Site of the Week: M. Night Shyamalan

M. Night Shyamalan gehört für mich zu den innovativsten und spannendsten Filmemachern. Sein „Unbreakable“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich mag die fantasievolle, mystische Art und Weise, mit der er seine Geschichten erzählt, die Überraschungsmomente, das Spiel von Licht und Farben, die Musik – einfach alles! Und so freuts mich, dass er nun auch eine exzellente atmosphärische Webseite am Start hat, die genau all das widerspiegelt.

M. Night Shyamalan

Außer Kontrolle: Control

Seit Donnerstag läuft “Control” nun offiziell in den deutschen Kinos und Leute – geht in diesen Film! Ich hatte das große Glück bereits bei der Deutschlandpremiere vor ein paar Tagen in Berlin dabei sein zu können – coole Sache hinter Bela B. am Popcornstand zu stehen – und meine ohnehin schon hohen Erwartungen wurden nochmals übertroffen. Anton Corbijn hat mit seinem ersten Kinofilm ein kleines Meisterwerk abgeliefert. In beeindruckenden schwarzen und weißen Bildern steht in seinem Film der Ian Curtis im Mittelpunkt, der sein Genie und seinen Wahnsinn vielleicht so gar eher zufällig als Frontmann einer Punk-Band ausgedrückt hat. Auch mit Gedichten oder Bildern hätte er die Welt an der Zerrissenheit und Auswegslosigkeit seiner selbst teilhaben lassen können. Oder er hätte es zufällig ganz bleiben lassen, so wie er es zufällig nicht tat. Irgendwie kennt doch jeder von uns einen, der so tickt, wie Curtis. Oder kennt selber Situationen, in denen man die Kontrolle über sein Leben verliert. Warum auch immer. Und so ist “Control” fast nebenbei ein Musikfilm geworden und auch für alle interessant, die gar nicht so viel mit Joy Division selbst anfangen können, sich aber für außergewöhnliche menschliche Schicksale interessieren. Und von denen sind einige mit dem kurzen Leben des Ian Curtis verbunden und werden von dem Schauspieler-Ensemble brillant auf die Leinwand gebracht. Allen voran Sam Riley, Samantha Morton und Alexandra Maria Lara spielen ihre schwierigen Rollen grandios.

Control!

Kaum zu glauben, dass Corbijn bei der Finanzierung des Films auf private Investments seiner Freunde, wie z.B. von Herbert Grönemeyer oder Martin L. Gore angewiesen war. Alle zusammen können sich nun über den beachtlichen und absolut verdienten Erfolg freuen. Sehr lesenswert ist in diesem Zusammenhang ein Artikel im Tagesspiegel, der sich wunderbar geschrieben mit der interessanten Entstehungsgeschichte des Films beschäftigt.

Ans Herz legen möchte ich euch auch den Soundtrack – der neben den bekanntesten Joy Division Songs auch Titel von David Bowie, den Sex Pistols, Velvet Underground auch neue Stücke von New Order und eine geniale Version der Killers von “Shadowplay” enthält – und das Fototagebuch, dass die exzellente Optik des Films – tiefe Verbeugung vor dem Kameramann Martin Ruhe – perfekt festhält.

Besser hätte mein Kinojahr 2008 nicht anfangen können.

Control

Eines der Themen, die in unserem Blog definitiv zu kurz kommen ist die Rubrik „Film“. Und das, obwohl Matias und ich filmbegeistert sind. Vielleicht ein guter Vorsatz fürs neue Jahr, auch mehr darüber zu berichten. Und so hab ich am 10. Januar schon mal ein dickes Kreuz in den Kalender gemacht. An dem Donnerstag startet „Control“ im Kino eures Vertrauens und auf den Film freue ich mich aus mehreren Gründen.

Es ist der erste Spielfilm von Anton Corbijn, den ich als Fotograf, Stagedesigner und Videofilmer regelrecht verehre und dessen Arbeit, insbesondere für Depeche Mode, U2 und Herbert Grönemeyer ich nun schon seit über 20 Jahren verfolge. Mehr als logisch und konsequent, dass sich auch sein erster Kinofilm um das Thema Musik dreht, nämlich um die kurze und um so intensivere Lebensgeschichte des Ian Curtis, seines Zeichens charismatischer Frontmann der britischen Post-Rock Band Joy Division. Womit wir bei den nächsten Gründen für den Kauf der Kinokarte sind – ich mag sogenannte Biopics, Musikfilme sowieso und Joy Divisions „Love will tear us apart“ gehört mit zu den ersten ernstzunehmenden frühmusikalischen Kindheitserinnerungen die meinen späteren Musikgeschmack wohl maßgeblich mit prägte. Passt also alles prima zusammen.

