Stichwort: Social Networks

  • Wird Facebook ein RIA-Betriebssystem

    Matias Roskos
    24. Mai 2008, 12:46 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Überall wird aktuell über das neue Facebook-Design diskuttiert. Und immer mehr wird deutlich, das Facebook sich wieder als DER Innovationstreiber im Internet präsentiert. Man ist schon wieder der Konkurrenz zwei Schritte voraus.

    Ich hatte es neulich schon angesprochen. Es gibt zwei große Trends im Netz. Das eine ist die Vernetzung der Social Networks untereinander. Noch versucht jeder Big Player (Google, MySpace, Windows, Yahoo, Facebook) hier sein System durch zu drücken und Partner für sein System zu gewinnen. Wohin hier die Reise geht, ist noch nicht klar. Viel hängt wohl auch davon ab ob wann wer wen kauft oder wann ob wer wo bei wem mit einsteigt. Microsoft bei Yahoo? Google bei Yahoo? Microsoft bei Facebook? Facebook bei StudiVZ? ups.

    Und dann gibts da ja auch noch weitere Schwergewichte über die im Moment eigenartigerweise niemand redet: AOL, Ebay (mit Skype und Paypal), Amazon.

    Der zweite große Trend, über den noch nicht so wirklich viel geredet wird, sind Rich Internet Applications, kurz RIA. Sie bedeuten, das man in der Zukunft im Netz nicht nur surfen, sich vernetzen, suchen, einkaufen sondern dann auch arbeiten kann! Die heimische Software wird dann zu großen Teilen überflüssig. Wozu noch mein Word am eigenen PC öffnen, wenn ich im Internet ein entsprechendes Pendant dazu öffnen und meine Dateien dann im eigenen Account speichern kann? Die Daten liegen dann nicht mehr auf meiner Festplatte, sondern in meinem Netzaccount, irgendwo auf einem Server. Und/oder auf meinem USB-Stick. Ich bin dann nicht mehr gebunden an einen festen Arbeitsplatz.

    Aber noch sind wir nicht ganz so weit. Noch fehlt ausreichend leistungsfähige RIA-Software. Aber ein Vorzeigebeispiel wo es hin gehen kann ist Aviary. Ich testete es bereits ausführlich.
    Hobnox geht mit seinen Noxtools in eine ähnliche Richtung. Im Kreativbereich passiert also in Sachen RIA schon eine ganze Menge.

    New Facebook ScreenshotUnd was hat das mit Facebook zu tun? Ganz einfach: Facebook könnte die Oberfläche für alle diese RIA-Anwendungen werden. Dort könnte man Programme, mit denen man arbeiten möchte, vereinigen und zugleich die Vorteile eines starken Social Networks (Vernetzung, Kontakte, Private Nachrichten, eigenes Profil) nutzen.

    Bei Jochen Krisch heißt es:

    Vielleicht führt es zum jetzigen Zeitpunkt zu weit, schon ernsthaft von einem “Betriebssystem” zu sprechen. Techcrunch muss dafür gerade einiges an Kritik von Technikerseite einstecken.
    Aber die Analogie mit einem “Web-Windows” trifft es vermutlich ganz gut. Ähnlich wie bei Windows kann der Nutzer in Facebook unterschiedliche Programme/Anwendungen laufen lassen – und wenn er will, Daten von einer Anwendung in eine andere übernehmen.

    Facebook als meine neue Oberläche nicht nur zum Surfen, sondern auch zum Arbeiten! (Previews gibt es hier.) Dahin könnte es gehen. Und es macht Sinn. Denn die Menschen wollen es einfach.

    Aber – das würde Windows überflüssig machen. Und genau DARUM ist Microsoft so aktiv im Internet. Deswegen möchte man Beteiligungen erwerben an den neuen Großen der Branche: Facebook, MySpace, Yahoo, Google, Ebay, Amazon, AOL, in Deutschland United Internet, StudiVZ und einige andere.

    Es ist und bleibt spannend. Und Facebook gibt den Takt vor. Immer wieder. Wunderbar.

  • Europa und seine Social Networks

    Matias Roskos
    17. Mai 2008, 14:26 Uhr, 8 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    In Sachen internationaler Vernetzung gibt es in Europa ganz sicher noch argen Aufholbedarf. Jedes Land hat sein eigenes Big-Social-Network. In Deutschland ists StudiVZ, in Frankreich Skyrock oder in Belgien Netlog (noch nie vorher was von gehört).

