Die Geschichte des Internets von Melih Bilgil:
History of the Internet from PICOL on Vimeo.
Mehr dazu auf Netzpolitik und auf Lonja.de.
Die Geschichte des Internets von Melih Bilgil:
History of the Internet from PICOL on Vimeo.
Mehr dazu auf Netzpolitik und auf Lonja.de.
Überall wimmelt es nur so vor Rückblicken und Statistiken für 2008. Dem wollen auch wir uns nicht ganz entziehen. Darum hier ein kleiner Rückblick, auf die meist gelesenen Artikel im VisualBlog bzw. die Postings, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben im Jahr 2008. Viel Spaß beim neu entdecken oder wiederlesen:
Wir hoffen, euch damit noch einmal etwas Lesestoff über die Weihnachtsfeiertage zu geben. Viel Spaß!
Betterplace ist ein “Marktplatz für soziale Projekte”. Bedeutet: Menschen, die Unterstützung brauchen, treffen auf Menschen, die helfen wollen. Jeder kann sein Projekt einstellen, egal ob eingetragener Verein oder nicht. Allerdings wachen die Macher aufmerksam darüber, das kein Schindluder dort getrieben wird. Betterplace gehört von der Story her zu den Web-Highlights des Jahres, welches noch viel zu wenig beachtet wird. Aber das wird sich ändern.
Aktuell läuft dort eine wunderbare Weihnachtsaktion, die ganz auf mittlere und große Unternehmen ausgerichtet ist.
Wir bieten Ihnen zwei Möglichkeiten, während der schönsten Zeit des Jahres über unsere Internetplattform betterplace.org Gutes zu tun.
heißt es in der Beschreibung. Und weiter:
1) Der Betterplace-Wunschbaum
Wir bieten Ihnen zwei Möglichkeiten, während der schönsten Zeit des Jahres über unsere Internetplattform betterplace.org Gutes zu tun.Mit dem betterplace-Wunschbaum können Sie und Ihre Mitarbeiter über das Internet Wünsche von Hilfsbedürftigen erfüllen – z.B. den Wunsch von Tim, einem Vierjährigen, der in einem Kinderheim lebt und sich zu Weihnachten Torwarthandschuhe zum Preis von 20 Euro wünscht.
Die Wünsche hängen an einem Weihnachtsbaum in Ihrem Unternehmen. Ihre Mitarbeiter können sie abnehmen und direkt vom eigenen Arbeitsplatz aus erfüllen – über Ihre individuelle Unternehmensprofilseite auf betterplace.org. Gespendet wird einfach und sicher per Lastschrift, PayPal oder Kreditkarte. Falls erwünscht, erhalten Ihre Mitarbeiter multimediales Feedback, über das, was gemeinsam bewirkt wurde.
Sie möchten keinen echten Weihnachtsbaum in Ihr Unternehmen stellen? Der betterplace-Wunschbaum kann auch ausschließlich online abgebildet werden. In diesem Fall erhalten Ihre Mitarbeiter statt des handgeschriebenen Wunschkärtchens eine Benachrichtigung per E-Mail.
Natürlich ist es auch möglich, dass Ihre Mitarbeiter jeweils nur einen halben Wunsch bezahlen – weil Sie als Unternehmen jeweils die andere Hälfte finanzieren. Oder, dass Ihr komplettes Unternehmen gemeinsam nur einen einzigen, größeren Wunsch erfüllt, z.B einen neuen Bolzplatz für das Kinderheim Ihrer Stadt.2) Die betterplace-Weihnachtskarte
Nutzen Sie Ihre Firmenkorrespondenz zu Weihnachten, um Ihren Geschäftspartnern Ihr soziales Engagement näher zu bringen. Verschicken Sie Weihnachtskarten im eigenen Corporate Design, mit denen der Empfänger wahlweise über Ihr soziales Engagement informiert oder sogar aktiv involviert wird – indem ihm die Karte zusätzlich als Spendengutschein dient.Auch wenn wir Ihre Geschäftspartner nicht kennen – aber Pralinen und Weinflaschen bekommen diese zu Weihnachten sicherlich genug.