Control

Corbijn war übrigens einer der ersten Fotografen, der Anfang der 80er überhaupt Joy Division für ein Foto-Shooting vor die Kamera bekam. Auch da schließt sich ein Kreis. Ich bin sehr gespannt auf den Film.

Webcuts.07: And the winner is ….

Nach dem im September in Hamburg und Barcelona das diesjährigen bitfilm-Festival über die Bildschirme ging, wurden nun in Berlin die Webcuts.07 verliehen. Beide Veranstaltungen supporten und prämieren den digitalen Film auf hohem Niveau, wobei der Schwerpunkt der Webcuts auf Filmen liegt, die speziell fürs Web produziert werden.
Diese Internetkurzfilme aus aller Welt begeisterten nun also das Berliner Kinopublikum und die internationalen Besucher in Second Life, wo die Show erstmals parallel gezeigt wurde. Von über 200 eingereichten Filmen boten 23 ausgewählte Beiträge junger Regisseure aus Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, Israel, Kanada, Schottland, Schweiz, Serbien, Spanien und den USA einen spannenden Wettbewerb.

Die Jury von ausgewiesenen Medienexperten hatte es nicht leicht bei der Prämierung der gestalterisch hervorragenden Movies, die gleichermaßen von Design- und Filmstudios, aber auch als freie Arbeiten von jungen Autoren und Hochschulstudenten eingereicht wurden. Kinopublikum und die Avatare der Kinovorführung in Second Life wählten ebenso ihren Favoriten.

Der Hauptpreis in der Kategorie; „Best Film“ ging an „I lived on the Moon” von Yannick Puig (Frankreich/Spanien)

Von der ersten Sekunde an zieht „I Lived On The Moon“ durch seine außergewöhnliche Gestaltung der Charaktere, die visuelle Sprache und Symbolik in seinen Bann. Nicht zuletzt das Tempo, das einhergeht mit der Musik, machen diesen Film zu einem herausragenden Werk. Erst sehen wir die Welt nur als Puppentheater, eine Vorführung aus Papier und Pappe, beeinflusst von tibetanischer und nepalesischer Kunst und Farbwelt. Dann beginnt die Reise steil in die Höhe und wir fliegen stetig gemeinsam mit dem Jungen gen Mond. Hier zeigt 3D-Animation – jenseits des Photorealismus – seine ganze Stärke und Wirkung. Atmosphäre und Schwerkraft von Lebewesen, die man aus der Unterwasserwelt kennt, aber hier im Himmel schweben, erzeugen eine melancholische Traumwelt. Die Flucht vor den Menschen – symbolisch als Kämpfer der Sonne in bedrohlichem Rot gekleidet – gelingt nur knapp.“ So das Urteil der Jury.

Der beliebte Publikumspreis ging an Filmemacher Sheldon Lieberman aus Australien und seinen Beitrag „Global Warming“.

Alle Filme der Preisträger und Informationen rund um die Webcuts.07 könnt ihr euch natürlich auf der Webseite ansehen. Es lohnt sich!

Webcuts.07

Am 11. Oktober 07 werden die besten Internet-Kurzfilme hautnah dem Berliner Publikum im Kino CineStar/ Sonycenter am Potsdamer Platz präsentiert und weltweit für das internationale Publikum in einem Kino in Second Life. Mit ausgewählten internationalen Beiträgen aus Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, Israel, Kanada, Schottland, Schweiz, Serbien, Spanien und den USA verspricht der Wettbewerb einen spannenden und unterhaltsamen Abend. Webcuts, 2001 als Szeneevent gegründet, übernimmt mittlerweile eine Vorreiterrolle im Reigen der Festivals, die sich mit innovativen und anspruchsvollen Filmen aus dem Internet auseinandersetzten.

Besonders gefällt mir auch, dass das keine elitäre Veranstaltung hinter verschlossenen Türen ist, sondern dass jeder dabei sein kann. Die Verleihung steigt nämlich öffentlich und die Tickets für den Webcuts.07-Award kosten moderate 7,50 €, ermäßigt 5,- € und berechtigen gleich noch zum Eintritt auf die anschließende Party. Alles natürlich nur, so lange der Vorrat reicht.

