Dirty Doering – I Would – Bar 25 -15 from kai kurve on Vimeo.
Mit großer Freude können wir unseren ersten Film hier auf dem VisualBlog präsentieren: xoo ist ein empfindsames, audiovisuelles Gedicht, das Teil eines künstlerisch interdisziplinären Projekts ist. Wir, dass sind keychee und ich, haben uns Mitte diesen Jahres zusammen gefunden, um gemeinsam zu arbeiten. Ziel des Ganzen war und ist es, von verschiedenen Grundlagen auszugehen. Auf einen meiner Text sollte keychee ein Bild- und Sounddesign entwerfen und umgekehrt, auf sein Sound- und Bilddesign ich einen Text. Inspiration schöpfen wir also jeweils aus dem Schaffen des Anderen. Ganz klar können wir allerdings nicht trennen, weil das Meiste im Miteinander entsteht.
Da es sich um ein sehr intuitives Werk handelt, dessen Leerstellen nicht durch unsere eigene Interpretation gefüllt werden sollen, verzichten wir auch auf diese. Wir wünschen euch viel Empathie und freuen uns über rege Kritik, Anmerkungen und Fragen.
Diesmal 90 Minuten voller Romantik, Begierde und Neurosen.
Liebe liegt in der Luft, sie duftet nach Großstadt: In der Augustausgabe von Shorts Attack folgt interfilm urbanen Liebesgeschichten, flüchtigen Begegnungen, leidenschaftlichen und skurillen Verabredungen und gefährlichen Sex. Die bizarrren Paarungsphilosophien diverser Großstädter bieten ein unterhaltsames Bild der Liebe und der urbanen Lust.
Klassiker wie “El Columpio” oder “Comme un air…” treffen auf neue Kritikerlieblinge wie “Medianeras” und stargeladene Beiträge wie “Voyage d’affaires” (dessen Hauptdarstellerin Melanie Laurent 2009 in Tarantinos “Inglourious Basterds” zu sehen war). Wir wünschen einen leidenschaftlichen Abend!
Das Programm für den Abend findet ihr hier.
Wann: Mittwoch, den 25. August 2010 um 20:00 Uhr.
Wo: Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz.
Heute stelle ich euch eins meiner persönlichen Lieblingsprojekte vor: Die Interviewcollagen von Chris Janosch Delcker.
Sein Projekt heisst Urban Observations, eine Online-Dokumentar-Serie, die vergangenes Jahr sechs Künstler durch New York begleitet hat: Eine Drag Queen, einen Karikaturist, eine Kuratorin, einen Regisseur, eine Autorin und einen Maler. Sie sprechen über ihr Leben, und was die Stadt für sie bedeutet. Jeder von ihnen hat eine Geschichte zu erzählen. Jeder hat eine eigene Vergangenheit. Jeder hat Träume.
Zusammen formen die sechs Videos ein Mosaik; ein Bild der Stadt New York, in Zeiten der Rezession.
Nun legt Chris seine Reihe neu auf und zwar hier in Berlin. Die künstlerischen Berufe und Berufungen bleiben gleich, die Menschen sind anders und die Stadt erst recht. So wird das Projekt um eine neue Ebene erweitert. Von dem Mikrokosmos der Menschen, die wie Spuren den urbanen Dschungel beschreiben, zum Makrokosmos der Städte, die sich als einzelne Teile in das Gesamtbild der Welt fügen. Natürlich sind es auch persönliche Zeugnisse, die der Cross-Media-Journalist Chris Janosch Delcker hier ablegt. Denn in allem ist auch seine eigene Spur enthalten, von der Auswahl der Künstler über die Photographie bis hin zu Musikauswahl, Schnitt und Veröffentlichung, alles geschieht in Eigenregie, in allem ist er als Charakter selbst spürbar.
Und eben dies macht seine Interviewcollagen so besonders, so gehaltvoll. Ich hatte die Gelegenheit, einen Abend mit Chris hier in Kreuzberg in einer Kneipe zu sprechen. Wenn man ihn trifft, fällt sofort die ruhige Aufmerksamkeit seines Wesens auf. Dies und ein reiner Idealismus, sich auf das Schöne und Gute im Leben zu konzentrieren. Er nimmt sich Zeit für seine Collagen, geht mit Ruhe und Bedacht zu Werk und nimmt dem blinden Aktionismus und der allgemein üblichen Medienhektik ihre Rasanz, ersetzt diese durch ein maßvolles Tempo und Empfindsamkeit. Seine Werke sind eine Rückbesinnung auf das Wesentliche, im Fokus steht ganz der Mensch.
VisualBlog wird von heute an jede neue Folge seines Projekts featuren. Wir beginnen mit der ersten aus der Berlinreihe: Die Drag Queen Gina Tonic aus Kreuzberg. Einmal mehr hat Chris hier die Musik von meinem Freund keychee verwendet, was mich sehr freut und großartig zusammen passt. Vorhang auf für einen weltoffenen, unverstellten Blick auf das urbane Menschsein.
Urban Observations: Gina Tonic from Urban Observations on Vimeo.
Beiß-Alarm: Mehr Bettwanzen in Berlin – In Berlin wurde ein Bettwanzen-Anstieg um 124 Prozent zu 2007 ermittelt. Ärzte warnen vor den Bissen.
