Die Drohne und das Braunbären-Video

Hast Du auch das Video mit dem kleinen Bären-Video gesehen, dass versucht seiner Mama eine Schneewand nachzuklettern? Und dabei ein ums andere Mal abrutscht. Ein riesen Social-Media-Hit im Januar 2019

Alle dachten erstmal: Krasser kleiner Bär. Super süß. Und so tapfer.

Ist er ja auch. Süß. Und mutig. Und stark. Und tapfer. Aber: es hätte für den kleinen Bären viel einfacher sein können. Was wäre er dabei draufgegangen. Und das wohl nicht, weil die Wand so steil oder der Schnee so vereist war. Sondern wegen der Drohne, die das Ganze gefilmt hat! (siehe u.a. Kurier.at)

Das ist mies. Was tun wir nicht alles, für super coole Bilder. Unsere Kameras, unsere Drohnen sind überall. Und das ist oft nicht gut. Und oft nicht richtig.

Ich habe meine Drohne bereits vor zwei Jahren wieder eingemottet. Weil ich kein gutes Gefühl dabei hatte. Weil ich viele Situationen nicht kontrollieren konnte. Weil ich kein Stalker sein wollte.

Man kann mit Drohnen wunderbare Aufnahmen machen. Aber auch viel Mist bauen. Manchmal unbewusst, manchmal sogar bewusst.

Was ist Patreon? Ich habe mir die Plattform für Kreative genauer angeschaut

Patreon erinnert mich stark an MySpace. Erinnert sich noch wer an MySpace? Das war DAS Social Network, bevor Facebook kam. Mittlerweile ist, zumindest bei den unter 20jährigen, Instagram deutlich cooler und beliebter als Facebook. Aber den Abgesang auf Facebook spare ich mir mal an der Stelle. Und MySpace kennt so gut wie niemand mehr (Herrgott, bin ich alt…) Hier soll es um Patreon, gegründet 2013 und mittlerweile mit viel Venture-Kapital ausgestattet, gehen.

Was also genau ist Patreon? Und wie funktioniert es?

Patreon Screenshot

Offiziell ist Patreon eine Crowdfunding-Plattform. Normale Nutzer (wie ich) können sich auf der Seite mit Kreativen verknüpfen und sie mit einem monatlichen Geldbetrag – Start meist bei 1 Dollar – unterstützen.

Für Kreative kann das eine spannende Möglichkeit sein, um auf einigermaßen sichere monatliche Einnahmen zu kommen. Vor allem findet man auf Patreon Musiker und Produzenten von kleinen Videos. Comic-Zeichner, Digital Artists, aber auch Autoren von Krimis und Science Fiction sind zu entdecken. Klingt nach genau der richtigen Plattform für mich.

Folgen oder ein Patron werden?

Es gibt auf Patreon das Follower-Prinzip. Den Künstlern, die ich spannend finde, kann ich folgen. Ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. So entsteht wiederum ein individueller Stream, ähnlich Facebook, Instagram & Co. Über welchen Algorithmus dieser eigene Stream befüllt wird, muss ich noch herausfinden. Ist an der Stelle (noch) nicht so wichtig.

Fein. Ich habe einen coolen Stream mit lauter Kreativen, die witzige, spannende, inspirierende Inhalte produzieren. Klingt mega. Könnte auch tatsächlich cool sein. Wenn da nicht der „Haken“ mit dem sogenannten Crowdfunding wäre.

Patron werden auf PatreonDie Kreativen wollen (und sollen) ein paar Dollar verdienen. Dafür gibt es für jeden Nutzer die Möglichkeit, statt dem Künstler einfach nur zu folgen, ein sogenannter Patron zu werden.

Jeder Künstler bietet verschiedene Pakete an, zu unterschiedlichen Monats-Preisen. Für 1 Dollar im Monat bekommst Du dieses und jenes, für 2 Dollar das und für 10 Dollar bekommst Du noch deutlich mehr. Diese Angebots-Pakete kenne ich von vielen anderen Crowdfunding-Plattformen. Eher ungewöhnlich ist das monatliche Abo-Modell. Das macht es für Künstler umso spannender. Weil hier eine Art monatliches Einkommen winkt.

Patron-Modell auf Patreon

Content gegen Geld

Aber genau dieses Abo-Modell lässt mich auch stutzig werden. Ist Crowdfunding hier noch das richtige Wort? Oder nur ein hübsches Mäntelchen, um ein Abo-Modell anders zu titulieren. Wieweit unterscheidet sich denn das Patreon-Modell von Netflix, Sky oder meiner Zeitung? Ich zahle Summe X im Monat und bekomme dafür XYZ. Content gegen Geld. Punkt. Ich persönlich finde die Titulierung „Crowdfunding“ an der Stelle fragwürdig. Aber gern können wir das in den Kommentaren ausdiskutieren.