    Europa und seine Social NetworksDas bedeutet aber auch, das international aufgestellte Plattformen wie Facebook oder MySpace noch enormes Potential gerade auch in diesen Ländern haben. Und wenn die Marktdurchdringung nicht funktionieren sollte – Facebook kommt ja nicht so recht voran hier in Deutschland – dann wird man das mittelfristig durch Zukäufe regeln. Spätestens 2009 wird eine Welle von Social Network Verkäufen über Europa rollen! Glaubt mir. Aber nur die wirklich starken Seiten mit hohem Traffic und vielen aktiven (!) Mitgliedern werden interessant sein. Kleine Player werden sich nur behaupten können, wenn sie die entstehenden Schnittstellen hin zu den Großen nutzen und einen Datenaustausch gewährleisten. Eine Berechtigung haben Nischen-Netzwerke auf jeden Fall. Aber streng abgeschottete Projekte werden über kurz oder lang sich nicht halten können.

    Falk Lüke hat mal eine wunderbare Zusammenstellung gemacht, in welchem Land welches Network dominant ist. Danke!

  • StudiVZ versucht den Zug nicht ganz zu verpassen

    Matias Roskos
    13. Mai 2008, 22:02 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Na endlich. StudiVZ hats wohl nun doch endlich kapiert und versucht den Zug in Sachen Innovation nicht zu verpassen. Auf Deutsche Startups ist nachzulesen, das man nun doch (im Februar klang das noch total anders) der OpenSocial-Initiative von Google beitreten möchte. Mal schauen, wie schnell man da ist oder ob es bloß eine Ankündigung bleibt.

  • LinkedIn: her mit der Milliarde

    Matias Roskos
    10. Mai 2008, 13:01 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Steht der Internetwelt der nächste Megadeal bevor? Angeblich plant LinkedIn eine Venture Capital Runde mit einem Volumen von einer Milliarde US-Dollar! So ists bei TechCrunch nachzulesen. Noch ist es nur ein Gerücht. Aber für unvorstellbar halte ich es nicht. Denn LinkedIn gehört sicherlich mit zur 1. Liga der Social Networks, auch wenns am Saisonende nur für den UEFA-Cup reichen würde…

    [Nachtrag]: Danke für den Hinweis Phillip. (Leider wurde dein Kommentar beim Spam aufräumen aus Versehen mit gelöscht. Sorry!!!)
    Bei der Milliarde gehts es NICHT um die Summe, die eingesammelt werden soll. Sie ist “nur” Basis der Bewertung. Sie wollen also mit einer Bewertung von einer Milliarde für LinkedIn in die Investorenrunde gehen.

  • MySpace hat ne prima Idee: Dataportability / Und Facebook liftet die Profilseiten und kündigt Connect an

    Matias Roskos
    10. Mai 2008, 08:48 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    dataportabilityViele nervt es, das sie bei allen möglichen Diensten und Social Networks immer wieder ihre Login-Daten eingeben müssen. Und das sie überall einzeln ihre Daten, Kontakte, Termine updaten müssen. Nun geht MySpace – ui, MySpace? Die sonst immer hinterherhinkten? – einen guten Schritt voran und bietet eine Schnittstelle zu Partnerseiten an, so das man seine Daten miteinander verknüpfen kann. Dazu gehören: Yahoo, Ebay, Twitter und Photobucket.

    Das Ganze nennt sich DataPortability. Alle weiteren Infos findet ihr bei TechCrunch. Witzig finde ich die Formulierung dort “The Center of all user data”. Da ist was dran.

    Sharing user data so openly (with user permission) is a terrific way to incentivize users to store all their core data at MySpace to begin with. Users eventually need one place on the Internet to store their data, or lots of places to store different types of data. But what they don’t want is today’s world where they are recreating and storing the same data over a plethora of social networks just because all those sites refuse to share. We’re starting to see the floodgates open and the idea of data sharing become a reality

    schreibt TechCrunch. Und hier ist das dazugehörige Video:

    DataPortability – Connect, Control, Share, Remix from Smashcut Media on Vimeo.

    Fast gleichzeitig erfährt man bei Facebook, das sie die Profilseiten verbessern wollen. Hier sind die Screenshots dazu. Hmmm. Naja. DIESE News haut nun wirklich niemanden um. Auch wenn dieser Punkt sicherlich dringend nötig ist. Aber es gibt noch genug andere Schwächen auf Facebook. Ich sprach sie neulich an.
    Nachtrag: Aber kaum habe ich diese Zeilen geschrieben, meldet Facebook, das man demnächst Connect launchen wird, wodurch ein Transfer seiner Facebook-Daten zu anderen Diensten möglich wird:

    Facebook Connect is the next iteration of Facebook Platform that allows users to “connect” their Facebook identity, friends and privacy to any site. This will now enable third party websites to implement and offer even more features of Facebook Platform off of Facebook – similar to features available to third party applications today on Facebook.

