Stichwort: Olympia

  • The Cloud für Olympia 2010 in London

    Matias Roskos
    05. Mai 2010, 08:41 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    2012 werden in London die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Und schon jetzt ist in London die Hölle los, wird überall gebaut, geplant, gewerkelt. Das aus meiner Sicht coolste Projekt ist The Cloud. Finanziert wird das Ganze über Spenden. 5 bis 50 Millionen soll es kosten. Abhängig davon, wieviel Geld tatsächlich zusammen kommt. Die Planung ist so flexibel ausgelegt, dass man so baut, wie es die finanziellen Ressourcen es erlauben. Organisiert wird die Zusammenarbeit zahlreicher Kreativer und Designer, die daran beteiligt sind – unter anderem übrigens MIT-Professor Carlo Ratti und Medientheoretiker und Autor Umberto Eco – rein virtuell.

    Und was soll das Ganze? The Cloud wird nicht einfach nur eine Aussichtsplattform in der Nähe des Olympiastadions. Auf den transparenten LED-Fassaden der einzelnen Aussichtsplateaus werden Medieninhalte aus der Welt des Social Web abgebildet! Twitter, Facebook, Youtube und andere werden also die Oberflächen speisen. Ich bin gespannt, wie das letztendlich in der Wirklichkeit aussehen wird. Aber auf jeden Fall eine extrem spannende Idee und ein Projekt, dem ich sämtliche Daumen drücke.

  • Känguru darf bleiben – Olympia kommt

    Matias Roskos
    09. Februar 2010, 09:03 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Es lebe das Känguru! Und die Beharrlichkeit der Australier. Denn ihr Känguru darf weiter ihr Quartier im olympischen Dorf schmücken. Aus grafisch-künstlerischer Perspektive ist das großartig. Denn es ist eine witzige, gut gemachte Illustration. Und es schmückt das – naja – nicht gerade innovativ anmutende olympische Dorf. Oder wie seht ihr das?

    von Jonathan Evans Photography
    Foto von Jonathan Evans Photography (www.jevansphotography.com)

    Foto von GusF
    Foto von GusF.

  • München 2018 – Logo geklaut?

    Matias Roskos
    22. Oktober 2009, 18:22 Uhr, 5 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Ich bin zur Zeit auf Rügen. Mein Sohn liebt es mit dem “Rasenden Roland” zu fahren. So wie ich es als Kind geliebt habe damit zu fahren. Und noch jetzt stellt sich ein wohliges Gefühl tief in mir drinnen ein, wenn der Zug so herrlich durch die Wälder Rügens zuckelt. Entspannung pur.

    Stutzen musste ich heute aber, als ich das Logo der Bahn sah. Irgendwie kam mir ein Teil davon verdammt bekannt vor. Von der Olympia-Bewerbungskampagne Münchens für 2018. Hat man sich in München etwa vom Logo des Rasenden Roland bzw. der Rügenschen Kleinbahn, die übrigens seit Anfang 2008 zur Pressnitztalbahn gehört, beeinflussen lassen? Ich will hoffen: Nein.

    Logo München 2018

    Rügensche Bäderbahn - Logo

    Okay. Es sind nur Ähnlichkeiten. Bei der Rügenschen Bäderbahn symbolisiert das scheinbare, blaue “M” die Wellen der Ostsee, darüber kreisen die Möwen. Bei Olympia 2018 steht das “M” für München und symbolisiert die Berge und vermutlich auch eine Skisprungschanze. Bei der Bäderbahn ist der Mittelbogen geschwungen, beim Münchner Logo ist er spitz. Unterschiede sind also da. Aber: gestutzt habe ich dennoch gewaltig. Ich hoffe, es muss nicht demnächst eines der beiden Logos ausgetauscht werden.

  • Design: Vancouver macht sich schick

    Matias Roskos
    04. Dezember 2008, 08:11 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Webdesign

    Die nächsten olympischen Winterspiele werden in Vancouver stattfinden. Das Maskottchen… schaut aus wie ein Jeti, made in China. Oh Gott. Warum das? Heißen tun der Jeti und seine Kumpels auch noch Miga, Quatschi und Sumi. Soso.

    Warum hat man Nathan Jurevicius da nicht rangelassen. Er ist Kanadier (mittlerweile) und kaum einer macht so ausgefallene und individuelle Charaktere wie er. Schade schade.

    Leo Obstbaum ist als Designdirektor für das Erscheinungsbild der kanadischen Winterspiele in Vancouver zuständig. Etwas mehr darüber erfährt man in einem Interview im Shift-Magazin.

    Dort kann man unter anderem lesen:

    The Vancouver 2010 graphic identity features many illustrated textures drawn from Canada’s natural and urban environments as well as its rich cultural diversity. All creative elements of the graphic identity were developed by VANOC’s in-house design team, with one key texture created by local aboriginal artist Xwa lack tun.

    Soso (schon wieder). Interessant. Ist mir (leider) nicht sonderlich aufgefallen beim Besuch der Seite. Aber Grafiken wie die Folgenden tun dem Auge durchaus gut.

    Irgendwie erinnert alles sehr an die visuelle Umsetzung der letzten olympischen Spiele in Turin. Durchaus schick, aber irgendwie auch mit einem “Naja – schon gesehen” Effekt belegt.

    Hier ein Blick in die Pictogramm-Welt:

    Und auch ein Video gibt es, in welchem die sogenannte Transmoflection-Philosophie erklärt wird:

    Aha. Alles klar? Mir ist da etwas zuviel Marketing-Blabla dabei. Es klingt, als wollte man in einem Pitch noch den Kunden von der Einzigartigkeit des Konzeptes überzeugen. Aber bei mir stößt das eher auf Stirnrunzeln. Egal. Schauts euch an. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden.

    Schick ist es geworden. Gefällt mir. Aber vieles kommt einem bekannt vor. Und mit Kanada kann ich dabei leider nur wenig verbinden. (Oder gibts da noch Jetis?)

    Mehr dazu auch im immer wieder gern von mir besuchten Designtagebuch.