Stichwort: Gedankengänge

  • The End of the Web as we know it

    Frank Feldmann
    30. März 2008, 10:00 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Web 2.0

    CREATE OR DIE macht sich Gedanken wie der ganze Web 2.0-Hype das Web verändern wird und hat Autoren verschiedenster Sparten zusammengetrommelt, sich die aktuelle Entwicklung anzusehen und den Kopf darüber zu zerbrechen, wie das Web wohl künftig aussehen könnte. Mit dabei sind unter anderem Duane Nickull von Adobe, Jens Grochtdreis von SinnerSchrader, Mario Grobholz von MyON-ID, Hans Fischer von Rolotech und Thomas Biskup von QuinScape. Dem Projekt wurde der Titel “The End of the Web as we know it” gegeben.

    Der erste Artikel ist nun online. Für den Blick in die Zukunft wird erst einmal ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Heidi Jovanovic hat sich mit den Anfängen des World Wide Web beschäftigt, auf erfrischende Art und Weise. Sämtliche Artikel der Serie werden ab sofort peu á peu, Woche für Woche veröffentlicht.

  • Bin ich ein Berliner? Oder: Was sollen die Fisimatenten?

    Frank Feldmann
    11. März 2008, 15:37 Uhr, 3 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Ich nehme meine Meinung gleich mal vorweg. Braucht Berlin eine Imagekampagne? Einen Slogan für die weite Welt? Eine Formel für das eigene Verständnis? 3 x ein klares “Nein”! Aber mich fragt ja Keiner. Und so haben wir sie nun, die Kampagne und können “Berlin sein“.

    Sind wir das nicht? Berlin ist für die Meisten hier ein Lebensgefühl. Egal ob hineingeboren oder hineingezogen. Und wer mal hier war, der lässt zumindest den berühmten Koffer in der Stadt. Mann hasst die Stadt oder man liebt sie. Ich liebe Berlin. Im Frühling, Sommer und auch im Herbst. Im Winter etwas weniger. Ich bin seit meiner Geburt Berlin. Ich lebe Berlin. Und nun erfahre ich, dass das Berliner Selbstwertgefühl aufgebaut werden muss. Aha! Schon mal was von der “großen Klappe” der Berliner gehört? Schon mal im Ausland gewesen und die leuchtenden Augen der Gesprächspartner gesehen, wenn man sagt, dass man Berliner ist? Man möchte gar nicht glauben, dass die Kampagne von einem regierenden Bürgermeister mit iniitiert wurde, der selbst gebürtiger Berliner, weltoffen und regelmäßig auf Reisen ist. Sind die Partner für Berlin von Bonnern, Hamburger und Münchnern unterwandert?

    be Berlin

    OK – zumindest die Webseite gefällt mir. Vom Design her. Inhaltlich kann ich nicht nachvollziehen, wie man die Hauptseite in Flash bauen konnte. Und auch mit den Elementen des Social-Web, die im Mittelpunkt der Webseite zu einer Kampagne mit dieser Sende- und Empfangsnachricht stehen sollten, wird eher halbherzig umgegangen. Es ist schon etwas absurd, wenn ein Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden soll, wir aber gar nicht zusammenkommen können. Wo ist die zu so einer Plattform ja schon unabdingbar dazu gehörende Community? Warum können die Geschichten von mir nicht kommentiert werden? Bewerten kann ich sie (irgendwie?), aber gerade das macht ja an der Stelle nun mal gar keinen Sinn. Jede Geschichte, die eine Berlinerin oder ein Berliner zu erzählen hat, ist eine Top-Geschichte! Was soll sie sonst da? Und so bin ich jetzt mal gespannt welche Storys in den nächsten Tagen überhaupt den Weg auf die Plattform finden, ob sich insbesondere die üblichen Verdächtigen da abfeiern lassen (müssen) und wie sich die ganze Idee entwickelt.

    Eigentlich könnte man sich ja in Berliner Art entspannt zurücklehnen, kurz die Augen reiben und jut is. Wenn da nicht auch das ganze schöne Geld wäre, was da verbrannt wurde. Wird nicht wenig gewesen sein (an den Spekulationen über die Höhe will ich mich mal besser nicht beteiligen…). Als ob wir nicht tatsächliche Probleme in der Stadt haben. Ein Imageproblem in der Innen- und Außenansicht gehört ganz sicher nicht dazu.

