Stichwort: Artist of the month

  • Kabarett der Liebe mit Hagen Rether – Videosammlung

    Timo Maier
    09. Oktober 2011, 13:30 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Kultur

    Besser als Michael Quast kann man es eigentlich nicht zusammenfassen:

    Hagen Rether hat in Essen auf der Folkwangschule Klavier studiert und dann eine Ausbildung als Heilpraktiker gemacht. Eine Ausbildung die ihm in seiner Tätigkeit als Kabarettist bestimmt zu Gute kommt: Den Finger auf die Wunde legen und möglichst lange drin lassen.

    Wer Hagen Rether noch gar nicht kennt, den beneide ich ein wenig um die Wonne, ihn das erste Mal sehen und hören zu dürfen.

    Mehr Videos nach dem Sprung.

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  • Erotische Bilderwelten: 30 Photographen, die sich dem Körper widmen

    Hermeskind
    16. Juni 2011, 12:17 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Erotik, Fotografie, Kultur

    Seid ihr nicht auch müde, tagein tagaus die ewig gleichen, langweiligen Lifestyle-Tittenbildchen zu sehen, die uns an jeder Ecke, auf jeder Plakatwand, auf jedem Zeitschriftencover anspringen und uns ein Schönheitsideal verkaufen wollen, dass nicht nur nicht schön, sondern auch ungesund für Körper und Verstand ist? Ich schon. Und da mir die bunte Werbehochglanzwelt mit ihren faschistoiden Strategien total auf den Sack geht, habe ich hier ein paar meiner Lieblingsphotographinnen und Photographen aufgelistet, die ihren ganz eigenen Zugang im künstlerischen Umgang mit dem erotisierten Körper haben. Ein Klick auf das jeweilige Bild führt zum Portfolio der zugehörigen Künstlerin / Künstlers.

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  • Urbanart satt bei der STROKE.ARTFAIR 2010

    Timo Maier
    04. Mai 2011, 09:15 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Fotografie, Streetart

    Update: Die Stroke.Artfair findet auch dieses Jahr wieder in Berlin vom 14.-16.10.2011 im Berliner Postbahnhof statt und tritt mit dem Anspruch an, “nicht mehr und nicht weniger als den Kunstmarkt revolutionieren zu wollen”.

    Wie es manchmal so ist. Da habe ich mir letztes Jahr die Finger wundfotografiert und die Augen bis zur Glasigkeit strapaziert, nur um die Bilder anschließend in meinem Flickr-Account zu vergessen. Gerade wieder gefunden präsentiere ich also voller Freude meine Fotos der letztjährigen STROKE.ARTFAIR in Berlin, die zwar nicht mehr aktuell, aber dafür umso schöner sind. Einige davon schmücken entwickelt die heimischen Wände und Kunst hat ja auch bekanntlich kein Ablaufdatum, oder? Außerdem stehen euch die Bilder unter CC-Lizenz zur freien Verfügung – viel Spaß damit.


  • Künstler des Monats – Tofa aka Chris Noelle

    Frank Feldmann
    06. März 2011, 10:59 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Film, Kultur

    Unter dem Pseudonym “Tofa” arbeitet der Berliner Designer in einer umfangreichen und höchst interessanten Metamorphose aus analoger und digitaler Welt. Sein Arbeitsfeld setzt sich aus allen erdenklichen Bereichen von Multimedia zusammen und kombiniert dabei Illustration, Film, Motion Graphics, Fotografie, Musik und Urban Art.

    Ein besonderer Hingucker sind seine Fotoarbeiten zum Thema “Lightwriting” – dem Malen mit Licht. Seit 2005 arbeitet er am Feinschliff dieser Technik mit erstaunlichen Ergebnissen, die herkömmliche Fotografie mit virtuellem Graffiti und Streetart-Charactern verschmelzen lassen.

    Bei seiner Arbeit als Art Director des legendären Berliner Technoclubs “Tresor” schafft er es, ein breites Spektrum aus Urban Art, Videoinstallationen und Grafikdesign in seiner Quintessenz zu bündeln. Aktuell sind diese Ausuferungen in dem fortlaufenden Online-Magazin “Tresor.iginal” zu sehen, das aufgrund eines nicht-endedend-wollenden Archivs aus 20 Jahren Technogeschichte viel redaktionellen Spielraum für Illustrationen, interessante Interviews und fotografische Zeitdokumente läßt.

