Stichwort: Nachhaltigkeit

  • “BE! your own brand”: Inspiration gefällig?

    Frank Feldmann
    29. Juli 2008, 16:19 Uhr, 0 Reaktionen

    Vor gut einer Woche startete unser “BE! your own brand” Projekt, in dem ihr eingeladen seid, zum Launch der open Beta der Berliner Lifestyleplattform CROW´n´CROW stylische Taschen und Sitzsäcke zu gestalten. Der Contest gibt euch nicht nur die Möglichkeit, euch zu zeigen und zu präsentieren und Preise im Gesamtwert von über 5.000 Euro zu gewinnen. Viel mehr könnt ihr euch auch mit der Plattform an sich vertraut machen. CROW´n´CROW wird euch zum offiziellen Start im Herbst alle Voraussetzungen einräumen, mit eurem Artwork auf den Produkten nachhaltig Geld zu verdienen und euch unter eigenem Namen als Marke zu entwickeln.
    Nach und nach werden neue Produktvorlagen dem Portfolio von CROW´n´CROW hinzugefügt, die ihr dann mit euren Designs veredeln könnt. Ein besonderer Knaller werden dabei immer die Sitzsäcke von CROW´n´CROW sein, die auf den wohklingenden Namen “Lazy Bastards” hören, super bequem und hochwertig verarbeitet sind. Ausschließlich “Made in Germany” übrigens. Sie warten nur noch darauf, mit einem eurer Designs aufgewertet zu werden, um dann die Wohnzimmer und Geschäftsräume designaffiner Individualisten zu erobern.

    Wie perfekt man kreatives Design mit einer coolen Markenbotschaft verbinden kann zeigt die streng limitierte Auflage der Sitzsäcke im GrandmnasterFlash-Style. Der Grandmaster selbst war von den Dingern so geflasht, dass er ein paar signierte und mit einem speziellen Finish versah. Diese werden alsbald für einen gute Zweck versteigert, worüber wir euch natürlich informieren werden.

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    Bis dahin nehmt diese Entwürfe als Inspiration dafür, was alles geht und welches Potenzial eure Teilnahme an dem Projekt haben kann. Wir freuen uns auf eure Ideen. “BE! your own brand”…

  • Babybodys, Nachhaltigkeit und LOHAS

    Matias Roskos
    12. März 2008, 09:15 Uhr, 4 Reaktionen
    Kategorie: Open Innovation

    Im Fernsehen spielen die Begriffe Nachhaltigkeit und LOHAS bisher kaum eine Rolle. Im Internet sieht das schon anders aus. Doch für viele ist Nachhaltigkeit eher ein Buzzwort, ein Marketing-Slogan. Und bei LOHAS schüttelt Otto-Normalverbraucher meist nur verwirrt den Kopf.

    Aber das wird sich in den kommenden zwei Jahren gewaltig ändern. Für viele Menschen, die versuchen ihr Leben bewusster zu gestalten und so zu leben und zu arbeiten, das sie schonender mit ihrer Umwelt, mit Energie, mit Ressourcen ganz allgemein umgehen, ist Nachhaltigkeit schon jetzt ein fester Bestandteil ihrer Lebensphilosophie.

    Wofür aber steht Nachhaltigkeit?

    Ist es wirklich nur ein PR-Slogan? Ja und Nein. Nachhaltigkeit wird ab und zu missbraucht, um auf eine Marke, ein Produkt, eine Kampagne aufmerksam zu machen. Aber es steckt tatsächlich auch eine ganze Menge hinter dieser Idee. Nicht umsonst spielt das Thema für Innovationsexperten wie Hannes Treichl eine nicht zu unterschätzende Rolle, wenn es darum geht Firmen die Wege aufzuzeigen, die in die Zukunft weisen.

