Stichwort: Mundpropaganda

  • Crowdsourcing ist was nicht nur für den Kindergarten – sagt WOM-Experte Martin Oetting (Korrektur!)

    Matias Roskos
    14. Februar 2008, 09:09 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Open Innovation

    Nachtrag: Auf Wunsch von Martin Oetting komme ich hier – übrigens sehr gern! – seinem Wunsch (siehe Kommentar zu diesem Artikel) nach und stelle klar, das er nie behauptet hat, Crowdsourcing wäre was für Kindergartenkinder!!!!

    Aber ich hätte mir trotz alledem gewünscht, das ein so ausgewiesener Fachmann in Sachen Mundpropaganda wie Martin Oetting (und für den halte ich ihn auf jeden Fall.), etwas differenzierter mit solchen wie von ihm geposteten Zitaten umgeht und nicht einfach daruntersetzt:

    Das ist was dran.

    Da ist nix dran, Herr Oetting. (Keine Angst – ich sehe das Ganze mit einem Augenzwinkern und hoffe du auch!) Aber im Kindergarten gab es vielleicht Malwettbewerbe, aber es gab keinen Kunden, keine Marke mit der sich auseinandergesetzt wurde. Und es gab keine Mechanismen wie es sie jetzt gibt: Kommentare, Votings, Blogs die das Ganze im Netz weitertragen, Wikis, private Nachrichten, Twitter und und und. Die ganzen Elemente, von denen ja auch TRND und ihre Mundpropaganda-Aktionen leben. DA ist ein gewaltiger Unterschied zu 1970 oder 1980 und zu Kindergarten-Malwettbewerben.

    Und Crowdsourcing überhaupt in diesen Zusammenhang zu stellen und dazu dann nur zu sagen “Da ist was dran.” tut vielen engagierten Menschen, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen, weh und wird dem ganzen Thema in keinster Weise gerecht. Ganz im Gegenteil.

    Aber wie gesagt: ich kann drüber schmunzeln! 

    Hier nun der Original-Blogbeitrag:

    TRND hat ne Krabbelgruppe aufgemacht. Schon vor einer ganzen Weile. Man wollte ne neue Cola entwickeln. Ein spannendes Projekt, wie ich finde. Aber für einen der Mundpropaganda-Experten bei TRND ist Crowdsourcing was fürs Vorschulalter. Leider findet Martin Oetting Crowdsourcing so ganz allgemein ziemlich doof und zitiert nun jemand anderen mit den Worten:

    Crowdsourcing? Das habe ich schon als Sechsjähriger mitgemacht. Da hat die Sparkasse gesagt: ‘Wir machen einen Malwettbewerb, und aus den zwölf besten Bildern machen wir einen Kalender.

    Uiuiui. Ein gewagter Schnellschuss Herr Oetting, einfach mal so alle Kreativen, egal ob bei Threadless, Lafraise, Myfootballclub, A better tomorrow oder zum Beispiel bei unserem gerade gestarteten Kicker-Contest als Kindergartenkinder zu bezeichnen. Und da fragt man sich doch, wie du dem Herrn die Vor- (und auch Nachteile) von Crowdsourcing näher gebracht hast. Wenn wir mit Leuten über Crowdsourcing reden, erklären wir die verschiedensten Formen, wie man die Kreativität der Vielen gut und sinnvoll für A) ein spannendes Endergebnis und B) gute Mundpropaganda (!!!) einsetzen kann. Contests sind da wahrlich nur EINE Variante. Aber eine für alle Beteiligten leicht verständliche. Vielleicht auch weil der ein oder andere es schon aus seiner Schul- oder meinetwegen auch Kindergartenzeit kennt.
    Ick weeß, Martin. Ganz so haste es nich gesagt. Und du wirst jetzt bestimmt sagen: “Ganz so hab ich es auch nicht gemeint.”

    Und ich weiß: ein bissel Provokation ist meist nicht schlecht, gerade in einem Blog. Aber das ist schon ganz schön arm bärbeißig. Und ich verstehe noch nicht mal warum. Denn Crowdsourcing ist eine geniale Sache, wenn es denn richtig angepackt wird. Und ob ein reiner Contest Crowdsourcing ist, darüber lässt sich streiten. Kein Thema. Aber sowas gleich ins Kleinkindalter zu verlegen… Naja. Hat wenig Substanz. Und wird dem Thema in keiner Weise gerecht.

    Dass es Contests schon immer gab, ist prinzipiell richtig. Aber das die daran beteiligten Menschen sich Dank Internet über die Aktion, den Kunden bzw. die Marke austauschen, Beiträge via Kommentar und Voting bewerten, mittels der Reallife-Galerien inspirieren lassen und sich zudem potentiellen Kunden präsentieren können – all das ist relativ neu und gab es vor dreißig Jahren noch nicht. Das ich IHNEN das noch erklären muss, Herr Oetting. Tststs.

    Leider finden Crowdsourcing-Kritiker auch immer wieder beste Beispiele, wie man es tatsächlich nicht machen sollte. Hannes Treichl wies gerade mal wieder auf so eine amateurhaft betriebene Videoaktion der Zillertal-Werbung hin. Fairness ist ein ganz wichtiger Punkt (wie ich hier im Blog und in zahlreichen Intervies nicht müde werde zu betonen), wenn es um gelungenes Crowdsourcing geht. Und eine schon existierende, passende Community ist eine ideale Basis. Darum nennen wir es meist auch nicht mehr Crowd- sondern ganz bewusst Communitysourcing.

