Stichwort: Interviews

  • Feunde von Freunden

    Frank Feldmann
    11. Oktober 2009, 08:04 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Lifestyle

    Ich steh ja total auf Interviews mit spannenden Leuten und auf Homestories. OK, jetzt isses raus. Bin halt ein Voyeur. Aber sind wir das nicht alle, wenn wir uns hier treffen? Und so hab ich was für uns: Freunde von Freunden. Interessante Zeitgenossen werden sehr persönlich in ihrem privaten Umfeld portraitiert. Der Auftakt der Reihe mit Nikolaus Jagdfeld, Tim Dobrovolny und der bezaubernden Victoria Chirita ist großartig und ich freu mich auf mehr. Idee und Umsetzung von NoMoreSleep aus Berlin.

    Freunde von Freunden

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  • Interview mit Videokünstlerin Pipilotti Rist

    Matias Roskos
    09. April 2009, 08:20 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Kultur

    Inspiration pur der Videokünstlerin Pipilotti Rist. Aktuelle Ausstellung im Museum der Künste Boijmans in Rotterdam.


    Elixir: The Video Organism of Pipilotti Rist – interview from Museum Boijmans Van Beuningen on Vimeo.

    Hier geht es zu ihrer offiziellen Homepage. Eine Welt, in der man sich stundenlang verlieren kann.

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  • Facebook nun auch auf Deutsch – Interview mit einem der Übersetzer auf jetzt.de

    Matias Roskos
    07. März 2008, 09:17 Uhr, 0 Reaktionen

    FacebookSeit einigen Tagen gibt es Facebook nun auch in einer deutschen Übersetzung. Was nichts daran ändert, das ein Großteil der Kommunikation weiterhin auf Englisch stattfinden wird. Aber es wird sich sicherlich die ein oder andere deutschsprachige Gruppe bilden. Es wurden Hürden abgebaut, und das ist gut und richtig so. Denn man will den deutschen Markt erobern. Und hat aus meiner Sicht gute Chancen dafür. Denn das Schwergewicht auf dem deutschen Markt namens StudiVZ sonnt sich im eigenen Erfolg und besitzt dabei leider soviel Innovationskraft wie eine alte Bananenschale. Und man gewinnt nicht den Eindruck, das sie vorhaben dies zu ändern. Im Gegensatz zu Facebook, das vor Innovationskraft schier zu platzen droht.
    Klar – seine Navigation von den Usern ins Deutsche übersetzen lassen allein ist auch nicht Innovation auf höchstem Niveau. An sich finde ich es gut, das man auf die Kraft der Community setzt und hier Crowdsourcing einsetzt um den Mehrwert der Seite zu erhöhen. Schade nur, wenn für die vielen fleißigen User noch nicht mal ein Dankeschön drin ist, wie in einem Interview mit einem der Übersetzer auf jetzt.de zu lesen ist. Oder eine Reise zur Firmenzentrale nach Palo Alto in Kalifornien. Das hätte doch was! Eine deutsche Facebook-Crew gibt es erstaunlicherweise noch immer nicht. Ich denke, das wird sich noch ändern, wenn man tatsächlich die Nummer 1 im deutschsprachigen Raum werden will. Ohne deutschsprachiges Team vor Ort, das sich auch mal auf der ein oder anderen Konferenz blicken lässt, geht es nicht.

    Aber das Interview ist nicht nur interessant, weil man erfährt das Facebook bei dieser Aktion sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat (”Es gab ein paar Leute vom Facebook-Staff, die in einem Diskussionsforum tätig waren, die Beteiligung seitens Facebook war insgesamt gesehen aber eher mau. Das ist Alles nicht besonders gut gelaufen. Von Facebook war einfach zu wenig Beteiligung da. Von denen kam überhaupt keine Rückmeldung.” Zitat von Sven Hagge auf jetzt.de), sondern weil ein im Netz Aktiver wieder einmal kurz und knapp erklärt, warum er bei Crowdsourcing mitmacht:


    Frage von jetzt.de: Du investierst diese ganze Zeit, schreibst und schreibst und dann bekommst du dafür nicht einmal Anerkennung.
    Antwort: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Was am Schluss dabei herauskommt, wie die Leute die Möglichkeiten nutzen, die sich ihnen beispielsweise mit einer übersetzten Version von Facebook bietet, ist den Leuten selbst überlassen. Ich finde es gut, dass sie zumindest die Möglichkeit haben, das Angebot zu nutzen. Ich habe das Alles nie als Arbeit empfunden, ich habe es einfach gemacht.