    Auf Wikipedia ist zum Thema Nachhaltigkeit Folgendes zu lesen:

    Nachhaltigkeit betrifft alle Betrachtungsebenen, kann also lokal, regional, national oder global verwirklicht werden. Während aus ökologischer Perspektive zunehmend ein globaler Ansatz verfolgt wird, steht hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit oft der nationale Blickwinkel im Vordergrund. Desgleichen wird für immer mehr Bereiche eine nachhaltige Entwicklung postuliert, sei es für den individuellen Lebensstil oder für ganze Sektoren wie Mobilität oder Energieversorgung.

    Für viele Menschen wie mich ist der individuelle Lebensstil erst einmal das, worin ich Nachhaltigkeit leben kann. Fahrrad fahren, Energiesparlampen, oft Bio-Lebensmittel essen und dergleichen mehr.

    100% in Berlin handgemacht

    Aber auch bei meinen Projekten im Netz und im realen Leben spielt Nachhaltigkeit eine immer bedeutendere Rolle. Gerade auch bei unserem vor kurzem gestarteten BabyRocker.de ist gelebte Nachhaltigkeit ein ganz entscheidender Baustein.
    Alle Arbeitsschritte zur Fertigung eines Babybodys – Zuschnitt, Nähen, Druck der Folien, Aufbringen der Grafiken auf die Textilie, Verpackung, Versand, Rechnungslegung – finden hier in Berlin statt. 100% in Berlin handgemacht! Ja – das ist ein PR-Slogan! Aber er wird von uns auch umgesetztund gelebt. Tag für Tag. Bewusst und mit Spaß.
    Es kann sein, das wir diesen Standard mit einem (erhofften) Wachstum nicht halten werden können. Aber wir schauen uns schon jetzt nach Näherinnen in der näheren Umgebung um. Die Transportwege sollen kurz bleiben. Eine Fertigung der Textilien in Asien, wie es fast alle großen Unternehmen praktizieren, kommt für uns nicht in den Sinn. So kann es sein, das es irgendwann nicht mehr heißt “100% in Berlin handgemacht” sondern “100% in Deutschland gefertigt“.

    DAS ist gelebte Nachhaltigkeit.

    Gleichzeitig legen wir bei der Fertigung und der Materialauswahl ebenso großen Wert auf die Qualität. Denn nur qualitativ höherwertige Materialen garantieren, das die BabyRocker-Babybodys auch nach dem zwanzigsten Mal waschen gut aussehen und für das Baby bequem sind. Das ist bei den meisten Billig-Bodys, die es bei den Discountern zu kaufen gibt, nicht der Fall. Diese sehen bereits nach dreimal waschen aus wie ausgelutscht. Die Plastikknöpfe halten nicht mehr, der Stoff um die Knöpfe reißt aus, die Schultern der Babys liegen frei, die Ärmchen leiern aus. All das ist bei uns nicht der Fall. Weil wir auf die Qualität der Materialien achten. Auch das Waschen bei 60° ist mit BabyRocker-Bodys kein Problem. Die starken Metallknöpfe können endlos genutzt werden und es findet kein Ausleihern der starken Baumwolle statt.

    Langlebigkeit als Bestandteil von Nachhaltigkeit

    Das bedeutet also, das unsere Produkte auch eine hohe Langlebigkeit beinhalten! Für einen der führenden deutschen Experten in Sachen Innovationen und Trends, Burkhard Schneider, ist Langlebigkeit ein noch viel wichtigerer Trend wie Nachhaltigkeit. Auf der einen Seite gebe ich ihm da Recht. Aber ich denke: Langlebigkeit ist ein elementarer Bestandteil von Nachhaltigkeit! Denn langlebige Produkte sorgen dafür, das man sie in längeren Intervallen nutzen und deutlich später erst neu kaufen muss. Dadurch werden Ressourcen geschont.

