60 Seconds Germany: Call for Submissions

Die Initiatoren des Projektes „Farbwerte – SchwarzRotGold“ treffen auf die Veranstalter des internationalen Internet Film Festes Webcuts. Heraus kommt ein Video- und Filmwettbewerb, der sich mit der Sicht auf Deutschland befasst.

Weltweit werden Kreative aufgerufen, einen Beitrag von 60 Sekunden einzureichen, der etwas über die persönliche Position gegenüber Deutschland ausdrückt. Alle Stilrichtungen und Techniken (Live-Action, Stop-Motion, Animation) sind erlaubt. Einreichungsende ist der 6. September 2010.

Die Regeln:

1. Der Film muss exakt 60 Sekunden lang sein.
2. Die Deutsche Flagge muss eine zentrale Rolle spielen.

Die besten Einreichungen werden Anfang Oktober 2010 in Berlin präsentiert und ausgezeichnet.

Robert Eysoldt, der Initiator von Farbwerte dazu: „Ich freue mich auf die Kooperation mit den Machern von Webcuts und bin sehr gespannt, wie Filmemacher sich inhaltlich und künstlerisch mit der schwarz-rot-goldenen Flagge auseinandersetzen werden.

Und wir sind auch gespannt…

Site of the Week: Dark Night Of The Soul

Was kommt raus, wenn Danger Mouse und Sparklehorse auf David Lynch treffen? Erst mal ein großartiges Stück Musik. Und dann die kongeniale visuelle Umsetzung des Tones. Da kann man schon gar nicht mehr von experimenteller Webseite schreiben. Lass dich einfach darauf ein und entdecke diese bizarre Welt von Dark Night of Soul!

“Last Call” räumt ab!

Herzlichen Glückwunsch an unsere Powerflasher-Freunde im Drehturm zu Aachen! Ihr interaktiver Horrofilm „Last Call“ für 13th Street wurde auf den New York Festivals für International Advertising Awards ausgezeichnet und räumte auch in Cannes einen goldenen Löwen in der Kategorie “Best Use of Cinema” ab.

Worum es geht? Nun, „ein Flyer fordert die Zuschauer auf, ihre Telefonnummern an eine Kurzwahl zu senden. Die Software wählt einen Zuschauer aus und ruft ihn an. Mittels Spracherkennung entsteht so ein Dialog zwischen Zuschauer und Film. Die Antworten werden in Befehle umgewandelt. Die Software spielt dann die dramaturgisch passende Szene ab. So entsteht bei jedem Anrufer ein anderer Film. Die folgenden Aufnahmen wurden bei verschiedenen Vorführungen aufgenommen. Der Zuschauer hört an seinem Telefon nicht nur die Stimme der Hauptdarstellerin, sondern erlebt hautnah und parallel zum Film auch ihre Schritte, ihr Atmen, ihre ganze Angst. Der erste interaktive Horrorfilm bei dem der Zuschauer im Dialog mit dem Hauptdarsteller steht.

Doch seht selbst:

Abenteuer Wattenmeer – neues Kubikfoto!

Es ist uns immer wieder ein Fest, auf die einzigartigen Kubikfotos hinzuweisen. Direkt zum Geburtstag des Weltnaturerbe ist „Abenteuer Wattenmeer“ online gegangen. Mit der Vision die restlichen Kultur und Naturerben auf der Welt auch noch als Kubikfoto ins Netz zu stellen. Na da hoffe ich doch mal, dass diese Vision wahr wird. Viel Spaß beim entdecken dieser Enzigartigkeit im mehrfachen Sinne.

Internet Film Fest Webcuts.10: And the Winner is…

Mit herausragenden internationalen Beiträgen, neuen Formaten und aktuellen Trends überzeugte das Internet Film Fest Webcuts.10, das am 1. Juni 2010 im Rahmen der web conference webinale stattfand. Wir waren vor Ort und konnten an einer gleichermaßen inspirierenden wie unterhaltsamen Veranstaltung teilnehmen.

Von über 250 eingereichten Filmen aus 30 Ländern waren 17 Filme aus Belgien, Frankreich, Mexiko, Russland, Taiwan, Uganda, USA und natürlich Deutschland nominierte worden. Die Vorauswahl war wirklich exzellent und mit Patrick Jean („Pixels“), Casey Pugh („STAR WARS uncut“) und vor allem Christoph Rehage („The Longest Way“) haben unsre Favoriten kräftig abgeräumt . Die Jury von Experten aus den Bereichen Neue Medien, Design und Film entschied sich für folgende Preisträger (alle Beiträge findest du nach dem Klick auf den Link der jeweiligen Kategorie):

Kategorie: Documentary / Video Report
Titel: „The Longest Way”
Filmemacher: Christoph Rehage, Deutschland 2009
Begründung: “The Longest Way” ist eine ungewöhnliche, individuell gestaltete Reise-
Dokumentation mit teils witzigen, teils nachdenklich stimmenden Bildern, die den Autor
im Zentrum seiner selbst, und immer auch im Zentrum des Filmbildes auf seiner Reise
durch China zeigt. Der Autor Christoph Rehage hat hier eine ungewöhnliche Mischung
aus Selbstbetrachtung und Kulturdokumentation auf den Weg gebracht, bei der
kontrastierende Stimmungen und Erzählfluss unter anderem durch Tempowechsel,
Musik und Sounddesign unterstützt werden!