    Freut mich übrigens sehr, dass Johnny Häussler das ähnlich sieht. Aber hey – der hat ja auch den Spree(durch)blick.

    Und jetzts sei ich wieder leise.

  • Berliner Stadtkind

    Frank Feldmann
    12. Februar 2008, 08:19 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Allgemein

    Ich bin ein Kind dieser Stadt und mag Stadtkind, dass monatlich kostenlos erscheinende Berliner Stadtmagazin, voll mit Adressen, Terminen und Stadtkultur. Was mich jedes Mal überrascht sind vor allem die redaktionellen Beiträge, die Interviews und Artikel, die sich durchweg auf einem hohen journalistischen Niveau bewegen, kurzweilig und informativ sind und jeweils auch super aktuell. Ein Anspruch, den nicht jedes kostenlose Stadtmagazin (siehe z.B. 030) an sich stellt. Stadtkind tut das und tut gut daran, denn auch da wird sich Qualität letztendlich durchsetzen und für Anzeigenkunden interessant werden. Ich freu mich schon auf die nächste Ausgabe. Also – Augen auf im Berliner Stadtverkehr und das Stadtkind eingesteckt, wenn ihr es das nächste mal seht.

    Stadtkind

    Und auch das Online-Portal der Stadtkinder kann sich sehen lassen – aufgeräumt und informativ. Allerdings noch mit jeder Menge Potenzial und vom Content her auch (noch) nicht so exzellent, wie das Printmagazin. Vielleicht sollte man sich mal auf eine Berliner Weiße treffen und über den Aufbau von Communitys und über Contenpflege im Netz reden. So von Berliner zu Berliner…

  • Web Designers Calendar 2008 – Webdesign zum anfassen

    Frank Feldmann
    07. November 2007, 11:22 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Kultur, Webdesign

    Bereits seit einigen Tagen kann der Web Designers Calendar für 2008 bestellt werden und ich bin wieder sehr stolz, was ich da gemeinsam mit Thomas Filip, unterstützt von Spreadshirt und dem Norman-Beckmann-Verlag, auf hochwertiges Papier gebracht habe. Die insgesamt 25 Artikel vermitteln Anregungen für den täglichen Umgang mit Ideen, Werkzeugen und Kunden, wollen Fantasie und Kreativität stimulieren und dabei helfen, im Spannungsfeld von neuen Kommunikationsformen und Technologien, von veränderten Nutzererlebnissen und User-Erwartungen, Positionen zu finden und für sich zu besetzten. Illustriert sind die Beiträge wie gehabt mit Referenzen der Autoren, herausragendem Artwork und außergewöhnlichen Webseiten der letzten Zeit.

    Mit dabei sind u.a. Adhemas Batista, Rainer Michael, Dieter Rappold, Andreas Gahlert, JvM/Neckar, Scholz und Volkmer, Manuela Hoffmann und viele mehr…

    Web Designers Calendar 2008

    Auch wenn (oder vielleicht gerade weil?) die Arbeit des Webdesigners fast ausschließlich am Bildschirm stattfindet, ist bei vielen Designern die Liebe zum Papier, zum Gedruckten, zum Fühl- und Anfassbaren ungebrochen. So hoffen wir auch in diesem Jahr, dem Webdesigner einen Begleiter an die Hand zu geben, der gerne eingesteckt, angeschaut, durchgeblättert und beschrieben wird. Webdesign zum anfassen eben.

  • Auf Wiedersehen 2006 und herzlich Willkommen 2007!

    Frank Feldmann
    31. Dezember 2006, 16:01 Uhr, Kommentare deaktiviert

    Auf Wiedersehen 2006 und herzlich Willkommen 2007!