    Tofas´ Liebe zu Musik und Animation sind ebenso feste Bestandteile seines Schaffens. Seit seinem ersten VJ-Set 1999 hat sich daraus ein minimalistischer und spezieller Stil entwickelt, der ihn über die Jahre auch als Beat-Cutter extrem weitergebracht hat. Gross angelegte Video-Mapping-Installationen und freie Arbeiten an audiovisuellen Clips, Dokumentarfilmen und Soundtracks runden das Spektrum zu einem Großen Ganzen ab, man könnte das auch als perfektes Multitasking mit dem gewissen Etwas bezeichnen. Wir sind absolut begeistert von Tofa und präsentieren ihn euch im März als Künstler des Monats.

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  • Künstler des Monats – Performance Art in Counterstrike

    Timo Maier
    01. Februar 2011, 12:02 Uhr, 4 Reaktionen
    Kategorie: Kultur

    Eva und Franco Mattes haben ein sehr intelligentes Performance-Werk im digitalen Raum geschaffen. Als Raum, in dem die Performance stattfinden sollte, wählten sie den Ego-Shooter Counterstrike, in dem online zwei Parteien (Terroristen und Counter-Terroristen) sich solange bekämpfen, sprich gegenseitig töten, bis eine der beiden Parteien, je nach Zielvorgabe der Map, die Partie gewonnen hat. Danach geht die blutige Schießerei von vorne los. In diesem hektischen, auf Reaktion angelegten Spiel, stand die Figur der Künstler einfach in der Gegend rum und wollte die anderen Spieler davon überzeugen, sie nicht zu töten. Immer wieder erklärten die Künstler im spielinternen Chat: “Bitte erschießt mich nicht.” und “Ich bin ein Künstler”. Diese Aussagen führten zu Beleidigungen, hönischem Gelächter und natürlich dazu, dass die Figur fortlaufend getötet wurde.

    Hier geht es zur Website der Künstler: 0100101110101101

    Nun kann man sich fragen, ob dies überhaupt einen Sinn macht. Ich denke schon, da Performance Kunst gerade die Aufgabe hat, in Räumen zu intervenieren, die von künstlerischen Auseinandersetzungen und Reflektionen weitestgehend befreit sind. Durch das Eindringen der Kunst in solche Räume sollen Fragen aufgeworfen und die den Raum Besetzenden, in diesem Falle also eine Horde junger, männlicher Menschen, mit sich und ihren Handlungen konfrontiert werden. Auf die Frage hin, warum das Blutvergießen hier spielerisch zelebriert wird, antwortet ein Mitspieler: Freiheit. So haben die Künstler dann auch das Video und ihre Performance betitelt: Freedom. Dass die Spielenden hier der eigentliche Gegenstand des künstlerischen Prozesses sind, entgeht diesen völlig.

    Persönlich finde ich das Kunstwerk absolut gelungen, da es die Grundbedingungen des Spiels klar durch die Spielenden selbst formuliert: Entweder du tötest oder du hast hier nichts zu suchen. Der Vorgabe einfach nur überleben zu wollen bei gleichzeitigem Verzicht auf Teilnahme an einem gewalttätigen Akt wird hier versagt. Die Ausweitung der Kunst auf den digitalen Raum, was nicht bloß Veröffentlichung sondern konkret die Arbeit mit digitalen Angeboten meint, halte ich für sehr wichtig und selbstverständlich.

    Nur um dem Mißverständnis vorzubeugen, möchte ich noch erwähnen, dass ich keinerlei Probleme mit Ego-Shootern und diese selbst über lange Zeit begeistert gespielt habe, was nicht bedeuten soll, dass ich diese nicht gleichzeitig immer für fragwürdig hielt. Von der These, dass diese gewaltförderlich seien, was zumeist der Grund ist, dass selbige bei jeder Gelegenheit als Sündenböcke herhalten müssen, halte ich gar nichts. Die psychologische Struktur der Spielenden hingegen, ihre Motivation und Auseinandersetzung innerhalb eines solchen digitalen Raumes, finde ich hochinteressant. Auf nichts anderes lenkt die obige Performance zunächst den Blick.

