Stichwort: Johnny Depp

  • The Rum Diary Official Trailer – daily awesome impression

    Timo Maier
    05. September 2011, 11:09 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Film

  • The Imaginarium of Doctor Parnassus

    Timo Maier
    10. Februar 2010, 00:29 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein, Film

    Es gibt ein sehr schönes Interview mit Terry Gilliam und Terry Jones zusammen mit einer französischen Journalistin, in dem sie Gilliam fragt, ob er die Leute verstören und ihnen mitteilen wolle, dass sie nicht sicher seien? Gilliam antwortet darauf: „Das Problem ist, dass wir nicht sicher sind!“ Nach einem Seitenhieb auf die amerikanische Administration fährt er fort: „Die Menschen sind einander egal. Sie wollen Geld verdienen. Über ihre Aktien nachdenken, die Zuknuft planen“.

    In diesem Fahrwasser schwimmt auch Gilliam’s neuer Film The Imaginarium of Doctor Parnassus.

    Den ganzen Film über wird Kritik an einer Existenzbestimmung geübt, die sich allem voran durch Besitz definiert: Der Mensch als Summe seines angehäuften Materials. Ein Ton, der in den westlich-kapitalistischen Nationen schon seit einigen Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) immer öfter angeschlagen wird. Die kritischen Fäden werden in diesem Film allerdings subtil in das Gesamtkonstrukt eingewoben wirken dadurch aber nicht minder heftig. Im Gegenteil, der surreale, traumatische Stil forciert die kritischen Äußerungen und sorgt dafür, dass diese sich nicht in einseitigen Plattitüden auflösen.

    So blendet der Film zum Beispiel auf einem Obdachlosen auf und endet mit der verwahrlosten Gestalt des im Titel benannten Doktors, der durch ein Restaurantfenster seine Tochter beobachtet, die endlich ein glückliches, ganz normales Leben führt, von dem sie über den Film hinweg träumt, wenn sie sehnsüchtig die Bilder von ‘glücklichen’ Familien, die so ganz im normativen Einerlei schwelgen, im ikeatypischen Möbelhauskatalog betrachtet. Doch auch der Doktor findet seinen Ausweg aus der persönlichen Verwahrlosung und dem endlosen Raum der Traumwelten, indem er mit Hilfe seines Gnoms (not a midget!) die große Geschichte in einem winzigen papiernen Raum darbietet. Einer Kartonbühne zum selbst entfalten (eine wunderbare visuelle Metapher), die man selbst ‘bespielen’ kann.

    Mehr