    Na also. Geht doch.

    Spannend bleibts an allen Fronten. Schauen wir, wie es weitergeht…

  • Partytime: gelungener Relaunch von virtualnights

    Frank Feldmann
    01. Mai 2008, 08:52 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Im letzten halben Jahr hat sich die Party- und Lifestyle Plattform virtualnights rasant entwickelt und dabei den Schwerpunkt auf den Ausbau der Community in Richtung Social Party Network gelegt. Offensichtlich die richtige Entscheidung, denn immer mehr Mitglieder verbringen ihre virtuellen Tage und Nächte auf virtualnights. Seit dem Redesign der Seite verzeichnet virtualnights bis zu 5.000 Neuanmeldungen pro Tag! Mit dem aufgeräumtem, modernen Design und vielen neuen Features wird verstärkt auf lokale News, den schnellen Überblick und auf mehr Service rund um Szene und Events gesetzt.

    virtualnights

    Ab sofort kann der User Events und Locations bewerten, nutzt Newsfeeds, Foto Tagging, Bilder-Upload und erstellt eigene Fotogalerien. Wer sich einloggt, wählt seine Stadt als Startseite und bekommt das Wichtigste aus der lokalen Szene – Events, Fotos, Videos, News und Locations passgenau. Das Angebot umfasst derzeit 60 Städte, weitere lokale Fenster sind in Planung. Mit der neuen Seite bestimmt der User die Community-Inhalte maßgeblich mit, indem er eigene Locations (Clubs, Discotheken, Szene-Bars) bewertet und aktualisiert. So profitieren virtualnights-User von der Aktivität ihrer Community-Mitglieder. Cool auch das sogenannte Social Eventing: Auf einen Blick sieht man die Lieblingslocations und Ausgehziele seiner Freunde. Der Newsfeed zeigt die Aktivitäten seiner Kontakte auf virtualnights, ob sie bloggen, ein Bild kommentieren oder auf ihrem Profil ein Video hochladen.

    Noch vor einem Jahr war virtualnights ein klassisches Stadt-Party-Portal, wie es so viele im Netz gibt. Jetzt – und natürlich auch mit der notwenidgen Partykassenunterstützung durch Holtzbrinck – ist virtualnights ein modernes Netzwerk geworden. Da möchte ich glatt noch mal ein paar Jahre jünger sein. ;) Respekt für diese Entwicklung, die sicher noch längst nicht zuende ist.

  • BMW 1 Series: Graffiti Car Contest auf Facebook – So können Social Network Strategien aussehen

    Matias Roskos
    25. April 2008, 09:08 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Für die neue 1er BMW-Serie startete der bayerische Autobauer ein breitangelegte Kampagne von ca. 15 Millionen US-Dollar für den nordamerikanischen Markt. Ein wichtiger Baustein dieser Kampagne bildete die Aktion “Graffiti Car Contest“, den man auf Facebook platzierte.

    Damit bewies BMW wieder einmal, das sie ihre Nase ganz weit im Wind haben, wenn es darum geht neue und vor allem auch sinnvolle Strategien nicht nur im Autobau, sondern auch in Sachen Marketing zu testen.

    Ich berichtete neulich ja schon über die zunehmende Wichtigkeit von Social Network Strategien (SNS). Noch ist vielen nicht klar, wie eine solche Strategie intelligent ausschauen könnte. BMW machts vor. Dies ist aber nur EIN denkbares Szenario und hat aus meiner Sicht auch noch etliche Minuspunkte. Aber es hat funktioniert. Es gab 9.020 Einsendungen. 2.261 Fans haben sich diese Facebook-Seite als Fan abgespeichert. Wenn man jetzt nach Viralmarketing-Rechenmodellen geht und diese 2.261 und die über 9.000 Einsendungen als Gatekeeper und Multiplikatoren sieht, die wiederum anderen – Freunde, Familie, Kollegen – von dieser witzigen Aktion erzählen, ergeben sich Zahlen, die für jedes Unternehmen spannend sind. Beste Mundpropaganda für ein neues Auto. Sympathisch auf Facebook präsentiert.

    Schade finde ich es, das man hier nicht auch gleich zehn Autos gewinnen konnte. DANN hätte es vermutlich nicht 9.000 sondern 90.000 Einsendungen gegeben. Aber man muss sich ja noch was für die Zukunft offen halten.

