Wenn das Thema Sport aufkommt verdreht meine Freundin die Augen. Es gibt kaum eine Sportart, die mich nicht interessiert. Und schon als Zehnjährige saß ich brüllend vor dem Fernseher als Waldemar Cierpinski zum zweiten Mal Olympiasieger im Marathon wurde. Ich weiß, ich weiß – das war die unsägliche Olympiade in Moskau, die vom Westen boykottiert wurde. Aber dennoch durfte man doch jubeln und sich freuen, oder? Denn er war der einzige Marathonläufer, der neben Abebe Bikila zweimal den olympischen Marathonlauf gewinnen konnte.
Nun wurde die Hall of Fame des deutschen Sports eröffnet. Eine gute Idee.
Die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe begründete Hall of Fame des deutschen Sports schafft ein bleibendes Forum für Persönlichkeiten, die durch Leistung und Haltung Vorbild geworden sind: Sportlerinnen und Sportler unseres Landes, Trainer, Funktionsträger, Betreuer oder Mäzene, die ihren Erfolgswillen mit den Prinzipien des Sports in Einklang gebracht haben. Ins Leben gerufen wurde die Hall of Fame des deutschen Sports anlässlich der Verleihung der Goldenen Sportpyramide 2006. Mit ihr bekennt sich die Sporthilfe zur wichtigen Rolle von Eliten in der Gesellschaft, zu jenen leistungsbereiten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die als Leitbilder anderen Menschen Mut machen.
heißt es dort.
Aber… da fehlt doch einer der größten Marathonläufer die es je gab: Waldemar Cierpinski! Und wo ist Kristin Otto, wo Katharina Witt? Jens Weißflog und Sven Hannawald sind genauso wenig zu finden wie Henry Maske, Meinhard Nehmer, Heike Drechsler und Olaf Ludwig. Liegt es daran, das es DDR-Sportler waren? Ich hoffe nicht!!!
Die Hall of Fame des deutschen Sports besteht derzeit aus 40 Mitgliedern, darunter die bisherigen neun Preisträger der Goldenen Sportpyramide seit 2000. Jährlich werden drei weitere Mitglieder aufgenommen. Das Vorschlagsrecht haben die Stiftung Deutsche Sporthilfe, der Deutsche Olympische Sportbund und der Verband Deutscher Sportjournalisten. Die Berufung kann auch posthum erfolgen.
erfährt man. Es besteht also die Chance, das sich diese eigenartig anmutende Zusammensetzung die nächsten Jahre noch deutlich verändert. Mit den dortigen Namen kann nämlich die Jugend meist so gut wie gar nichts anfangen. Was deren Leistungen auf keinen Fall schmälern soll. Aber ein gesunder Mix würde besser wirken. Schließlich fehlen auch Boris Becker, Michael Stich, Steffi Graf und Michael Schumacher. Das darf so nicht bleiben.