Verschicken Sie dieses Jahr Weihnachtskarten, mit denen Sie den Empfänger auf Ihr soziales Engagement aufmerksam machen. Oder noch besser: Beziehen Sie den Adressaten sogar aktiv darin ein – indem ihm die zugeschickte Weihnachtskarte als Spendengutschein für ein soziales Projekt Ihrer Wahl dient.
Auf Ihrer individuellen Unternehmensprofilseite auf betterplace.org kann sich der Empfänger unkompliziert über Ihr soziales Engagement informieren oder sich direkt daran beteiligen.
Falls Sie Ihre Unternehmenskorrespondenz per E-Mail abwickeln, bietet sich auch die elektronische Form unserer Weihnachtskarte an – die betterplace-eCard. Beide Karten, ob aus Papier oder digital, werden nach Ihren individuellen Wünschen gestaltet und eignen sich selbstverständlich auch zum Firmenjubiläum oder zu
anderen Anlässen.
Betterplace steht mit seinem Team organisierend und vermittelnd jederzeit zur Seite und kümmert sich um die komplette Abwicklung.
Mir gefällt diese Idee, Geld zu Weihnachten nicht für Alkohol oder andere Sinnlosigkeiten rauszupfeffern, sondern auf diese sympathische Art Gutes und Sinnvolles zu tun. Danke, Betterplace!
Regelmäßig gibts auch Infos im Betterplace-Blog.
Ich habe mir von Havana Cultura ein BuzzKit zuschicken lassen, bestehend aus einem Latin-Jazz-Album von Harold López-Nussa, einem Havanna-Stadtführer und einem Havana-T-Shirt. Ich träume schon lange davon diese traumhafte Insel einmal zu besuchen. Ein Freund von mir, Karsten, war schon dort. Dem habe ich die Seite Havana Cultura gleich mal weiter empfohlen und ihn gefragt was er davon hält. Schließlich kann er das viel besser beurteilen, da er schon dort war und sich nicht mehr so leicht von Marketing-Botschaften blenden lässt. Karsten antwortete mir Folgendes:
Sehr interessante Seite!
Ich bin ja eigentlich immer etwas skeptisch, wenn sich da ein großes Unternehmen als Mäzen bzw. Kultursponsor darstellt, aber hier hat Havana Club wirklich den Geist Kubas getroffen!
Havanna hat das Potential eine der Kulturmetropolen der Welt in der Nach-Castro-Ära zu werden. Die Menschen dort sind zwar arm, aber intelektuell gut ausgebildet und gerade aufgrund ihres sozialen Umfeldes sehr kreativ in vielen Bereichen.
Die Artikel spiegeln die kubanische Athmosphäre jenseits des Pauschaltourismus wirklich toll wieder. Besonders spannend finde ich das Interview mit dem Autor und Künstler Pedro Juan Gutierrez, der sich gerade nicht dem romantischen Bild Kubas sondern vielmehr der “dunklen” Seite verschrieben hat – einfach toll!
Auch die Vielfältigkeit der dargestellten Kulturszene ist sehr gut gemacht – vom “Millieuschreiber” Gutierrez über Diana Fuentes, die wie eine Mischung aus Annett Louisan und Judith Holofernes von “Wir sind Helden” wirkt, Tänzern, Artisten und noch vieles mehr, was ich mir noch nicht ansehen konnte. Ein wirklich guter Mix, der die Vielgestaltigkeit Kubas unterstreicht.Nur schade, dass ca. 80-90% der Kubaner diese schöne Website nicht sehen können. Zum einen, weil es Computer eigentlich nur in den Schulen, Hotels oder vereinzelt in ein paar Büros gibt und zum anderen, weil,
wenn es mal eine Internetverbindung gibt, diese kaum einem Videostream dieser Qualität standhält. Auch darf man nicht vergessen, dass jährlich viele Menschen trotz der Gefahren eines Umwetters, Hai-Unfällen oder amerikanischer Abschiebung eine Flucht über das 90 Seemeilen entfernte Florida antreten – und das tun sie nicht, weil es kein Kabelfernsehen oder kaum Internet gibt!Technisch fällt mir die recht gute Qualität der Videos auf, die auch recht flüssig abspielen und Untertitel besitzen. Die Schrift der Textpassagen ist mir etwas zu klein, was das lesen etwas anstrengt.
