Bilder aus Berlin: das hässlichste Gebäude der Stadt

Ich wohne im Friedrichshain, ganz nah an der Spree. Seit über 15 Jahren. Ich habe vieles kommen und vieles gehen sehen. Manches vermisse ich, manches habe ich freudig begrüßt, anderes verdammt. Aber was man sich nun erlaubt hat, verursacht mir seit Monaten innerlich heftigste Schmerzen, wenn ich daran vorbei fahre.

Wie kann man ein solches Gebäude neu bauen und an die Spree stellen. Es ist so hässlich, dass es einen schüttelt. Dieses Haus in der Stralauer Allee 12 ist eine Schande für die Stadt und für den Stadtbezirk. Ich dachte, die Zeiten der Bausünden aus den 60er und 70er Jahren hätten wir hinter uns und man hätte daraus gelernt. Doch wenn ich dieses Haus sehe, frage ich mich, was den Architekten und diejenigen, die es genehmigt haben, geritten hat? Waren da noch ein paar Bauteile aus dem Jahr 1974 übrig, die man billig verbauen konnte? Damals wollte man sie vermutlich nicht haben, weil das NVA-Grün schon damals das Stadtbild verschandelt hätte. Und nun setzt man es direkt neben die wunderschönen, alten Hafenbauten des Berliner Osthafens. Ob sich Labels2, die dort eingezogen sind – waren sie auch verantwortlich für dieses abgrundtief hässliche Bauwerk? – einen Gefallen getan haben, möchte ich bezweifeln.

Ich schäme mich für meinen Stadtbezirk. Dass so etwas möglich ist, macht mich tief traurig. Oder wie seht ihr das?

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Noch ein paar mehr Fotos der Grausamkeit in meinem Flickr-Album dazu.

Hässlichste Seite des Monats März: Origamifan

Ich muss gleich vorneweg zugeben: so RICHTIG hässlich finde ich die Seite gar nicht! Der Header ist vollkommen in Ordnung, die Farbgestaltung im Prinzip okay. Und der Inhalt ist sogar super!!! Lauter Videos wie man Origamis faltet. Viele Origami-Fotos. Super.

Aber es gibt ein paar Elemente auf dieser Origami-Fan-Seite, die alles zunichte machen. Zum einen ist das die gruselige Startseite. Was soll die? Wozu ist die gut? Um „Hereinspaziert“ zu sagen? Blödsinn. Bitte weg damit. Auch die Willkommens-Seite danach tut noch echt weh. Ein animierter Schneemann? Dazu ein animierter Origami-Schmetterling. Puh. Das ist zu viel. Etwas mehr Ruhe würde hier gut tun.

origami fan

Als nächstes die Navigation. Jeder Menüpunkt hat ne andere Farbe. Mal sind die Worte komplett groß geschrieben, mal nicht. Die Navigation ist ein unruhiger Tuschkasten, der einen positiven Gesamteindruck zerstört. Was soll das? Warum macht man sowas?

Und dann dieser fürchterlich Maus-Verfolger… Sowas hemmt nicht nur die Performance, er ist auch albern und langweilig. Darum habe ich beschlossen, diese Seite, die mir im Prinzip sehr sympathisch ist, zur hässlichsten Seite des Monats hier im VisualBlog zu machen. Ich würd es genial finden, wenn hier schnell Hand angelegt wird. Viel ist ja nicht zu tun: weg mit der Startseite und sofort rein ins Geschehen. Willkommensseite ruhiger gestalten und aufs Wesentliche konzentrieren. Damit man nicht gleich die nächsten Interessierten verliert. Dann den Maus-Verfolger löschen. Navigation einheitlich gestalten. Und schon haben wir ne schicke und inhaltlich großartige Webseite!

Es geht hier nicht um blödes Rumgenörgel. Auch wenn die Betroffenen es vielleicht so empfinden (siehe Kommentare aus dem Januar). Es geht darum, dass man mit solchen Webseiten Leute verliert, die Interesse am Thema haben. Sie klicken gar nicht erst weiter, weil sie abgelenkt, abgeschreckt werden. Und das ist schade. Darum meine Kritik bitte als konstruktiven Input verstehen. Und was draus machen. Das würde mich echt freuen.

origami fan

Briefmarke der Woche: Olympia 1968

Da ja die Olympischen Spiele in Vancouver begonnen haben, hier ein Satz aus dem Jahr 1968. Olympische Winterspiele in Grenoble. Aus Umm al Qwain, einem Scheichtum der Vereinigten Arabischen Emirate. Grafisch sehr gelungen, wie ich finde.

briefmarken olympia 1968

Gefunden auf Sammler.com.