Gut finde ich jedoch, dass Kreativen, oft noch Was ist Patreon? Ich habe mir die Plattform für Kreative genauer angeschaut weiterlesen

Trolle, ihr könnt uns mal

Es war ein Quantensprung in der Trollforschung. Was da am Mittwoch-Morgen ab 10 Uhr auf der re:publica auf Stage 6 geschah. Und ich war mit dabei. Und musste auf Socialnetworkstrategien.de auch umgehend live darüber bloggen.

Die Forschungsarbeit von Linus Neumann und Michael Kreil bringt zweifelsohne Blogger, Forenbetreiber und Communitymanager Jahrzehnte voran. Denn mit Hilfe der dort präsentierten Trolldrossel wird den Trollen im Netz nahezu der Garaus gemacht.

Keine Chance für Trolle. Dank der Trolldrossel. Ein Traum!

Hier der gesamte Vortrag. Sind dreißig Minuten. Aber es lohnt sich sowas von. Nicht allein wegen der Trolldrossel. Auch alles andere ist extrem unterhaltsam. Und dadurch nicht allein für Foren-Admins und Communitymanager eine große Freude.

iD-institute für Kreative startete in Deutschland

Ein weiteres spannendes Projekt möchte von der Kreativhauptstadt Berlin aus die Welt erobern und Designer verschiedenster Richtungen mit potenziellen Auftraggebern zusammen bringen: Mit dem iD-institute präsentieren die Designunternehmer Regina und Wolfgang Hanke ihre Vision eines International Design Institute. Die neuartige Suche das Design Directory ermöglicht es Unternehmen ohne hohen Aufwand den passenden Designer zu finden. Zum Launch in Hong Kong kann die Privatinitiative 1.145 Designer aus acht Ländern, sowie zahlreiche öffentliche Organisationen und weltbekannte Universitäten präsentieren. Internationale Agenturen und Marketingfachleute unterstützen ebenfalls das Projekt.

Lokale, kundenspezifische Authentizität gewinnt immer mehr an Bedeutung auf den weltweiten Märkten. Diese Entwicklung stellt Designer und Unternehmen vor neue Herausforderungen und bietet so Chancen. Das iD-institute versteht sich als Informationszentrum in dem Auftraggeber Kreative mit lokalem Marktverständnis finden können, die ihnen so den Einstieg in diese Märkte ermöglichen. Kreativprofis bieten wir die Möglichkeit, ihr professionelles globales Netzwerk auszubauen, KnowHow zu erwerben und einen ersten Schritt zu Sicherung ihrer IP-Rechte zu tätigen„, beschreibt Regina Hanke, CEO des iD-institute, die Idee. Um dies zu erreichen, musste eine einfache, global verständliche Suche programmiert werden. „Die Unterschiede in der Cultural DNA sind gewaltig. Für uns war es eine Herausforderung diese verschiedenen Kommunikationsund Produktverhalten in einer Website zu vereinigen„, erläutert Hanke den Prozess. Schließlich wurde eine simple Nutzerführung gewählt, bei der sich der User zunächst für ein Land entscheidet. Durch den Klick auf das Ländersymbol gelangt dieser in die eigentliche Directory und sieht hier auf einen Blick alle Designer, Institutionen und Universitäten, die bereits eingetragen sind. „Die Previews erscheinen automatisch per Mouse-over. Interessante Designer kann man mit einem Earmark-Icon markieren. In der Vorschau werden immer die gesamten Kontaktdaten des Designers angezeigt, sowie, je nach Größe, eine Übersicht über dessen Auszeichnungen, Publikationen und Referenzen„, erläutert Wolfgang Hanke, Co-Gründer und digitales Mastermind des iD-institute, die Funktionsweise der eigens programmierten Directory.

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Community Camp am 29./30.10.11 in Berlin

Zum mittlerweile vierten Mal treffen sich Ende Oktober in der Cimdata Medienakademie in Berlin Communitymanagerinnen und Communitymanager aus ganz Deutschland in entspannter Barcamp-Atmosphäre auf dem Community Camp (#ccb11) zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch.

Gegenstand dieses Themencamps sind alle Fragen rund um das technologisch geprägte, vor allem aber sozial bedeutsame Beziehungsgeflecht, das zwischen Plattformbetreibern und sozialen Netzwerken sowie zwischen den einzelnen Netzwerkmitgliedern untereinander besteht. Im Mittelpunkt des CCB stehen Aspekte wie Besucherbindung, User-Loyalität, Community Affinität, Community Building, Community Metrics, Mitgliederaktivität, Differenzierung nach Zentrum und Peripherie, Binnenhierarchisierung, Identifikationsgrade, Abwanderbereitschaft, Verlustängste, Verteidigungsbereitschaft, Corporate Blogs, Unternehmenskritik, Zensur etc.