Witzig finde ich noch, dass es auf der Startseite einen Link extra für Kanadier gibt, die dort bei einem Preisausschreiben mitmachen und eine Reise nach Kuba gewinnen können. Witzig deshalb, weil nach dem Fall der
Mauer und dem darauffolgenden Zerfall der Sowjetunion, Kanada so ziehmlich das einzige westliche Land ist, mit dem Kuba noch einen regen wirtschaftlichen Austausch hat. Gute Freunde muss man sich eben warm halten. Neben Touristen aus nahezu aller Welt (ausser den USA, die haben Einreiseverbot) sind die einzigen Menschen, welche dort rumlaufen und weder nach Tourist noch nach Kubaner aussehen, kanadische Geschäftsreisende – vornehmlich aus der Ölindustrie.Aber besser als tausend Worte ist hier nur: hinfahren! :-)
Da bleibt mir eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer, das ich nun noch mehr Lust auf Kuba habe!!!
Die Seite ist extrem gut mit Flash umgesetzt. Erinnert mich von der Qualität und der Machart her stark an Hobnox. Exzellente Arbeit. Macht Spaß.
Karsten – ich würd sagen, damit hast du dir die CD redlich verdient! Das Shirt passt dir leider nicht. Und wenn du vor mir wieder hinfliegst, kannst du dir gern auch den Stadtführer ausleihen, der übrigens einen super Eindruck macht.
Google verliert zunehmend an Boden – vor allem auch gegenüber Wikipedia. Warum das so ist, erkläre ich in einem Artikel auf Socialnetworkstrategien.
Auszug:
Mir ist bewusst, das man Google und Wikipedia nicht 1:1 vergleichen kann. Und dennoch befriedigt Wikipedia immer besser und effektiver die Wünsche der Menschen nach Information. Google tut dies immer weniger.
Woran liegt das? Darauf gibt es eine ganz einfache, mir sehr sympathische Antwort: Wikipedia wird durch Menschen befüllt.
Ich liebe die Arbeiten von Thomas Brodahl und seiner Agentur Stolen. Und ich war von Anfang an Dauerkonsument eines der ersten und lange Zeit namhaftesten Design-Portale: Surfstation.
Doch irgendwann verlor Surfstation den Anschluss. Nun endlich erfolgte ein Relaunch. Doch der – enttäuscht. Herausgekommen ist ein simples Blog. Nicht mehr und nicht weniger. Da gibt es mittlerweile doch einige bessere. Schade. Als Thomas mir in einem Interview im Sommer 2005 für 2006 ein neues Surfstation ankündigte, dachte ich “Genial. Bin gespannt was kommt.” Mit zwei Jahren Verspätung dann nun ein neues Blog. Naja. Dennoch: viel Erfolg Jungs! Bei so viel geballter Kreativpower machts sicherlich immer mal wieder Sinn vorbei zu schauen.
Und seine Arbeiten sind und bleiben genial.
Bin heute den halben Tag nicht online gekommen. Dann fand ich eine Email von ZoneAlarm in meiner Mailbox:
Wichtiger Hinweis für Kunden von ZoneAlarm
Das Microsoft-Update KB951748 kann zu einem plötzlichen Verlust der Internetkonnektivität führen.
1. Navigieren Sie zum Fenster “ZoneAlarm-Firewall”.
2. Klicken Sie auf die Registerkarte “Firewall”.
3. Setzen Sie den Schieberegler für die Internetzone auf “Mittel”.
Ein dickes Danke an ZoneAlarm!!! Jetzt gehts wieder. Und: SUPER Microsoft. SO lieben wir euch. Update gedownloaded und… bamm… offline. Dickes Merci!!!
Ich habe gerade die wirkliche Entstehungsgeschichte des Internets entdeckt. War mir so auch noch nicht bewusst! Alle Details findet ihr auf dieser geschmackvoll layouteten Webpräsenz. Atzefitz rockt die Welt.