    Man muss dazu wissen, das Sven Hagge auch auf Wikipedia aktiv ist. Es gibt Menschen, die denken nicht zuallererst an eine Entlohnung. Sie haben Spaß an der Arbeit und freuen sich, wenn andere Menschen damit etwas anfangen können. Nicht jeder kann sich diese Denke auch leisten, weil er selbst sehen muss wie er seinen Lebensunterhalt verdient. Viele aber können mit gutem Zeitmanagement solche Dienstleistungen erbringen. Weil es Freude bereitet! Was nichts daran ändert, das ich es fair finde, wenn bei einem Unternehmensmodell wie Facebook, das kommerziell angesiedelt ist, man auch Wege findet um die Crowd, die eine Dienstleistung erbringende Community, versucht fair zu entlohnen. Das hätte was, liebes Facebook!

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  • Markus Beckedahl von Netzpolitik.org in einem interessanten Interview

    Matias Roskos
    11. Dezember 2007, 08:55 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Guter Mann, gutes Interview, spannendes Thema: Markus Beckedahl von Netzpolitik.org über den digitalen Graben in der Politik, Netzneutralität und die großartigen Chancen, die das Mitmachnetz großen aber auch gerade kleinen Organisationen bietet.


    Link: sevenload.com

    Danke an die Netzpiloten für das Interview.

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  • Martin Weber von Holtzbrinck Ventures im Interview in der t3n

    Matias Roskos
    21. November 2007, 08:07 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Web 2.0

    Eher zufällig habe ich in der aktuellen t3n ein interessantes Interview mit Martin Weber von Holtzbrinck Ventures unter Überschrift “Auch Google war vor zehn Jahren unbedeutend” gefunden. Das Interview ist sehr ausführlich. Und Martin Weber kann aus meiner Sicht auch ganz gut darlegen, warum sie das tun, was sie tun. Man bekommt ja schon manchmal den Eindruck, das wild in alles investiert wird, was mal spannend werden könnte. Auf der anderen Seite: warum nicht? Wenn es der jungen deutschen Gründerwelle hilft? Und das tut es. Es sind sicherlich viele Hasardeure darunter, aber auch viele gute, motivierte Macher mit spannenden, kreativen, innovativen Ideen.

    Frage: In welchen Bereichen sehen Sie derzeit die größten Marktchancen für junge, webgetriebene Gründer?

    Martin Weber: Wir als Holtzbrinck Ventures investieren gerne in Marktplätze, wir investieren nach wie vor in Social-Networks oder Online-Communitys und auch im Bereich Gaming und Commerce. Das sieht bei anderen Investoren nicht unbedingt anders aus, da es eben die genannten Bereiche sind – vielleicht auch noch der Bereich Mobile – in denen sich derzeit viel bewegt.

    Frage: Bei wie vielen Anfragen komm es, grob geschätzt, zu einer Zusammenarbeit?

    Martin Weber: Wenn man 100 Anfragen bekommt, sind 95 relativ schnell entschieden, fünf dauern ein bisschen länger und aus einer wird vielleicht etwas.

    Frage: Welche langfristige Strategie verfolgt Holtzbrinck dabei mit dem Kauf und der Beteiligung an weborientieren Unternehmen? Erst kürzlich haben Sie mit golem.de ein großes IT-Nachrichtenportal gekauft, zudem in den letzten 18 Monaten rund 15 Unternehmen. Warum setzt ein klassischer Verlag wie Holtzbrinck so stark auf das Web?

    Martin Weber: Wir haben ja eine gewisse Tradition und investieren seit 1998 in Unternehmen im Bereich Neue Medien. Mal mehr, mal weniger, aber durchgängig. Insofern glauben wir, dass wir uns ein bisschen in dem Bereich auskennen. Bei uns und auch bei anderen, zum Beispiel bei Burda Digital, sind da sehr gute Sachen entstanden… Unterm Strich hat Holtzbrinck das Ziel, über verschiedene Ansatzpunkte im Bereich Neue Medien eine ähnlich bedeutende Rolle zu spielen wie im traditionellen Bereich. Da sind wir aber durchaus ein Stück weit von entfernt.