Schade finde ich wieder, dass die Veranstaltung mit einer anderen kollidiert. Wie schon im letzten Jahr – da wars es zeitgleich mit der Pictoplasma – läuft auch in diesem Jahr mit der Xtopia eine Konferenz mit ähnlicher Zielgruppe. Schön für Berlin, schade für einen wie mich, den beide Veranstaltungen interessieren. Da wünsche ich mir doch zukünftig eine bessere Abstimmung im Veranstaltungskalender.

Webcuts.07 Wettbewerb gestartet!

Alle Kreativen weltweit werden aufgerufen, bis zum 15. September 2007 ihre Beiträge aus den Bereichen Design, Motion Graphics, Flash, 3D-, Trick-, Interaktiv- oder Realfilm einzureichen. Voraussetzung für die Annahme der Beiträge ist, dass sie für das Internet produziert oder hauptsächlich darin veröffentlicht worden sind.

Webcuts.07

Dieses Jahr werden zum ersten mal die Beiträge der Vorauswahl für die Nominierung bereits ab September, also 6 Wochen vor der Internet Film Fest-Nacht, auf der Website präsentiert. Über Voting können die Website-Besucher für den Gewinner der Webkatz-Community-Trophäe stimmen. Die Plattform dient aber auch dem weltweiten Dialog zwischen Designern, Filmemachern und Publikum. Über Weblog und moderierte Live Chats werden sich Profis und Einsteiger, Enthusiasten, Interessenten und Neugierige aus aller Welt austauschen können. Ziel ist es, gerade den jungen Filmemachern den Zugang zu internationalen Kontakten zu ermöglichen. Eine Weiterentwicklung des Wettbewerbs, die wir sehr begrüßen!

Alle weiteren Details zu den Webcuts.07 gibt es natürlich auf der Webseite.

Bitfilm auf allen Kanälen

Heute startet auf unserer Lieblings Bilder- und Video-Plattform sevenload der neue Kanal Bitfilm TV, in dem sich alles um die digitale Filmkultur dreht. Dahinter steckt die Firma Bitfilm Networks, die auch das jährliche Bitfilm-Festival des digitalen Films und den Bitfilm-Club für Filmkreative betreibt.

Unter dem Titel ‚Inside‘ wird Bitfilm TV regelmäßig Specials zu aktuellen Hollywood-Produktionen senden, die auf Computeranimation und digitale Effekte setzen. Zum Start gibt es ein Special über den 3D-Film Shrek der Dritte von Dreamworks Animation. Neben Filmausschnitten gibt es Interviews mit den Regisseuren und Animationsspezialisten zu sehen.

Jeden Donnerstag läuft bei Bitfilm TV unter ‚Masterminds‘ ein neues Portrait eines ausgewählten Digitalfilm-Künstlers. Das können herausragende 3D-Animatoren oder Videoclip-Regisseure sein, aber auch bisher noch unbekannte Gamer, die mit ihren Computerspielen Filme drehen – so genannte Machinima Movies. In der ersten Ausgabe wird der französische Flash-Künstler David Berlioz vorgestellt.

Zu der Meldung passt auch noch der Hinweis, das der Einsendeschluss zum 8. Internationale Bitfilm-Festival für digitalen Film auf den 1. Juli 2007 verlängert wurde. In sechs Kategorien können 3D-Computer-Animationen, Filme in digitaler Mischtechnik, Flash-Trickfilme, mit Games erstellte Machinima-Movies und für Handys produzierte Kurzclips eingereicht werden. Ab dem 9. August werden die nominierten Filme im Internet weltweit zur Abstimmung gestellt.

Eigenartiges Design: The Internet Movie Database

Eigentlich wollte ich diese Seite euch erst präsentieren als DIE Anlaufquelle für Fragen zu Kino- und Fernsehfilmen. Doch als ich dann auf der Seite war und mich umschaute, merkte ich, wie hässlich diese Seite ist. Und dazu dieses Logo. IMDbDas ist gar nicht mal SO schlecht. Aber es passt Null zum Rest der Seite. Sehr eigenartig. Was meint ihr dazu? Wie findet ihr Logo und Design der Internet Movie Database (IMDb)?