    Auch wir bei VOdA eruieren, welche Möglichkeiten es auf Facebook und auch auf anderen Portalen gibt um dort sympathische und intelligente Aktionen zu fahren. Unsere Stärke ist das Crowdsourcing. Die von Facebook angebotenen “Seiten / Pages” sind schonmal ein gutes Instrument, was aber in der kommenden Zeit ganz sicher noch verbessert werden muss von Entwickler-Seite her. Noch sind die Seiten aus meiner Sicht zu schlecht zu finden. Auch wir haben für VisualOrgasm eine Seite eingerichtet – und freuen uns über jeden neuen Fan! Wir promoten darüber unsere regelmäßigen Aktionen, wie aktuell “Prinzessin und Prinz” und “Crazy Chillo“.

    Auch die Facebook-Aps sind ein spannendes Feld für Social Network Strategien. Wie gesagt: diese ganze Feld von sinnvollen Strategien des Agierens in Social Networks und dem Viralmarketing darin steckt gerade erst am Anfang. Umso erstaunlicher, das BMW sich da schon herantraut. Das zeigt aber wiederum, WIE spannend dieses Gebiet ist und welches Potential auch aus Sicht eines solchen Konzernes hat.

    BMW 1 Graffiti Car Contest

    Auf das Thema gestoßen bin ich bei Cherryflava. Danke Christian für den super Hinweis!

  • VisualOrgasm auf facebook!

    Frank Feldmann
    16. April 2008, 11:53 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Auch VisualOrgasm ist nun auf facebook unterwegs. Wir haben eine Fan-Page eingerichtet und geben allen da draußen die Möglichkeit, sich als Fan unserer visuellen Höhepunkte zu outen. Auf einfache Art und Weise bleibt ihr dann auch dort immer auf dem Laufenden, welche Aktionen wir am Start haben und was es Neues gibt.

    VisualOrgasm auf facebook

    Naja: und dieses kleine Zeichen eurer Wertschätzung freut uns natürlich auch persönlich. Also: You are crazy about (to) design? – Join the VisualOrgasm Community now and earn money while having fun! Become a fan of this page to get the latest updates on new projects!

  • Auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) folgte Suchmaschinenmarketing (SEM) folgt SNS: Social Network Strategien

    Matias Roskos
    15. April 2008, 11:48 Uhr, 8 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Die letzten Jahre galt SEO, also Suchmaschinenoptimierung als das Non-Plus-Ultra wenn es darum ging ein Webprojekt nach vorn zu bringen. Ein großer Teil der Nutzerströme im Internet lief über die Suchmaschinen. Also musste man versuchen sein Projekt in Suchmaschinen möglichst weit oben zu platzieren um genau an diese Nutzerströme zu gelangen. Das nennt man, ganz stark verknappt, SEO.

    Dem folgte seit etwa 2006 das sogenannte SEM: Suchmaschinenmarketing. Meist wir SEO als Bestandteil von SEM angesehen. Hinzu kommen aber noch Werbemaßnahmen wie Linkkauf, gesponsorte Webplatzierungen, Adwords-Anzeigen, bezahlte Suchmaschinenlinks usw. Also ein noch viel umfassenderes Paket an Maßnahmen, die alle ganz direkt Geld kosten.

    Und was kommt in der Zukunft?

    Social Network Strategien = SNS.

    SNS

    Ich möchte hier nicht behaupten, das Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing wie hier zum Beispiel sehr gut und umfassend von Thomas Promny beschrieben, morgen schon sinnlos sind. Ganz und gar nicht. SEM wird ein fester Bestandteil von Marketingmaßnahmen im Ecommerce und anderer umsatzrelevanter Bereiche bleiben. Aber (!!!) der Fokus wird sich ganz stark auf den Bereich Communities richten. Schon jetzt gibt es immer mehr Artikel, Analysen, Expertenmeinungen zur Wichtigkeit von SocialNetworks – heute und in der nahen Zukunft. Es ist von Schlachten die Rede. Es wird gemutmaßt, wer am Ende die Nase vorn haben wird (ein sehr spannender Artikel übrigens, den ich nur allzu gern weiterempfehle).

    Schritt für Schritt wird den Machern in und um das Internet herum bewusst, wie wichtig Social Networks jetzt schon sind und wie wichtig sie vor allem noch werden. Schon jetzt findet ein Groteil der Kommunikation im Netz nicht mehr via Email statt, sondern mittels persönlicher Nachrichten innerhalb der Netzwerke! Viele der Internet-Nutzer halten sich mittlerweile fast täglich auf Community-Portalen wie StudiVZ, Lokalisten, MySpace, Xing, Facebook oder Friendster auf und kommunizieren dort mit Freunden, Geschäftspartnern oder auch Menschen, die sie noch gar nicht kennen.