    Das nur drei Fragen von vielen. Das Interview ist erheblich länger und absolut lohnenswert für jeden, der sich in der deutschen Gründerszene bewegt. Spannend und absolut richtig finde ich die letzten Sätze von Herrn Weber. Man hat prinzipiell bei Holtzbrinck erkannt, dass das Online-Geschäft immer stärker das Printgeschäft verdrängen wird. Wohl (hoffentlich) nie komplett. Und man will als Verlag mit dabei sein. Niemand weiß zur Zeit so recht wo die Reise hingeht, darum muss man einiges ausprobieren und etliche Felder mit besetzen. Die Konkurrenz schläft ja auch nicht. Und wie schon gesagt, für die Gründerszene ist ein solches Engagement durchaus positiv. Denn es spült nicht nur einfach nur Kapital in den Markt, sondern sorgt für Arbeitsplätze und hilft gute Ideen schneller in die Tat umzusetzen.

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  • Web Designers Calendar 2008 – Webdesign zum anfassen

    Frank Feldmann
    07. November 2007, 11:22 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Kultur, Webdesign

    Bereits seit einigen Tagen kann der Web Designers Calendar für 2008 bestellt werden und ich bin wieder sehr stolz, was ich da gemeinsam mit Thomas Filip, unterstützt von Spreadshirt und dem Norman-Beckmann-Verlag, auf hochwertiges Papier gebracht habe. Die insgesamt 25 Artikel vermitteln Anregungen für den täglichen Umgang mit Ideen, Werkzeugen und Kunden, wollen Fantasie und Kreativität stimulieren und dabei helfen, im Spannungsfeld von neuen Kommunikationsformen und Technologien, von veränderten Nutzererlebnissen und User-Erwartungen, Positionen zu finden und für sich zu besetzten. Illustriert sind die Beiträge wie gehabt mit Referenzen der Autoren, herausragendem Artwork und außergewöhnlichen Webseiten der letzten Zeit.

    Mit dabei sind u.a. Adhemas Batista, Rainer Michael, Dieter Rappold, Andreas Gahlert, JvM/Neckar, Scholz und Volkmer, Manuela Hoffmann und viele mehr…

    Web Designers Calendar 2008

    Auch wenn (oder vielleicht gerade weil?) die Arbeit des Webdesigners fast ausschließlich am Bildschirm stattfindet, ist bei vielen Designern die Liebe zum Papier, zum Gedruckten, zum Fühl- und Anfassbaren ungebrochen. So hoffen wir auch in diesem Jahr, dem Webdesigner einen Begleiter an die Hand zu geben, der gerne eingesteckt, angeschaut, durchgeblättert und beschrieben wird. Webdesign zum anfassen eben.

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  • Interessantes Interview mit Oliver Samwer bei Turi

    Matias Roskos
    15. September 2007, 13:46 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Allgemein

    Ja, auch ich habe meine Vorbehalte gegen die Samwer-Brüder. Speziell Jamba lässt mir, wie bei vielen anderen auch, einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. Viele Jugendliche haben dort ihr ganzes Taschengeld (und oft noch einiges mehr) lassen müssen.

    Aber auf der anderen Seite sind die Samwers überaus erfolgreich. Was sie anpacken, wird zu Gold. Das muss man ihnen lassen. Und in einem Land, wo Neid anscheinend schon mit der Muttermilch aufgesogen wird und elementarer Bestandteil des Denkens wird, möchte ich sagen: Glückwunsch. Sie sind super erfolgreich. Immer wieder. Das sage ich ohne Neid und durchaus anerkennend.