    Das letzte Jahr war ein gutes Jahr für VisualOrgasm. Unser Web-Design-Link-Portal erreicht konstant über 100.000 Besucher im Monat, wir haben uns mit unserem VisualBlog schnell einen festen und anerkannten Platz in der Blogosphäre erarbeiten können, unsere Kompetenzen im Comunitysourcing haben sich weiter gefestigt und aus unserer Pixeltown ist eine Boomtown geworden. Grund genug für uns, zufrieden zurück und voller Zuversicht und neuer Ideen in die Zukunft zu schauen.

    Und das neue Jahr wird gleich mit einem Hammer beginnen: Mit einem Design-Contest im Rahmen einer noch nie da gewesenen Aktion mit einem Musikstar und Sony Ericsson. Schon einmal ein Live-Konzert in einem Flugzeug auf 30.000 Fuß erlebt? Nein? Na dann seid gespannt…

    Diese ganze Entwicklung wäre nicht möglich gewesen, wenn ihr uns nicht unterstützt hättet. Mit euren Besuchen und Feedbacks habt ihr dazu beigetragen, dass wir heute so positiv Bilanz ziehen können. Wir bedanken uns bei unseren täglichen Usern, bei all den Kreativen da draußen, bei den Teilnehmern am „Cajong- und Mister-Wong-Contest“, bei unseren XING-Kontakten, bei den Mietern unserer Pixeltown und bei unseren Werbepartnern und Sponsoren.

    Ein besonders herzliches Dankeschön für Support und Inspiration geht an:

    Carlo Blatz, Normann Broschk, Martin Oetting, Rob Nikowitsch, Torsten Wohlrab, Lars Wolfram, Uli Wolter, Matthias Pries, Elke Reinhardt, Markus Rosse, Marie Sann, Matthias Schlecker, Christian Boris Schmidt, Marc Thiele, Andreas von Borstel, Fabio Bacigalupo, Robert Basic, Jochen Krisch, Orlando Mittmann, Till Klampäckel, Lars Denicke, Hannes Treichl, Kai Tietjen, Christian Clawien, Patrick Breitenbach, Manuela Hoffmann, Karsten Rieger, Steffen Markowski, Heiko Großmann, Lukasz Gadowski, Kolja Hebenstreit, Arne Hoffmann, Nathan Jurevicious, Jürgen Stumpe, Matthäus Krzykowski, Sebastian Küpers, Rainer Michael, Andreas Milles, Pascal Jeschke, Christine Stumpf, Christo Manazidis, Hendrik Bagit, Judith Marthaler, Mandy Reinmuth, Markus Schindler, Danielle, Roman Bittner, eboy , Danny Franzreb, Ingo Ramin, Fabian Geyerhalter, Büro Destruct, Dirk Behlau, Jens Franke, Dirk Schütze, Martin Roell, Michael Tzscheppan, Daniel Boran, Clemens Schimpf, Rob Ford, Norman Beckmann, Thomas Filip und an all jene, die wir vergessen haben…

    Und natürlich an unsere Familien, die uns mit viel Verständnis immer wieder den Rücken frei halten. Alle gemeinsam rutschen wir nun ins neue Jahr.

    CU 2007!

    Euer VO-Team

  • Blick in die Zukunft: Longtail-TV

    Matias Roskos
    04. Dezember 2006, 06:38 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Allgemein, Web 2.0

    Geht es ihnen auch so? Sie zappen durchs abendliche Fernsehprogramm und sind einfach nur genervt. Von soviel Schwachsinn gemixt mit endloser Werbung. Seien wir doch ehrlich: Fernsehen macht kaum noch Spaß. Und wenn es mal eine Sendung gibt, die einen interessiert, muss man zu der Zeit zu einem Abendessen oder schläft schon. Fernsehen ist so derartig unflexibel, dass es doch eigentlich schon nicht mehr zeitgemäß ist. Klar – man kann Sendungen aufnehmen. Aber was für ein Aufwand, um dann vielleicht mehrere Sendungen aneinander gereiht in Ruhe zu sehen, ohne Werbeunterbrechung. Nein, das macht alles keinen Spaß mehr.