  • Animationskurzfilme zum Wochende: lustig, verträumt und schmerzhaft

    Timo Maier
    22. Januar 2011, 12:00 Uhr, 1 Reaktion
    Kategorie: Film

    Der ersten Animationsfilm aus dem Jahr 2008 ist eine Liebeserklärung an die kindliche Phantasie, in dem ein vergessener Dachboden zur Manege wird und sich Schnecken als die wahren Zirkusstars entpuppen. Im zweiten Film geht es um den ältesten Traum der Menschheit und wie man vom Himmel stürzenden Schafen entkommt. Und zum Abschluss präsentieren wir einen bereits bekannteren, minimalistischen Cartoon, der mit zu den schmerzhaftesten, schwarzen Humorblüten zählt, die ich je gesehen habe – autsch (nicht kindgerecht!) Vielen Dank an Steve, der mir alle Filme via Facebook empfahl.

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  • Kurzfilm der Woche: Tous des Monstres

    Timo Maier
    13. Januar 2011, 09:54 Uhr, 2 Reaktionen
    Kategorie: Film

    Ein unglaublich trauriger, surrealistischer Animationskurzfilm von Nicolas Deprez, Laurent Jaffier, Pierre Lippens und Gabrielle Lissot, der schmerzhafter kaum sein kann. Hier findet ihr die Filmsite.

  • Artist of the Month November 2010: Isabella Rossellini

    Timo Maier
    01. November 2010, 18:26 Uhr, 0 Reaktionen
    Kategorie: Film

    Die Künstlerin des Monats November ist für mich die großartige Isabella Rossellini mit ihrer experimentellen Kutzfilmreihe Green Porno. Vom Titel über die Dialoge bis zur Szenengestaltung sind die Filme, in denen Frau Rossellini das Sexleben der Tierwelt mehr als anschaulich erklärt ein absurd-humorvoller Hochgenuss. Hierzu zwängt sie sich in surrealistisch anmutende Kostüme und erläutert sehr trocken und mit vollem Körpereinsatz in kürzester Zeit die vielfältigen Geschlechtsakte von Gottesanbetern, Walen, Bienen oder Schnecken – David Lynch lässt grüßen. Die Tierwelt ist voller sexueller Spielarten, oft brutal, meist praktisch, selten genießerisch, ein Seitenblick mit Augenzwinkern auf die menschliche Sexualität und Rollenklischees inklusive. Vielleicht kennt ihr die Reihe schon, vielleicht habt ihr noch nie davon gehört: Green Porno, ein Muss für alle Freunde sexuellen Aufklärungsunterrichts und Avantgardefilm. Ich sage nur: “I will die without my Penis. I will bleed to death.” Eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten:

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  • Artist of the Month September 2010: James Christopher

    Timo Maier
    01. September 2010, 10:36 Uhr, 5 Reaktionen
    Kategorie: Erotik, Fotografie, Kultur

    James Christopher lebt und arbeitet als Fotograf in Los Angeles. Nach seiner Aussage macht er kunstvolle Nacktfotografie, die atmospherisch und naturalistisch wirken soll. An überposierenden, schmollig pornografischen, gestellt sexy Klischeeaufnahmen hat er keinerlei Interesse. Man sollte ihn am besten gar nicht darauf ansprechen, es liegt einfach nicht in seiner Natur. Seine eigenen Aufnahmen hingegen sind enorm stimmungsvoll, verspielt und respektvoll. In jedem Bild steckt eine Homage an die sinnliche, über sich selbst hinaus weisende, körperliche Schönheit.

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  • Artist of the Month August 2010: Noper

    Timo Maier
    03. August 2010, 12:27 Uhr, 4 Reaktionen

    expressionismus

    Noper, ein komischer Name für einen rumänischen Illustrator mit einer Vorliebe für Animation. Nach Selbstauskunft lebt Herr Noper momentan in Bukarest und arbeitet als Art Director mit einer nicht näher bestimmten Werbeagentur zusammen. Zeit seines Lebens hat er mit verschiedenen illustratorischen Stilen experimentiert, bis er schließlich seine Leidenschaft für märchenhafte und bizarre Figuren und Welten entdeckte.

    Nach eigener Aussage findet der Künstler seine Inspiration im Tagesgeschehen, ein Grund dafür, warum in seine Arbeiten oft satirische Tagesbezüge eingehen. Niemals macht er Skizzen zu seinen Bildern. Doch einmal von der Muse überwältigt, bringt er seine spontane Kreativität auf einfach allem zum Ausdruck, was gerade in seiner Reichweite liegt. Er bezeichnet dies als den Weg, auf dem die Arbeit organisch wird und ein einzigartiges Gefühl entsteht. Sein Motto lautet:

    “If I see it, maybe I’ll feel it. But if I feel it, fuck I’ll draw it” – So spricht ein wahrer Expressionist.

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