    Bei Peter Turi gibt es jetzt ein Interview mit Oliver Samwer, das gut, sympathisch und interessant ist. Vor allem für alle, die vorhaben zu gründen und selbst mit einem Startup am Start sind. Auf die Frage welchen Tipp er Menschen geben würde, die vorhaben mit einem eigenen Unternehmen zu starten, sagt Oliver Samwer:

    Zuerst mal: Starten Sie nur dann als Unternehmer oder Gründer, wenn die Entscheidung wirklich aus dem Herzen kommt. Und dann: Nichts überstürzen, aber auch nicht zu lange warten: Mit 26 oder 31 kann man mehr wagen als mit 45, wenn eine Familie zu ernähren ist. Es reicht nicht, als erster eine Idee zu haben, Sie müssen als Unternehmer den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn in die Sache Zug kommt. Und noch etwas: Seien Sie mutig, wissbegierig – und bescheiden. Gier nach Geld ist keine gute Grundlage für eine Unternehmer-Karriere.

    Wie ich finde, eine gute Antwort. Steckt da eine gehörige Portion PR in eigener Sache mit drin? Oder ist die Antwort ganz ehrlich? Egal. Mir zumindest. Denn sie stimmt. Unternehmer sollten mit dem Herzen bei der Sache sein. Aber man braucht auch ein bisschen Glück bzw. Fingerspitzengefühl, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Und auch Bescheidenheit ist ein guter, wichtiger Aspekt.

    Auch in anderen Punkten – zum Beispiel Social Commerce: “Ich glaube, Social Commerce oder Shopping 2.0 bietet noch keinen wirklichen Kundennutzen. Unternehmen wie Ciao oder Shoppero werden als noch eine ganze Weile auf den Durchbruch warten.” – kann ich seinen Ausführungen voll zustimmen.

    Hmm. Macht mir fast Angst das Interview. ;) Sind die Jungs doch nicht so “böse” wie ihr Ruf? Man mag es kaum glauben. Auf jeden Fall: lesenswertes Interview!

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  • Joe Newton über das Geheimnis der Illustration in der PAGE

    Matias Roskos
    12. April 2007, 08:32 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Allgemein

    In der PAGE 04.2007 gibt es ein wunderbares Interview mit Joe Newton, Executive Art Director bei “Rolling Stone”, dem wohl bekanntesten Musikmagazin der Welt. Hier ein paar Ausschnitte aus diesem Interview, das ich jedem Design-Interessierten wärmstens ans Herz legen möchte.

    Was ist das Geheimnis der Illustration? Und warum ist sie gerade jetzt so erfolgreich? Im Moment gibt es eine große Aufregung um die Illustration. Im Verhältnis zur Fotografie, die eine sehr straighte, wörtliche Übersetzung der Realität ist, hat die Illustration die Chance, mehr zu erzählen. Unterschiedliche Aspekte sind gleichzeitig darstellbar, und auch das Unsichtbare wird sichtbar. Du wirst immer mehr sehen können, als du schon weißt.

    Wie entsteht ein illustriertes Titelbild beim “Rolling Stone”? So viele Cover sind es leider gar nicht. Aber natürlich muss das Motiv im Stil zur Musik oder der Story passen. Wenn wir den Stil kennen, suchen wir zuerst eine Handvoll Zeichner aus. Ein bis zwei Illustratoren kontaktieren wir dann… Wir bezahlen zwischen 150 und 600 Dollar für eine Zeichnung, da sollten beide Seiten größere Komplikationen vermeiden.

    Welche Kriterien sind bei der Illustratorenauswahl relevant? Bei unserer Plattenrubrik zum Beispiel funktioniert das so: Für Ikonen wie Bono oder Madonna suchen wir eher präzise, fast konservative Illustratoren. Diese Stars sind allen bekannt und sollten deswegen auch erkennbar bleiben. Bei Bands wie My Chemical Romance ist es anders. Wenn die Musiker noch nicht so präsent sind, ist es möglich, neue visuelle Sprachen auszuprobieren, frischer und überraschender zu sein. Das ist dann die große Chance für junge, talentierte Zeichner.

    Wie nehmen die Illustratoren Kontakt mit euch auf? Ganz einfach, schickt uns einen Link. Oder eine Postkarte. Aber am besten ist es, man kommt vorbei. Auch wenn es in unserem Magazin nicht klappt, können wir immer Empfehlungen geben, welchen Artdirektor man kennen lernen muss und welche Zeitschrift möglicherweise besser zu einem passt.