So stand es neulich in der BZ. Wobei sich die Wanzen nicht in neuen Matratzen der großen Anbieter verstecken, sondern in Hotelbetten und Pensionen…
Und hier kommt das Filmposter zu dem Thriller, den wir in Auftrag geben werden.
(Für eine größere Ansicht bitte auf die Illustration klicken.)
Danke Ulf Kollwitz für die Illu!
chocolate drips / single and cover art by Keychee
Rost Graphics, beziehungsweise den kreativen Mann dahinter, Robert Stumpf, habe ich neulich auf dem Trödelmarkt aufm Boxi in Berlin-Friedrichshain entdeckt. Fasziniert blieb ich an seinen Bildern hängen. Die Motive sind meist altbekannte: Oberbaumbrücke, Fernsehturm, Kudamm. Aber auch einige Motive direkt aus dem Friedrichshain hat der Grafiker mit aufgenommen. Was mir das Ganze doppelt sympathisch machte.
Bevor ich hier jetzt irgendeinen Blödsinn über seine Arbeit schreibe, zitiere ich lieber direkt von seiner Webseite:
Die Gestaltung der Grafiken orientiert sich am Design japanischer Mangas. Charakteristisch ist der flächige, lineare Stil und – als besonderes Gestaltungsmerkmal – die mit groben Punktrastern modulierten Flächen.
Die Schriftzeichen im Layout sind japanisch und bedeuten Manga , was soviel wie spontane Zeichnung heißt. Der Terminus taucht bereits im 19. Jahrhundert auf, wo der große japanische Holzschnittmeister Hokusai umfangreiche Bücher mit grafischen Darstellungen aus dem Alltagsleben mit dem Titel Manga versehen hat.
Technik: Ausgangspunkt der Gestaltung ist ein Foto, nach dem eine Tuschezeichnung angefertigt wird. Die Zeichnung wird digitalisiert und in der Nachbearbeitung mit Farbflächen und Halbtonrastern versehen. Die fertige Grafik wird mit Ink-Jet-Fotodrucker auf 170g/m² Künstlerpapier ausgegeben. Alle Arbeitsschritte vom Foto über die Zeichnung bis zu Druck und Produktion werden vom Künstler selbst durchgeführt.
Die Ergebnisse sind großartig. Sie haben mir den Sonntag, an dem ich sie entdeckt echt versüßt. Ich liebe kreative Ideen, die dann auch noch gekonnt umgesetzt werden. Rost Graphics ist ein solches Projekt, dass ich euch hier nur wärmstens ans Herz legen kann.
EYE’EM ist eine Plattform für Fotografen, die mobil und ohne teure Technik ihre Bilder schießen.
EYE’EM begreift ‘Mobile Fotografie’ als völlig neue, flexible und interaktive Kunstform. Fotografen sind nicht mehr daran gebunden, welche Kameras oder Methoden sie beim Fotografieren benutzen. Dabei entscheidet nicht etwa das neuste Handymodell über eine gelungene Aufnahme, sondern der Sinn für Komposition, Licht und das Gespür für den entscheidenden Augenblick. Der EYE’EM Award will ein Gesamtbild einer jungen kreativen Szene einfangen mit dem Ziel ‘Mobile Fotografie’ als eigenständige Kunstform zu etablieren!
Die Plattform ist weltweit für jede/n offen und kostenlos. Die Sieger des Awards werden am 22. Juni im Rahmen der Eröffnung der EYE’EM Ausstellung in der Gallerie Schlechtriem Brothers in Berlin-Mitte bekannt gegeben, die dann noch bis zum 25. Juni andauert. Einen Fotoband wird es natürlich auch geben, der das Projekt in traditioneller Form abrundet.
Manchen mag die kompositorische Qualität der Bilder erstaunen. Doch ist dies eigentlich wenig verwundernd, da kein noch so teueres und technisch hochwertiges Equipment das Auge und das Gespür des Fotgrafen ersetzen kann. Womit das Projekt beweist, dass die Fähigkeit des Schöpfenden stehts im Mittelpunkt steht und die ansonsten mir so überflüssig erscheinenden Multifunktionen an einem Mobiltelefon doch zu etwas anderem Nutze sind, als dass Menschen fortwährend schlechte Bilder von uninteressanten Begebenheiten wie ihrem Mittagessen machen.
Angefangen hat übrigens alles, als einem der Projektverantwortlichen seine Kamera geklaut wurde, und er nur noch mit seinem iPhone ablichten konnte. Da alle Mitglieder der Gruppe um das Projekt sehr fotografiebegeistert und oft unterwegs sind und darüber hinaus noch über das technologische Wissen verfügen ein solches Projekt umzusetzen, wurde aus der Not einfach eine Tugend gemacht. Und die Ergebnisse können sich, wie schon gesagt, sehen lassen.
Ich wünsche EYE’EM alles Gute und hoffe auf weitere Ausstellungen, da ich die Erste leider verpassen werde.
Das Erwachen der Riesin letztes Jahr im Oktober war einfach eine gewaltige Inszenierung, die tief unter die Haut ging. Die Fotos, die ich dabei machen konnte, gehören für mich zu den besten, die mir bisher gelungen sind.
Mehr Bilder von diesem Tag gibt es hier.
Diese Installation von Steve Alexander von den Rinzen war für mich das kreative Highlight des Jahres 2009. So so so genial.