    Das ist ein Grund, warum so viele Menschen in den Spielebereich wechseln und lieber online oder am PC zocken statt fern zu sehen. Hierzu passt auch die JIM-Studie für 2006. (via Heise.de: “Jugendliche verzichten lieber auf Fernseher als auf PC”). Aber was kommt in der Zukunft? Wo führt die Entwicklung hin? Youtube, Revver oder Sevenload machen es vor, sage ich. Die Aufnahme von visuellen Inhalten wandert ins Internet ab. Und wir sind erst am Anfang einer Entwicklung! Denn noch ist das alles kaum sexy, das Feeling stimmt noch nicht.

    Man geht auf Youtube, sucht umständlich, findet vielleicht was. Ist aber nur 30 Sekunden lang. Noch ein 30-Sekunden-Filmchen. Und noch eins. Wird bald langweilig. Nein – das Fernsehen der Zukunft wird anders aussehen. Der Zuschauer stellt sich seinen Fernsehabend im Internet selbst zusammen. Warum soll ich das Fußballspiel nicht eine Stunde zeitversetzt sehen? Und danach den Bericht über Neufundland, der vorgestern im TV lief. Und danach drei Folgen “Lost”. Alles mittels einer Software eingerichtet und abgespielt. Diese Software holt sich die Inhalte von verschiedenen Plattformen. Dort hat sie mich registriert und ich konnte einstellen, für was ich bereit bin auch was zu bezahlen. Ja, Bezahlcontent. Anders wird es nicht gehen. Keine Angst. Es wird Flatrates geben von einzelnen Sendern und Programmanbietern. Wenn mich die Fußball-Bundesliga oder die NBA im Monatsabo sagen wir 3,- Euro kostet – das wär doch okay. Aber ich kann dann zu jeder Zeit alles sehen. Warum nicht drei Cent für einen interessanten Bericht über die Galapos-Inseln? Auch die halbprofessionellen Filme von Hobby-Journalisten, Gärtnern, Köchen usw. gehören dann zum Angebot. Longtail im TV. Es wird ein Mix stattfinden zwischen professionell produzierten Inhalten, zu denen neben Reportagen auch Spielfilme, Serien, Comedyshows usw. zählen mit den Inhalten der “Normal-User”. Die TV-Produzenten müssen sich dann gegen kleine Hobbystudios behaupten. Menschen werden sich darauf spezialisieren Onlineinhalte, kleine Filme von Usern, zusammenzuschneiden und nochmal aufzubereiten. Damit man nicht lauter Videoschnipsel hat, sondern längere Sequenzen. Das dürfte interessant werden, welcher kleine Möchtegern-Produzent es schafft bei den Leuten regelmäßig auf dem Bildschirm zu erscheinen. Es wird Nachrichtensendungen von Bloggern geben, die an kein Unternehmen gebunden sind und unabhängig agieren können. Zeitungen werden in diesen Markt eindringen und ihre Inhalte ganz neu aufbereiten. Es wird eine viel größere Vielfalt geben. Unendlich viele Quellen stehen uns dann zur Verfügung. Und der User bestimmt, was erfolgreich ist. Einschaltquoten sind dann viel genauer Messbar. Aber auch das Longtail hat eine echte Chance. Denn die Filme liegen nur auf Servern und warten, dass sie abgerufen werden. Es muss kein teurer Sendeplatz im TV damit belegt werden.

    Natürlich wird es die aktuelle Nachrichten, die Tagesschau zum Beispiel geben. Und wer sie weiterhin Punkt 20 Uhr sehen möchte – kein Problem. Wer aber vorher noch sein Warcraft-Spiel zu Ende spielen will, kann sie auch erst danach sehen. Kein Problem. Mittels seiner TV-Software wird das möglich werden. Ich bin mir sicher, die Softwareschmieden sitzen schon fleißig daran und basteln für uns die entsprechenden Programme, damit wir bequem vor dem Rechner bzw. dem riesen Flatscreen sitzen und unser selbst zusammengestelltes Programm sehen können. Zu jeder Tageszeit. Was immer wir wollen, wann immer wir wollen. Hach. Herrlich!

    Nachtrag [8.12.2006] : Auf Techcrunch wird darüber gemunkelt, dass mehrere us-amerikanische TV-Sender dabei sind eine Kooperation zu schmieden und ein eigenes Konkurrenz-Portal zu Youtube online zu bringen. Das passt genau in meine obigen Gedanken hinein.