    Die LOHAS

    Eine wichtige Rolle, vor allem auch als Käuferschicht, die Wert auf Nachhaltigkeit legt, sind die sogenannten LOHAS. Einen interessanten Artikel findet man wiederum bei Burkhard Schneider, der sich diesem Thema verstärkt annimmt. Er zählt interessante Details aus einer LOHAS-Studie von Ernst&Young auf, wobei es in der Studie leider fast ausschließlich um Bio-Produkte gibt. Unter anderem heißt es dort:

    Für die Autoren der Studie ist es gut vorstellbar, dass der Marktanteil von Bio- und Fair-Trade-Produkten mittelfristig von derzeit unter 10 Prozent auf 30 Prozent steigt. Für den langfristigen Markterfolg von Händlern und Herstellern sei allerdings von großer Bedeutung, dass das Vertrauen, das die Konsumenten in Bio-Produkte setzen, nicht enttäuscht werde. So erwarten etwa 90 Prozent der Befragten vom Handel und von den Produzenten eine Garantie, dass die Waren tatsächlich ökologisch, ethisch korrekt und nachhaltig produziert wurden.

    LOHAS ist aber halt noch viel mehr, wie “nur” Bio-Produkte kaufen. Der Urlaub (wohin, wie weit weg, mit welchem Transportmittel) spielt hier eine große Rolle, auch aus wirtschaftlicher Sicht. Genauso die Themen Lifestyle, Mobilität (Auto, Fahrrad, Bahn), Energieverbrauch, Grüne Zertifikate (die immer interessanter und wichtiger werden, wie man gerade auf der Cebit in Hannover feststellen konnte. Auch Investoren sind in diesem Bereich bereits sehr aktiv.), der Bereich Gesundheit und noch einiges mehr.

    Ich nutze wieder die Erklärung auf Wikipedia:

    LOHAS ist ein neudeutscher Marketingbegriff, steht für „Lifestyle of Health and Sustainability“ und markiert einen neuen Lebensstil- bzw. Konsumententyp, der sich in seinem Konsumverhalten an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Einfach gesagt sind damit Leute gemeint, die das Leben genießen und dennoch – im Sinne des Umweltschutzes – ihren Teil dazu beitragen wollen, dass die Lebensgrundlagen für alle erhalten bleiben. Man spricht auch von „Neo-Ökos“ oder von „strategischem Konsum“. Damit ist gemeint, dass man durch bewusstes Konsumieren z. B. umweltfreundlicher Produkte den Umweltschutz oder ähnliche übergreifenden Ziele fördern will.

    LOHAS sind also Menschen, die durchaus ganz normal konsumieren, dabei aber viel bewusster vorgehen. Oft wird kritisiert, das dies vor allem Menschen der gehobeneren Einkommensschichten sind, weil diese sich die teureren Bio-Produkte leisten könnten. Das ist aus meiner Sicht Blödsinn. Gerade auch in meinem persönlichen Umfeld sehe ich, das Menschen mit mittleren und auch geringem Einkommen anfangen immer bewusster zu leben. Energiesparlampen sind in der Anschaffung zwar erst einmal teurer. Aber ich spare dann auf der Stromrechnung! Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder den Wochenendausflug zu machen ist immer günstiger als das Auto. Und die Preise von Bioprodukten passen sich Dank steigender Nachfrage immer stärker den Normalprodukten an, der Einkauf direkt beim Erzeuger auf einem Bauernhof oft sogar noch preiswerter wie im Supermarkt.

    Ökonomische Vorteile für jeden und Spaß am Leben

    Und dann ist da ja noch das Thema Langlebigkeit. Eine Textilie von guter Qualität kostet vielleicht 10 oder 20 Prozent mehr wie beim Discounter. Aber sie hält auch länger! Ich habe länger etwas davon, oft bis zu dem vierfachen der Zeit von Billigtextilien. Ich habe mehr Spaß damit, mehr Freude am Produkt. Und (!!!) ich muss nicht so schnell etwas Neues kaufen, und spare damit wiederum Geld. Langlebigkeit macht sich spürbar im eigenen Portemonnaie bemerkbar. Die Menschen lernen langfristiger zu denken und bewusster einzukaufen. Und das ist gut so.