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Webcuts.10 – from the computer to the big screen!

Heute Abend ist es soweit: im Rahmen der webinale findet die „Internet Film Fest-Nacht“ der Webcuts.10 im Berliner ewerk statt!

Ausgewählt aus über 250 eingereichten Filmen aus 30 Ländern versprechen die 17 nominierten Filme einen spannenden Wettbewerb und geben einen interessanten Einblick in aktuelle Trends und neue Formate.

Mit den Nominierten aus Belgien, Frankreich, Mexiko, Russland, Taiwan, Uganda, USA und natürlich Deutschland bzw. Berlin stehen herausragende nicht- kommerzielle Filme, immer State-of-the-Art von Designer- und Filmstudios, aber auch freie Arbeiten von jungen Autoren im Mittelpunkt von Webcuts.10. Besonders dominieren in diesem Jahr die Beiträge aus Frankreich und den USA, aber auch die lokale Szene Berlins ist im BERLIN AWARD mit interessanten Einreichungen präsent.

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Die 4 Enden der Stadt

Der Film Die 4 Enden der Stadt verknüpft die persönliche Biografie Sven Boecks mit dem urbanen Raum der Vorstädte Berlins. Titelgebend orientiert sich die Struktur des filmischen Werks an den vier Himmelsrichtungen, womit zugleich ein weiterer, diesmal sinnhafter Raum einer Reise aufgemacht wird. Das Wandeln im Raum ist hier jedoch nicht physisch zu verstehen, sondern als Gang durch die Geschichte selbst, die Individualgeschichte des Autors, die im weiteren Kontext des historischen Geschehens aufgeht. Boeck, der sich für Buch, Regie und Kamera verantwortlich zeichnet, wirft den Zuschauer in eine dichterische Auseinandersetzung mit der eigenen, erinnerten Vergangenheit (und Gegenwart), die von Zeit zu Zeit ins Lyrische gleitet. Und so verwischen die Grenzen zwischen Dokumentarischem und Prosaischem, zwischen Einzel- und Massenschicksalen, zwischen Leben und Erlebtem.

Die Bilder zeigen Stillleben im Wortsinn – stilles Leben. Und bewegen auf diese Weise umso mehr.

Oft besitzen sie einen dystopischer Nachklang, exponieren eine verlassene Welt, einzig beseelt von der Intensität der Auslassung. Denn der Film ist visuell erfüllt von Menschenleere. Auf tonaler Ebene sind wir dem Leben jedoch nahe, einerseits durch die kongeniale Musik, die den Bildern erst zu ihrer vollen Wirkung verhilft, andererseits durch die begleitende Stimme aus dem Off, die uns behutsam den Führer mimt. Durch diese formalen Aspekte, der visuellen Verweigerung körperlicher Exposition und der gleichsam tonalen Nähe, fühlen wir uns in der Loslösung allem Menschlichen eng verbunden. Auch birgt der Film existenzialistische Anklänge: Wenn in der Ferne die Gestalt eines unerkennbaren Fremden die Szenerie betritt, jene Baumkulisse streift, die vor, während und nach den Grausamkeiten der Diktatur dem Menschenschicksal unbeteiligt gegenüberstand und noch steht, fühlte ich mich an die Supertotalen Kubrick’s erinnert, der ebenfalls den Menschen verloren im Raum der Welt stilisierte. Die Orte selbst sind zwar sehr leise berichtende, doch keineswegs stumme Zeugen der Vergangenheit. Man muss sie nur zu lesen wissen, ihre Sprache verstehen lernen – Symbole dichterischer Vieldeutigkeit.

So setzt Boeck mit seinem Film ein vieldeutiges Zeichen, auch interpretierbar als Verweigerung der hastigen, auf Hochglanzästhetik uniformierten, historischen Blockbuster, die alles auf eine eindeutige Interpretation verengen und diese ist im besten Falle einfach nur hohl, im schlechtesten trügende Propaganda. Die 4 Enden der Stadt hingegen lässt sich Zeit, schenkt dem Zuschauer Leerstellen, um das Gesagte zu reflektieren und unterwirft sich nicht den Regeln der Mainstreamvisualisierung, die ihre Bilder im Staccato aneinanderreiht und in die Hirne tritt.

Er ist nicht anklagend, aber benennend, nicht verzweifelt, aber zweifelnd – und in jeder Hinsicht ein Geschenk!

Die 4 Enden der Stadt – Trailer from KOPPFILM on Vimeo.

Site of the Week: Salt Films

Originelle und wunderbar umgesetzte Idee, mit der sich das Filmstudio „Salt“ aus Singapur im Web präsentiert. Fast schon europäisch muten die Illustrationen und Animationen an. Spezialisiert auf Commercials und Videos bietet „Salt Films“ vor allem auch jungen Filmemachern ein Zuhause. Es macht Spaß sich durch die Webseite zu würzen und man möchte gar nicht aufhören nachzusalzen.

Rock‘n‘Roll bedeutet das Leben für mich…

Mit Manuel Cortez kommt heute ein weiterer Juror der Jury zum aktuellen CROW´n´CROW-Design-Contest “ROCK ON!” zu Wort. Manuel lebt als Schauspieler und Fotograf selbst Rock‘n‘Roll, inspiriert und kreiert. Was er zu Rock und Roll, Kreativität und Inspiration zu sagen hat, könnt ihr im CROW´n´CROW Blog nachlesen.

Manuel Cortez