    Mein Fazit: Zitat misslungen, Herr Oetting.

  • Mundpropaganda – für Mönchgut, Thiessow und einen wunderbar entspannten Urlaub

    Matias Roskos
    13. September 2007, 08:28 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Skizze Groß Zicker und GagerWie sieht die perfekte Mundpropaganda aus?! GENAU SO wie die Skizze hier rechts.

    Dies ist eine Skizze, die eine gute Freundin von mir (Danke Susann!!!) für mich gemacht hat, weil ich Ende August für eine Woche nach Rügen in den Urlaub entschwunden bin. Um mal so richtig durchzupusten und Ruhe zu tanken mit meiner kleinen, wunderbaren Familie. Ziel war Thiessow. Dort war ich noch nicht. Und ich hatte gehört, das man auf der Rügener Halbinsel Mönchgut noch recht gut abgeschirmt ist von den Touristenströmen. Susann war kurz vorher in Groß Zicker und hat mir aufgemalt, welche Restaurants und Fischbrötchen-Verkäufer ich dort ansteuern soll und auch, welche nicht! “Bewaffnet” mit dieser Skizze machten wir den Bogen um das Restaurant, wo es teuer und unfreundlich ist und suchten zielstrebig den Fischbrötchenverkäufer, der uns von ihr empfohlen wurde. Kuriosum dabei: zum ersten Mal wollten wir am Montag dorthin. Doch ausgerechnet Montag hatte er geschlossen. Das schreckte uns aber nicht ab und zwei Tage später steuerten wir ihn wieder an. Und?! Die Fischbrötchen sind super lecker!!! Auch Gager hatte uns Susann noch empfohlen. Wegen des wunderbaren Ausblicks dort über Hafen und Bodden. Und ich war extrem überrascht von Gager. DORT würd ich gern mein Haus eines Tages hinbauen… ;)

    Thiessow um 1900Aber wir wohnten ja in Thiessow. Und es war genau SO, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wunderbar ruhig, top Quartier, ein herrlicher Sandstrand ideal für Kinder und unerwartet windstill. Auf der Postkarte bekommt man einen guten Eindruck vom Strand wie ich hoffe. Allerdings haben wir es vorgezogen nicht so tiefe Löcher zu graben. Dazu gibt es dort herrliche Fahrradwege und relativ wenig Touristen. Nicht so überlaufen wie andere Orte auf Rügen in der Saison. Wir haben jede Sekunde in Thiessow, Klein Zicker, Gager, Groß Zicker und Göhren genossen. Und unser Sohn hat wieder einmal mit großen großen Augen im Rasenden Roland gesessen und aus dem Fenster auf die herrliche Landschaft geschaut.

    Rügen macht Laune! Die Halbinsel Mönchgut tut gut! Thiessow und die ganze Gegend dort kann ich nur allerwärmstens weiterempfehlen. Wer dorthin reist und von mir eine Skizze möchte – mach ich gern.

  • Give aways als gelungene Mundpropaganda-Container

    Matias Roskos
    13. August 2007, 13:18 Uhr, 4 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    DrachenbootrennenAm Wochenende war ich mit meiner Familie beim Drachenbootrennen in Klein Köris. Für einen vierjährigen Sohn sind die vielen Boote mit den 16-Mann-Besatzungen schon was richtig Cooles. Aber auch das ganze Event ist 1A organisiert. Es gibt genug zu essen und zu trinken, immer wieder Action auf dem Wasser, Musik, abends ne Party… Macht Laune.

    Was uns bei diesem Event aufgefallen ist, sind die Becher, in denen die Getränke serviert wurden. Zwar “nur” Plastik, aber mit cooler Applikation drauf. Die haben uns und auch vielen anderen so gut gefallen, dass wir sie mitgenommen haben. Den Pfand von einem Euro haben wir gern dort gelassen.

    Am nächsten Tag saßen wir mit Freunden zusammen und sie sahen die Becher. Die Reaktion: “Wow. Die sind ja cool. Woher sind die?” Und schwups, redeten wir über das Drachenbootrennen. Mundpropaganda. Angeregt durch ein Give away – die Becher. Martin, das ist doch genau so eine Story, wie du sie liebst, richtig?
    Warum gibt man sowas nicht kostenlos mit? Eine bessere Werbung kann es doch nicht geben? Vor allem erinnert man sich bei so einem Saftbecher (oder ähnlichem) auch nach einem halben Jahr noch dran. Und da die dazugehörige Webseite mit auf dem Becher steht, kann man dort schauen, wann das nächste Rennen stattfindet oder wer gewonnen hat.

    Und wenn man nun noch einen Schritt weiter geht, kann man ein solches Give away mittels einer witzigen Crowdsourcing-Aktion, wie wir sie zum Beispiel gerade für Musicpark durchführen, generieren lassen. Denkbar sind neben Grafiken für Becher auch Lesezeichen (für Hotels), Postkarten, Eintrittskarten, Messe-Aufsteller, Cover von Programmheften, Tour-Shirts und so weiter und so fort. Es gibt kaum Grenzen, was nicht via Crowdsourcing erstellt werden kann. Verpackungsdesigns sind genauso denkbar wie virale Clips. Das hat den Vorteil, dass dann die Mundpropaganda schon VOR dem Ereignis beginnt und neue Gruppen erreicht und angesprochen werden. Wir von VOdA stehen da gern als kompetenter Partner mit der notwendigen Erfahrung und der dazu passenden Community zur Verfügung.