    Viele Illustratoren arbeiten hart an einem eigenen Stil. Doch die Trends kommen und gehen. Was benötigt man, um einen eigenen, natürlich modernen Stil zu entwickeln und dennoch über Jahre erfolgreich zu sein? Das ist wirklich schwer. Viele Illustratoren haben einen guten Lauf über 5 Jahre und sind danach völlig out of fashion. Nur sehr wenige Leute haben Erfolg über 10, 20 oder gar 40 Jahre. Sie haben etwas Besonderes. Ich behaupte, es sind die besseren Ideen. Eine gute Mischung aus Intelligenz, Technik und konstanter Arbeit ist die Basis für lang anhaltenden Erfolg. Und nicht zuletzt, eine Persönlichkeit zu sein, mit der man gern zusammenarbeitet.

    Wie sieht die Zukunft der Illustration aus? Die Mischformen einerseits, Fusionen aus Computer, Papier, Fotografie. Und andererseits Bewegung. Wenn die Billboards elektronische Plakate werden, benötigen wir neuartige Filme und gute Animationen. Auch hier vermischen sich die Formen und Sprachen. Dennoch wir es immer diese eine Illustration geben müssen, die genau in dieser Sekunde auf dieser einen Doppelseite fasziniert.

    Dies nur ein paar Auszüge aus dem PAGE-Interview. Ich finde es wunderbar, wie er in wenigen Sätzen so viel an Anregungen und Ideen und auch an Mutmachen für junge Illustratoren vermittelt. Und mir gefällt es, dass Joe Newton auf Animationen kurz eingeht. Das ist ein Thema, das mir in letzter Zeit immer wieder in den unterschiedlichsten Gesprächen begegnet. Gute Animationszeichner, die mit Photoshop, Illustrator, Poser und vor allem auch Flash umgehen können, werden immer stärker gesucht!

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  • Interview mit Danny Franzreb

    Matias Roskos
    03. April 2007, 13:57 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Für den WDC07 hat Frank im letzten Jahr ein interessantes Interview mit Danny Franzreb, einem der besten und interessantesten Grafikdesigner Deutschlands und aktuellem Juror in unserer Jury für den Agent.RENOMEE-Contest geführt.

    Taobot

    Hier nun das komplette Interview.