Look inside the Scarygirl-Novel

Ich habe mir aus Australien das erste Buch von Nathan Jurevicius, meinem absoluten Lieblings-Artist, schicken lassen. In Europa gibt es die Scarygirl-Grafik-Novelle leider noch nicht. Man muss sie derzeit noch bei Allen & Unwin bestellen. Das habe ich getan, und es hat wunderbar funktioniert. Danke!

Bei Allen & Unwin heißt es zu dieser einzigartigen Grafik-Novelle:

A sensational graphic novel for fans and collectors, starring the cult character, Scarygirl, whose designer toys, online comic, game and artwork have won her millions of fans world-wide.

Dem kann ich nur zustimmen. Ein wunderbares Buch. Hardcover. Liebevoll gezeichnet. Hier nun ein paar Shots von drinnen. Ein bisschen stolz bin ich darauf, dass unser VisualBlog im Umschlag mit gefeatured wird (letztes Foto). Danke dafür, Nathan!

scarygirl graphic novel

scarygirl graphic novel

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Hässlichste Seite des Monats Februar 2010: Schorra and Friends

Hier wieder eine Seite, die dem Auge verdammt weh tut. Sie wurde mir letzten Sommer bei einem anderen Hässlichste-Seite-Beitrag empfohlen. Und das zu recht. Aber – Schorra and friends sind eine Grafikagentur. Da fragt man sich zwangsläufig, ob dieses Gruseldesign nicht gewollt ist. Steckt da Taktik hinter?

Cool find ich auf jeden Fall den schicken Kontakt-Button rechts oben. Ich befürchte nur, dass den viele nicht finden. Sehr clever ist es natürlich auch bei den Menüpunkten immer auf Wikipedia-Seiten zu verlinken. Hat man selbst nichts dazu zu sagen? Und was denkt ein potentieller Kunde, wenn er plötzlich zu Wikipedia geleitet wird? „Die wollen mich nicht.“ oder: „Wo bin ich denn nun? Nee, das will ich nicht.“ Stell ich mir jedenfalls so vor. Kann mich auch irren. Und lass mich gern von was anderem überzeugen. Auf jeden Fall würd ich bei einer Grafikagentur gern mehr sehen auf der Webseite. Und nicht nur Text ohne Verlinkung zu den (angeblichen?) Projekten und eine Navigation die konsequent zu Wikipedia führt.

schorra

Habt ihr Vorschläge für den nächsten Monat? Nur her damit.

Hässlichste Seite des Monats Januar 2010: Magic Balloon

Magic Balloon ist „45 Min. Zaubershow für groß und klein, anschließend Luftballons für jeden der will“. Und dazu gibts ne Hammer-Webseite. Ich kann mir vorstellen, dass die Hälfte der möglicherweise Interessierten fluchtartig das Weite suchen, wenn sie auf diese Webseite gelangen. Oder wie seht ihr das?

magic balloon

Die hässlichste Seite des Monats Dezember: das BREL in Berlin

Als ich neulich nach einer Möglichkeit zum Frühstücken Nähe Savignyplatz in Berlin suchte, schaute ich auch auf der Seite des Café Brel vorbei. Und bekam einen solchen Schreck, dass ich mich tierisch am Tee verschluckte, den ich gerade im Mund hatte. WAS für eine Seite… Ich kann nicht anders und muss sie zur hässlichsten Seite im Dezember 2009 hier im VisualBlog machen. Wie kann ein Restaurant mit solch einem guten Namen mit sowas im Internet präsent zeigen. Das find ich traurig. Echt traurig. Der Content ist ja da – zum Glück. Aber die Optik macht einen einfach nur noch traurig.

brel

Die hässlichste Seite des Monats November: BW Hilchenbach

Die hässlichste Seite des Monats kommt diesmal von BW Hilchenbach. Webdesign aus dem Jahre 1985. Inhalt: eine Hobby-Homepage zum Thema Eisenbahn, Kriegsmarine, Luftwaffe, Flugzeuge, Motorräder und ex Klose Antriebstechnik GmbH & CoKG. Gelten da mildernde Umstände? Ja, ein wenig schon. Dennoch tuts weh. Voll mit wunderbaren Fertigbuttons und gruseligen Grafiken aus der Clipart-Box. Es schüttelt einen. Tut mir Leid, dass so klar und offen zu sagen.

bw hilchenbach