    Und für Unternehmen, die im Internet Geld verdienen wollen und müssen – seien es Verlage, Plattenfirmen, Online-Shops, virtuelle Marktplätze, nicht zu vergessen die Tourismusbranche – ist es überlebenswichtig Communitys und damit auch SNS in der Zukunft ganz fest im Fokus zu haben!

    Aber auch Menschen, die im und mit dem Netz ihr Geld verdienen, kommen nicht umhin in den für sie passenden Communitys präsent zu sein. Ich denke da an Fotografen, Webdesigner, Projektmanager, Berater, Illustratoren und viele andere mehr. Facebook und Xing sind fast schon ein MUSS. Für kreative Köpfe bieten sich Projekte wie Hobnox oder VisualOrgasm an.

    Unternehmen sind in erster Linie an den großen, Millionen schweren Communitys interessiert. Es gibt aber auch etliche, kleine und dennoch super spannende Nischen-Communitys, die im Einzelfall sogar noch wirkungsvoller sein können, wenn es darum geht Mundpropaganda- zum Beispiel für ein Startup – zu erzeugen und an sogenannte Gatekeeper zu gelangen – also Menschen, die im Netz aktiv sind und die meine Markenbotschaft dann freiwillig weitertragen.

    Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten gegenüber den Kunden. Aber immer mehr Firmen erkennen die Wichtigkeit nicht nur von SEO und SEM, sondern auch vom Wissen und Agieren mit Communitys, in Social Networks. SNS wird in der Zukunft ein ganz wichtiger Bestandteil jeder Wachstums- und Marketing-Strategie im Internet sein. Ein Grund, warum sich VOdA in Zukunft darauf verstärkt konzentrieren wird, neben dem Schwerpunkt Crowdsourcing, der sich als immer besserer Container zum Kontakt mit Gatekeepern entpuppt.

  • Zwei Lager formieren sich: OpenSocial Foundation gegründet

    Matias Roskos
    26. März 2008, 11:39 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    Es wird immer deutlicher, das sich im Internet zwei Lager formieren um in den kommenden Jahren um die Vorherrschaft ringen werden. Auf der einen Seite ist das Google, das mit seiner OpenSocial-Idee Facebook etwas entgegensetzen und andere starke SocialNetworks wie MySpace an sich binden möchte. Nun hat auch Yahoo verkündet sich OpenSocial anzuschließen. Gleichzeitig wurde die Open Social Foundation gegründet, die nicht gewinnorientiert arbeiten soll, aber vor allem die Verbreitung und Weiterentwicklung von OpenSocial vorantreiben soll. Also irgendwo dann letztendlich doch gewinnorientiert. Denn Google verdient sein Geld dann mit der Werbung, die auf den beteiligten Plattformen angezeigt wird.

    Auf der anderen Seite steht Microsoft, das sich mit seinem Anteilskauf von Facebook wohl die jahrhundertelange Treue des derzeit am hellsten leuchtenden Sternes am Social-Network-Himmel gesichert hat. Microsoft stellt eine Schnittstelle zur Verfügung (Windows Live Contacts API), die es Plattformen ermöglicht Kontaktdaten aus Windows Live, also Hotmail und Messenger, easy in ihre Dienste zu importieren. LinkedIn, Tagged, Hi5, Bebo und Facebook sind bereits mit im Boot, andere werden folgen.

    Die Networks öffnen also ihre Tore. Aber nur zu den Bedingungen, die sie vorgeben! Der Traum von einem Meta-Network über allen darf gern weitergeträumt werden. Es wird nie kommen. Denn warum sollten Facebook, Myspace und andere ihre Daten komplett öffnen und einem Fremdnetwork erlauben darauf zuzugreifen? Diese Daten sind das Kapital der Social Networks. Geld verdient wird mit gezielter Werbung. In welcher Form – das wird sich zeigen. Heute sinds es gewöhnliche Banner. In der Zukunft werden es intelligente Mundpropaganda-Konzepte und Crowdsourcing-Ideen sein.

    Auf jeden Fall steht uns eine spannende Zukunft bevor. Zwei Lager, beide stark und mächtig. Und endlich mit dem Willen es dem Nutzer bequemer zu machen. Damit er dort bleibt. Das hat doch was.

    Mehr dazu auch bei Zweinull.cc, live.hackr, Mashable, TechCrunch und anderen.