    1. Ich muss gestehen, dass ich insbesondere deine Grafiken und Illustrationen sehr mag – wie hast du diesen unverwechselbaren Stil entwickelt? Mit welchen Techniken arbeitest du, woher beziehst du deine Inspirationen?
    Um ehrlich zu sein versuche ich meinen Stil eigentlich permanent weiter zu entwickeln und auch zu verändern. Obwohl das natürlich nicht ganz so einfach ist, da man eben häufig aufgrund seiner vorherigen Arbeiten und eines bestimmten Stiles für ein Projekt gebucht wird. Ich mag es eigentlich gar nicht wirklich für einen bestimmten Stil bekannt zu sein, mir ist es viel wichtiger für meine kreative Arbeit geschätzt zu werden, so gehe ich auch an Projekte heran. Ich würde mich glaube ich auch schnell langweilen wenn ich mich immer wieder wiederholen würde, deswegen berührt meine Arbeit wohl auch so viele verschiedene Disziplinen. Zu dem Stil den du ansprichst könnte man sagen, dass der schon sehr nahe an Street-Art ist, nur sehr viel detaillierter, da die Arbeiten zum Teil digital entstehen und ich so mehr Möglichkeiten habe. Das ist dann häufig ein Mix zwischen Fotographie, Illustration und verschiedenen anderen Elementen. Es kann schon schnell passieren, dass ich ein bisschen detailverliebt werde und kleinste Elemente stundenlang neu platziere, verändere und wieder verwerfe. Technisch ist mein Stil wahrscheinlich auch eher schwierig zu beschreiben, da es eben vorkommen kann, dass ich eine komplette Grafik über Processing programmiere oder mal eine Illustration mit der Hand mache. Genauso gut ist es möglich dass ich Arbeiten in 3D beginne oder meine Illustrationen auf Fotografie basieren. Man könnte zumindest sagen, ich versuche meine Ideen mit den dafür am besten geeigneten Tools umzusetzen und dabei die Qualität meiner Arbeiten konstant zu steigern. Inspirieren kann mich eigentlich mehr oder weniger alles, es kommt ganz auf die Anforderungen des Projekts an. Die wohl wichtigste Inspirationsquelle für mich sind aber Kollegen und Freunde. Durch die Diskussionen kann ich mir qualitatives Feedback und neuen Input holen, so verlässt man auch seine Isolation und kann schnell kreative Blocks auflösen.
    2. Nach dem du sehr erfolgreich als Freelancer gearbeitet hast, bist du nun als Art Director bei “Scholz & Volkmer” beschäftigt. Wie haben sich deine Arbeit und dein Tagesablauf dadurch verändert?
    Eines der Ziele meiner Festanstellung war, mehr Rhythmus in meinen Tagesablauf zu bekommen, was zum Teil auch eingetreten ist. Zumindest bin ich jetzt zu den Kernarbeitszeiten von 9 bis 18 Uhr im Büro und theoretisch die restliche Zeit zuhause. Praktisch werden meine Tage manchmal natürlich länger und es kann auch mal sein, dass ich am Wochenende arbeite oder solche Interview hier mache. Aber in meiner Zeit als Freelancer hatte ich noch deutlich weniger Struktur in meinem Tagesablauf, da hat mein Arbeitstag auch gerne mal mittags begonnen und sich bis zum nächsten Morgen gezogen. Somit hat sich mein Tagesablauf schon normalisiert, was auch meinem Sozialleben zugute kommt. Trotzdem war eine nicht ganz so geregelt Arbeitszeit auch irgendwie nett. Meine Aufgaben haben sich teilweise auch verändert oder vielleicht besser, haben sich erweitert. Als Freier war ich nicht ganz so viel mit Designmanagement beschäftigt. Die Größe und Komplexität mancher Projekte hier erfordern manchmal viel Koordinationsaufwand, was häufig auch sehr interessant ist. Zwischendurch ein kleines Special oder ein freies Projekt weiß ich dann aber auch immer zu schätzen. Beides hat Vor- und Nachteile, eine ausgewogene Mischung funktioniert für mich momentan am besten, Größe ist zweitrangig solange die Projekte interessant sind.
    3. Erzähl uns etwas mehr über dein Engagement bei BD4D.
    Ich habe vor einigen Jahren angefangen BD4D Events zu veranstalten. In Deutschland war ich Kurator von einem Event in Frankfurt und einem in Mannheim, die beide sehr gut besucht waren. BD4D sind Veranstaltungen von Designern für Designer bei denen einige Designer ihre Arbeiten präsentieren oder über relevante Themen sprechen. In Deutschland hatten wir unter anderem 3deluxe, THS und Renascent. Die Events sind immer sehr entspannt und wir engagieren uns da auch alle auf freiwilliger Basis. Das heißt, keiner bekommt Geld oder profitiert von den Einnahmen, da der Eintritt soweit möglich frei ist und selbst die Location und das Equipment so organisiert werden.
    4. Was steht für dich 2007 persönlich auf dem Programm und was denkst du, welche Entwicklungen uns im Interaktiv- und Grafikdesign erwarten?
