Stichwort: Steven Soderbergh

  • Filmsammlung Frühwerke berühmter Regisseure

    Timo Maier
    27. November 2011, 13:35 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Film

    Als cinephiler Vielschauer habe ich über die Zeit Früh- bzw. Erstlingswerke von Regisseuren gesammelt, die ich ganz besonders schätze. Dazu gehören Tim Burton, Terry Gilliam, David Lynch, Darren Aronofsky, Jim Jarmush, Wes Anderson, Steven Soderbergh und Quentin Tarantino. Glücklicherweise finden sich viele solcher Werke von Filmemachern, die später große Popularität erlangten, auf YouTube wieder. Die Filme hatten in der Regel kein großes Budget, sind rauh, unverbraucht, schnörkelos und voller Ecken und Kanten.  In allen ist die typische Handschrift ihrer Schöpfer zu erkennen, was umso mehr Spaß macht nachzuvollziehen, wenn man die späteren Filme kennt. Wenn ihr also den Gang in Kino und Videothek sparen wollt, könnt ihr mit nachfolgendem Material mehr als einen statthaften Videoabend füllen. Vorhang auf und viel Vergnügen.

    Tim Burton: Vincent (1982)


    Terry Gilliam: Storytime (1986)


    David Lynch: The Amputee (1974)

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  • Visuell hervorragende Filme – Kafka von Steven Soderbergh

    Timo Maier
    15. Dezember 2009, 03:00 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein, Kultur

    Diese Woche empfehle ich einen mehr als literarisch inspirierten Film: Kafka von Steven Soderbergh (1991).

    Das tolle an dem Film ist, dass es sich streng genommen nicht um eine Romanverfilmung handelt. Vielmehr bedient sich der Regisseur frei an der absurden Motivik des Schriftstellers, die doch eigentlich so ganz unserer Welt entlehnt ist, und legt kurzerhand wesentliche Teile der Handlungen von Kafkas Das Schloß und Der Prozeß zusammen; ergänzt durch freie Interpretation im Geiste des Film Noir. Den philosophisch-existentialistischen Fokus abzuschwächen, ohne die Absurdität des Zufalls zu verabschieden und eine gleichsam spannende wie unterhaltende Geschichte zu erzählen, das ist die große (Eigen-)Leistung des Films und seines Machers. Dem Kritiker mag hier zu wenig Eigeninitiative am Werke sein. Doch gerade die Verweigerung einer allzu artifiziellen Interpretation auf der einen Seite und wortgetreuer Romanverfilmung auf der anderen, dafür aber ein vornehmlich visuelles System der Referentialität und Rekombination sowie die Betonung des kafkaesken Humors sind mir eine willkommene Abwechslung in der sonst so tristen und ernsthaften Rezeption des Schriftstellers, der die Postmoderne (oder Moderne, wie es beliebt) erfunden hat. Persönlich lese ich in Kafkas Werken nicht nur Schwermut, sondern auch einen überragend feinen Sinn für Humor, durchwirkt von Liebe, Verständnis und Verzeihen. Oder wie Albert Camus schrieb: „Sein [Kafkas] unglaublicher Urteilsspruch spricht diese hässliche und erschütternde Welt schließlich frei, in der selbst die Maulwürfe noch zu hoffen wagen.“