    Und genau diese Zielgruppe von Personen – Menschen die Spaß am Einkaufen haben und die bewusst auf Qualität und eine nachhaltige Fertigung Wert legen und dennoch ein schickes, witziges, ausgefallenes Produkt kaufen oder verschenken wollen – sind die Käufer, die ganz sicher Stammkunden von BabyRocker.de werden und die wir als unsere Hauptzielgruppe sehen. Darum haben wir die Fertigung von BabyRocker.de auf Langlebigkeit angelegt. Wir fertigen unter dem Aspekt von Nachhaltigkeit. Und: wir haben Spaß an diesem Projekt. Wir sind mit dem Herzen bei der Sache. Und das merkt man den Produkten hoffentlich auch an.

  • Bin ich ein Utopist? – Utopia.de jedenfalls gefällt mir

    Matias Roskos
    22. November 2007, 08:00 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Open Innovation

    Utopia.deBin ich ein Utopist? Naja – zu Zeiten des Abiturs vielleicht schon. Aber heutzutage klingt das so sehr nach Trotzki, Engels oder Lenin. Und dennoch finde ich Utopien zu haben durchaus angenehm. Und so ist mir das neue Portal Utopia.de auch auf Anhieb sympathisch.
    Doch hier geht es nicht um kommunistische Zukunftsmodelle, sondern um Nachhaltigkeit, bewusster Umgang mit unseren Ressourcen, Umweltschutz.

    Auf der Startseite heißt es:

    Unser Geld regiert die Welt. Mit jedem Einkauf entscheiden wir uns für oder gegen ein nachhaltig agierendes Unternehmen. Jeder ausgegebene Euro hat Konsequenzen. Sorgen Sie dafür, dass es die richtigen sind. Strategischer Konsum hat mit Verzicht nur noch wenig zu tun. Fast immer bedeutet die richtige Entscheidung auch mehr Spaß, Genuss und Gesundheit. Also, worauf warten Sie noch? Profitieren Sie von den Erfahrungen einer rasant wachsenden Community. Melden Sie sich an. Werden Sie Utopist!

    Hinter Utopia.de steckt mit Claudia Langer ein ehemaliger Werbe-Profi. Auf der Horizont-Seite erfährt man außerdem:

    Die Plattform, die von dem Münchner Dienstleister E-Solution erstellt wurde, vereint eine Vielzahl von Angeboten: eine Community, in der sich kritische Konsumenten austauschen und informieren können; ein Onlinemagazin sowie einen Shoppingführer, der umweltfreundliche Produkte auswählt und zu deren Bewertung aufruft. “Es gibt auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit wenig verlässliche Informationen, das wollen wir mit unser Web-Community ändern”, so Langer.
    Doch Utopia will nicht nur Informationsangebot, sondern auch Sprachrohr seiner Zielgruppe sein: Parallel zum Portal ist eine Non-Profit-Stiftung entstanden, die aus den Einnahmen der Website gespeist werden soll. Geleitet wird die Institution von einem prominent besetzten Gremium, dem unter anderem die Journalistin Sandra Maischberger, Schauspieler Axel Milberg und Georg Schweisfurth, Gründer der Biosupermarktkette Basic, angehören.

    Um dieses Grundthema baut man nun eine Community auf. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das es immer mehr Menschen gibt, die unzufrieden sind mit den Entwicklungen um einen herum. Und viele von denen würden sich auf Utopia.de sehr wohl fühlen. Einer allein kann nur wenig bewirken. Aber viele Menschen zusammen können etwas erreichen. Da ist eine entsprechende Online-Community genau der richtige Schritt. In diesem Sinne wünsche ich den Machern alles erdenklich Gute! Ob ich selbst Zeit finde mich einzubringen? Ich weiß es nicht. Im Moment wohl leider eher nicht. Auch wenn mir dabei das Herz blutet.