    Für mich persönlich steht einiges auf dem Programm. Wieder mehr Events und Konferenzen denke ich, dann möchte ich auch gerne einen Lehrauftrag wahrnehmen, plus viele kommerzielle und unkommerzielle Projekte. Grafikdesign und Interaktive-Design ist schwer einzuschätzen, da zur Zeit viele Stile nebeneinander existieren und die Komplexität, aber meiner auch Qualität vieler Arbeiten konstant ansteigt. Was auch teilweise mit dem Zugang zu entsprechenden Tools wie Photoshop zusammenhängt, vor zehn Jahren wäre das undenkbar gewesen. Ich könnte mir vorstellen das aufgrund dieser Flut von Arbeiten und der hohen Komplexität man sich auch wieder mehr auf die Kernbedürfnisse der Menschen und des Projektes konzentrieren muss. Ich selbst mag hoch komplexe grafische Arbeiten sehr aber generell glaube ich das man einen Trend zur Einfachheit erkennen wird. Da möchte ich dann auch gerne auf die diesjährige Ars-Electronica oder Maedas Blog verweisen, die diesen Sachverhalt sehr gut tematisieren. Dann glaube ich auch, dass der Erfolg eines Projektes viel mehr von Usern und deren Involvement abhängen wird als vom eigentlichen Design, YouTube oder MySpace sind da gute Beispiele, na ja und die damit verbundenen Buzz-Words sind ja hinreichend bekannt. Es ist aber eben für uns Designer nur wichtig diese Fakten im Hinterkopf zu behalten unsere Arbeit an sich wird dann der Differenzierungsfaktor für eine Brand sein. Ein anderer Trend der durch die Verbreitung von kostengünstiger Technologie zunimmt, ist die Verknüpfung von Mobile und Outdoormedia. Allgemein nimmt die Medienkonvergenz zu.
    Taobot
    Hier noch einige Standardfragen:
    a) Wie würdest du dich dir selbst vorstellen?
    “Das ist Danny”. Alles Andere ergibt sich in den nächsten fünf Minuten. Ich finde es besser wenn man sich ohne viele Informationen unvoreingenommen ein Bild machen kann.
    b) Hast Du irgendwas studiert oder eine andere Ausbildung genossen?
    So undenkbar das jetzt klingen mag, ich habe Wirtschaftsinformatik an der Uni in Mannheim studiert, die ja für BWL so super bekannt ist und hab auch noch wirklich gut abgeschlossen. Ich wollte mir neben meinen vorhandenen Kenntnissen, vor allem noch mehr Fachwissen im Bereich Wirtschaft und Informatik aneignen. Dazu muss man Wissen, dass mein Vater über 30 Jahre bei IBM gearbeitet hat und ich so schon sehr früh Kontakt zu Computern und Design hatte, beispielsweise über Graffiti oder auch Skateboarding. Daher habe ich meinen Job in diversen Formen irgendwie schon immer gemacht und wahr auch früh in die Szene integriert. Vor, während und nach dem Studium habe ich immer als Freelancer gearbeitet. So konnte ich mir dann gezielt aussuchen was ich tun will und mich für meinen aktuellen Weg entscheiden.
    c) Welche Webseiten besuchst Du regelmäßig und warum?
    Diverse Design und News Portale, Google natürlich, die Seite meiner Bank und dann wechselt mein Surf-Verhalten auch schon täglich. Klar gibt’s ein paar Seiten über Fotografie oder auch verschiedenste Blogs die ich mir manchmal anschaue, aber meistens ist das sehr von meinen Zielen abhängig, ändert sich häufig und lässt sich so nicht pauschalisieren, ist ja auch das schöne am Web.
    d) Was sind Deine Lieblings-Webseiten? Welche sind Deiner Meinung nach extrem gelungen?
    Vodafone hat in letzter Zeit ein paar wirklich gelungene Web-Specials gemacht. Dahinter steht North Kingdom die generell sehr hochwertige Arbeit leisten. Die Sachen von Volvo mag ich auch sehr gerne und die 10-Ways Seite für Getty fand ich klasse. Technisch war Boooming von Cisco wirklich neu und beeindruckend. Das sind Seiten die ich jetzt spontan aufzählen kann, ohne in meine Bookmarks zu schauen.
    e) Wohin willst Du unbedingt mal reisen?
    Ein paar Staaten in Afrika, da war ich noch nie. Dann gibt’s auch noch unheimlich viele Ziele in Asien und Süd-Amerika, ich glaube ich könnte eher Orte nennen die ich nicht unbedingt noch mal bereisen muss, weil ich eben schon mal da war. Ansonsten kann ich noch ein ganzes Leben unterwegs sein ohne mich zu langweilen.
    f) Was hast du dir zu deinem letzten Geburtstag gewünscht?
    Einen neuen Rucksack zum Backpacken. Der ist übrigens klasse, einerseits weil er einer der wenigen schwarz-grauen Rucksäcke, im Gegensatz zu schreiend bunten Varianten anderer Hersteller, andererseits kann man den auch vielseitig verwenden z.B. auch als Reisetasche.
    g) Von wem würdest Du Dir Artwork ins Wohnzimmer hängen?
    Ich hab was von Nando (www.nandocosta.com) und Scott (www.iso50.com) zuhause. Spontan fallen mir dann noch Nikola Stumpo, WWFT, Nginco, Hydro74 und viele andere ein. Wobei ich eigentlich gar nicht so viele Artworks im Wohnzimmer hängen haben mag…
    h) Stehst Du auf Designer-Action-Toys? Und wenn ja – von wem steht was auf Deinem Schreibtisch?
    Prinzipiell finde ich die Toys sehr nett und würde auch gerne mal eins davon gestalten, aber ich selbst habe nicht gerade viel davon im Büro stehen. Um genau zu sein ist es exakt eine von Jason Siu, die ich mir bei Kidrobot in Soho gekauft habe, als ich in New York war. Das war Spearhead mit der Beatbox im Kopf, in einer Sonderausgabe für Kidrobot.
    i) Was muss man gelesen haben?
    Meine verkopfte Antwort wäre, kommt drauf an was für ein Mensch man ist. Meine witzige Antwort, die Anleitung. Aber ehrlich gesagt, finde ich dass man gar nichts Bestimmtes gelesen haben muss. Viel wichtiger ist, dass man überhaupt viel liest und damit ein Gesamtverständnis für sich schafft.
    j) Deine Lieblingsband/Sänger/Sängerin? (3 bis 10 Stück)
    Ich versuch es mal mit einigermaßen bekannten Kapellen. Jimmy Eat World, The White Stripes, Tool, The Used, Boy Sets Fire, Gorillaz, Jack Johnson und RZA höre ich beispielsweise immer wieder gerne.
    Taobot