Wir haben das Camp im Jahre 2008 mit initiiert und gehören ununterbochen mit zum Organisationsteam. So auch in diesem Jahr. Gemeinsam mit Partnern wie Tchibo Ideas, MOTOR-TALK, w2on und Intel freue ich mich auf zwei interessante und informative Tage und hoffe wir sehen uns da. Seit heute ist die Anmeldung geöffnet.

webinale 2011 | the holistic web conference

Business, Design und Technology sind die drei grundlegenden Pfeiler für Erfolg im World Wide Web. Die webinale hat sich diesen drei Pfeilern seit der ersten Konferenz im Jahr 2007 verschrieben. Seitdem wird das Internet auf der Webkonferenz holistisch, ganzheitlich betrachtet und durchleuchtet. Die webinale konzentriert sich nicht auf einzelne Fragmente, sondern hat stets das große Ganze im Blick.

Der webinale gelingt damit ein Brückenschlag zwischen Designern, Webentwicklern und Managern wie sonst keiner anderen Veranstaltung. Dabei fokussiert sie sich nicht allein auf das Heute – die webinale greift immer auch die Zukunft vorweg, zeigt Trends auf und liefert heute bereits die Antworten auf die Herausforderungen von morgen. Vom ersten Jahr an unterstützen wir die Konferenz als Medienpartner und freuen uns bereits wieder auf informative und inspirierende Stunden in Berlin.

Die webinale findet an drei Tagen (30. Mai bis 01. Juni 2011) statt und bietet über 60 Sessions, Workshops und Keynotes. Als Teilnehmer der Konferenz habt ihr die Möglichkeit, euch euer individuelles Programm aus der Fülle der Angebote zusammenzustellen. Zudem könnt ihr auch die parallel veranstaltete RailsWay Conference für die Webentwicklung mit dem Ruby-on-Rails-Framework besuchen – ohne zusätzliche Kosten.

Bei Anmeldung bis zum 21. April 2011 können sich die frühen Vögel noch den Frühbucherpreis schnappen und bei Buchung von drei Konferenztagen erhaltet ihr ein Notebook gratis! Das Intellibook-Notebook mit 1024 MB RAM, 250 GB Festplatte, 1,6 GHz Taktgeschwindigkeit und 10 Zoll Display.

Wir sehen uns auf der webinale!

Die haptische Suchmaschine – das Web-Adressbuch des m.w. Verlages

Neulich bei meinem Vater im Arbeitszimmer. Ich räumte mal wieder sein Notebook auf, als ich auf einem Stapel Zeitschriften ein Buch entdeckte, dessen Cover mir vertraut vor kam – „Das Web-Adressbuch für Deutschland 2011„. „Tolles Buch!“, meinte mein alter Herr. Er habe schon viele gute Hinweise entdeckt und schmökere immer mal wieder gern darin, wenn er im Internet auf der Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema sei. Er kommt damit schneller klar als mit Google und findet vor allem besser relevante Ergebnisse.

Sieh mal einer an, dachte ich und es fiel mir ein, dass mir der m.w. Verlag vor einiger Zeit ein Rezensionsexemplar eben genau jenes „Webadressbuchs für Deutschland“ zugeschickt hatte. Mit der Bitte, es vorzustellen. Obwohl ich Bücher übers Web und vor allem auch Webdesign sammle und mit dem „Web Designers Calendar“ und dem „Web Designers Sketchbook“ selbst Publikationen zu dem Thema veröffentlichte, fand ich zu diesem Werk seinerzeit keinen rechten Zugang. Zu selbstverständlich war und ist es für mich, bei Recherchen auf die gängigen Online-Tools und Suchmaschinen zurück zu greifen, was ich auch unseren Lesern unterstelle. Doch jetzt hatte ich meinen Aufhänger zum Buch und komme dem Wunsch des m.w.Verlages gern nach. Und nein – wir bekommen kein Geld dafür.
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Flatterball – Podcast für europäische Fußballkultur

Flatterball, der wohl interessanteste, sympathischste und einfach beste Audio-Podcast zur Fußballkultur Europas (wobei der Akzent auf Kultur liegt), widmet sich mit seiner neuen Folge einem ernsten und schwierigen Thema: Homophobie im Fußball. Wie problematisch das Thema im deutschen Lieblingssport ist und im öffentlichen Diskurs noch längst nicht angekommen, im gesellschaftlichen Sinne also steinzeitlich (mann muss sich hier wirklich mal schämen), führt die Sonderausgabe sensibel und auf der Suche nach Lösungsansätzen gekonnt vor Augen und Ohren.

Aus Anlass eines besonderen Geburtstages gibt es heute eine ganz besondere Folge. Justin Fashanu, der erste schwule Profifußballer, der sich während seiner aktiven Zeit outete, wäre am vergangenen Samstag 50 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass haben wir den ersten offen schwulen deutschen Fußballer zum Gespräch geladen. Mit Marcus Urban sprechen wir nicht nur über die tragische Figur Justin Fashanu, wir finden auch Zeit für Marcus Urbans ganz eigene Biographie: Seine Zeit als Jugendauswahlspieler in der späten DDR, seine aufsehenerregende Buchveröffentlichung “Versteckspieler” von 2008, sein privates und sein öffentliches Coming Out.