Meldungen wie diese machen mir Angst. Google soll nach einem Zivilrechtsurteil die Youtube-Logfiles an Viacom, den MTV-Mutterkonzern herausgeben. Dabei geht es um Urheberrechtsverletzung. Klingt erstmal nicht so wild. Aber wenn man sich überlegt, was dies für den normalen Nutzer bedeutet…
Markus Beckedahl schreibt auf Netzpolitik vollkommen richtig:
Damit Viacom von Google Geld verlangen kann, sollen die Daten aller Menschen, die sich jemals ein Youtube-Video (auch wenn es woanders eingebettet war) angesehen haben, an Viacom übergeben werden. Da sieht man mal wieder, wozu die Vorratsdatenspeicherung in Form von Logfiles führen kann. Konkret geht es um
* die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat
* den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags
* dessen Identifizierungsnummer
* sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders.
… kommen dabei konservativ geschätzte 25 Milliarden Datensätze raus. Da viele User bei vielen Webseiten den selben Login-Namen verwenden und dieser häufig auch mit dem echten Namen identisch ist, dürften sich da interessante Rückschlüsse auf die Interessen von recht vielen Menschen ziehen lassen.
George Orwell, wir kommen!
In einer Pressemitteilung teilt Adobe mit, das man in der Zukunft eng mit Google und Yahoo zusammenarbeiten möchte, um die Auffindbarkeit von Webseiten die mit Flash erstellt wurden und auch von RIA-Anwendungen spürbar zu verbessern. Ein wichtiger Schritt – für Adobe genauso für alle Flash-Entwickler. Sollten sich tatsächlich endlich die Zeiten ändern, in denen es schier unmöglich war mit Flashprojekten von Google und Yahoo gefunden zu werden?
In der Pressemitteilung heißt es unter anderem:
Adobe Systems kooperiert künftig mit etablierten Anbietern aus dem Bereich Internetsuche, um die Durchsuchbarkeit von dynamischen Webinhalten sowie Rich Internet Applikationen (RIAs) deutlich zu verbessern. Zunächst ermöglicht Adobe mit einer optimierten Adobe® Flash® Player Technologie Google und Yahoo!, Inhalte aus dem Flash-Dateiformat (SWF) zu indizieren, die bei Recherchen bisher nicht gefunden wurden. Dadurch wird die Anzahl relevanter Treffer in Suchergebnissen innerhalb der vielen Millionen RIAs und anderen dynamischen Inhalten, die auf Basis des Adobe Flash Player laufen, signifikant erhöht.
…
“Bislang stellte es eine echte Herausforderung dar, nach den Millionen von RIAs und dynamischen Inhalten im Web zu suchen. Wir treiben deshalb die Verbesserung der Suche nach Inhalten voran, die über den Adobe Flash Player laufen“, so David Wadhwani, General Manager und Vice President der Platform Business Unit bei Adobe. „Wir arbeiten nun zunächst mit Google und Yahoo! daran, die Suche nach reichhaltigen Inhalten im Web spürbar zu verbessern. Ziel ist es, diese Möglichkeit auszuweiten und sie für alle Ersteller von Inhalten, Entwickler und Endverbraucher nutzbar zu machen.“
…
„Google hat intensiv daran gearbeitet, das Lesen und Finden von SWF-Dateien zu verbessern”, so Bill Coughran, Senior Vice President of Engineering bei Google. „Durch die Zusammenarbeit mit Adobe können wir nunmehr Besitzern von Webseiten, die sich dafür entscheiden, Seiten mit der Adobe Flash-Software zu erstellen, dabei helfen, Inhalte besser zu indizieren. Indem wir das Durchsuchen von dynamischen Inhalten optimieren, werden wir letztlich auch das Sucherlebnis unserer Nutzer verbessern.“
…
„Designer und Webentwickler sind seit langem darüber frustriert, dass Suchmaschinen nicht besser auf Informationen in Inhalten zugreifen können, die sie auf Basis der Flash-Technologie erstellen. Es freut uns zu sehen, wie Adobe und die Suchmaschinen direkt zusammenarbeiten, um die Situation zu verbessern“, so Danny Sullivan, Chefredakteur von SearchEngineLand.com. „Diese Veränderungen sollten dabei helfen, Informationen zu erschließen, die bislang ‚unsichtbar’ waren, und letztlich zu einem besseren Sucherlebnis führen.“
Dem ist nix mehr hinzu zu fügen. Außer einem laut vernehmlichen: ENDLICH!