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  • Interview auf dem Interview-Blog

    Matias Roskos
    13. Februar 2007, 15:18 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Allgemein

    Ich habe mich vom Interview-Blog interviewen lassen. Jedem der mich und VisualOrgasm schon kennt, emfehle ich den Sprung zur letzten Frage bzw. Antwort. Dort lege ich detailliert dar, wo es mit VisualOrgasm in den nächsten Jahren hingehen wird.

    Unter anderem verrrate ich dort, dass wir zum Ende dieses Jahres ”einen ersten mittelfristigen Vertrag mit dem österreichischen Tourismus-Verband über eine Zusammenarbeit in Sachen Communitysourcing” abschließen werden. In 2008 “können wir uns vor Praktikumsanfragen kaum noch retten, müssen aber leider aus Zeitmangel alle ablehnen.
    Mit einem großen Fernsehsender wird ein Exklusiv-Vertrag abgeschlossen. Darin wird vereinbart, das über VisualOrgasm regelmäßig Communitysourcing-Maßnahmen durchgeführt werden für die verschiedensten Formate und Themen (coolen Bandnamen finden, Inneneinrichtung für ein neues Big Brother Projekt, CD-Cover für eine neue Popstars-Band, Werbeplakate für Sitcoms, Verpackungsdesign für die hauseigene Schokolade usw. usf.).

    Außerdem müssen wir 2008 mit “der VisualOrgasm-Pixeltown … leider nach Liechtenstein übersiedeln, damit wir eine eigene Grundsteuer erheben dürfen, ohne vom Fiskus verklagt zu werden.

    2009 dann: “Die Werbeumsätze und die Einnahmen durch Communitysourcing, Bezahlbereiche wie die VOPT und Ecommerce-Applikationen auf VO werden in astronomische Höhen schnellen. Kaum eine gute Marketing-Kampagne wird ohne die Beteiligung von VisualOrgasm auskommen. Der Vertrag mit dem österreichischen Tourismus-Verband wird deutlich aufgestockt und auf zehn Jahre verlängert.”

    Und auch der anvisierte Börsengang im Jahr 2010 kommt zur Sprache: “2010 werden wir von unseren Investoren gezwungen endlich an die Börse zu gehen um gegenüber der Konkurrenz aus China nicht ins Hintertreffen zu gelangen.
    Es wird eine enge Partnerschaft mit Google vereinbart und Communitysourcing auf VO unter der Marke “VOogle” auf einer eigenen Plattform weltweit angeboten.

    Ich sag Danke für das Interview und hoffe, die Leser haben ihren Spaß und erfahren etwas mehr über VisualOrgasm, das VisualBlog, Communitysourcing auf VO und unsere großartige Kreativcommunity.

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