großes Budget, sind rauh, unverbraucht, schnörkelos und voller Ecken und Kanten.  In allen ist die typische Handschrift ihrer Schöpfer zu erkennen, was umso mehr Spaß macht nachzuvollziehen, wenn man die späteren Filme kennt. Wenn ihr also den Gang in Kino und Videothek sparen wollt, könnt ihr mit nachfolgendem Material mehr als einen statthaften Videoabend füllen. Vorhang auf und viel Vergnügen.

    Tim Burton: Vincent (1982)


    Terry Gilliam: Storytime (1986)


    David Lynch: The Amputee (1974)

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  • The Imaginarium of Doctor Parnassus

    Timo Maier
    10. Februar 2010, 00:29 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein, Film

    Es gibt ein sehr schönes Interview mit Terry Gilliam und Terry Jones zusammen mit einer französischen Journalistin, in dem sie Gilliam fragt, ob er die Leute verstören und ihnen mitteilen wolle, dass sie nicht sicher seien? Gilliam antwortet darauf: „Das Problem ist, dass wir nicht sicher sind!“ Nach einem Seitenhieb auf die amerikanische Administration fährt er fort: „Die Menschen sind einander egal. Sie wollen Geld verdienen. Über ihre Aktien nachdenken, die Zuknuft planen“.

    In diesem Fahrwasser schwimmt auch Gilliam’s neuer Film The Imaginarium of Doctor Parnassus.

    Den ganzen Film über wird Kritik an einer Existenzbestimmung geübt, die sich allem voran durch Besitz definiert: Der Mensch als Summe seines angehäuften Materials. Ein Ton, der in den westlich-kapitalistischen Nationen schon seit einigen Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) immer öfter angeschlagen wird. Die kritischen Fäden werden in diesem Film allerdings subtil in das Gesamtkonstrukt eingewoben wirken dadurch aber nicht minder heftig. Im Gegenteil, der surreale, traumatische Stil forciert die kritischen Äußerungen und sorgt dafür, dass diese sich nicht in einseitigen Plattitüden auflösen.

    So blendet der Film zum Beispiel auf einem Obdachlosen auf und endet mit der verwahrlosten Gestalt des im Titel benannten Doktors, der durch ein Restaurantfenster seine Tochter beobachtet, die endlich ein glückliches, ganz normales Leben führt, von dem sie über den Film hinweg träumt, wenn sie sehnsüchtig die Bilder von ‘glücklichen’ Familien, die so ganz im normativen Einerlei schwelgen, im ikeatypischen Möbelhauskatalog betrachtet. Doch auch der Doktor findet seinen Ausweg aus der persönlichen Verwahrlosung und dem endlosen Raum der Traumwelten, indem er mit Hilfe seines Gnoms (not a midget!) die große Geschichte in einem winzigen papiernen Raum darbietet. Einer Kartonbühne zum selbst entfalten (eine wunderbare visuelle Metapher), die man selbst ‘bespielen’ kann.

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