Die Drohne und das Braunbären-Video

Hast Du auch das Video mit dem kleinen Bären-Video gesehen, dass versucht seiner Mama eine Schneewand nachzuklettern? Und dabei ein ums andere Mal abrutscht. Ein riesen Social-Media-Hit im Januar 2019

Alle dachten erstmal: Krasser kleiner Bär. Super süß. Und so tapfer.

Ist er ja auch. Süß. Und mutig. Und stark. Und tapfer. Aber: es hätte für den kleinen Bären viel einfacher sein können. Was wäre er dabei draufgegangen. Und das wohl nicht, weil die Wand so steil oder der Schnee so vereist war. Sondern wegen der Drohne, die das Ganze gefilmt hat! (siehe u.a. Kurier.at)

Das ist mies. Was tun wir nicht alles, für super coole Bilder. Unsere Kameras, unsere Drohnen sind überall. Und das ist oft nicht gut. Und oft nicht richtig.

Ich habe meine Drohne bereits vor zwei Jahren wieder eingemottet. Weil ich kein gutes Gefühl dabei hatte. Weil ich viele Situationen nicht kontrollieren konnte. Weil ich kein Stalker sein wollte.

Man kann mit Drohnen wunderbare Aufnahmen machen. Aber auch viel Mist bauen. Manchmal unbewusst, manchmal sogar bewusst.

Stark designte, farbige Briefmarken aus Guatemala aus dem Jahr 1897

Diese Marken wurden im Jahr 1897 in Guatemala verausgabt. Beeindruckend war für diese Zeit die Farbgebung einiger Werte. Der eigentliche Druck ist zwar nur schwarz. Da aber auf stark farbig getöntes Papier gedruckt wurde, entstehen einzigartige Briefmarken, die es so noch nicht gab.

Briefmarken stamps Guatemala 1897

Aber auch die grafische Gestaltung des Druckes ist extrem gelungen. Die Grafik zeigt neben des Bildes des damaligen Präsidenten von Guatemala, Reyna Barrios, noch das Landeswappen, ein Schiff und eine Lokomotive eingefasst in einen Pupillen-Rahmen.

Anlass dieser Marken war die mittelamerikanische Ausstellung in Guatemala. So etwas wie ein kleineres Pendant zu den Weltausstellungen der damaligen Zeit.

Pictoplasma: Express your universal feels

Die Pictoplasma 2019 steht vor der Tür. Also fast. Demnächst. In Berlin. Am 8. Mai 2019 geht’s los in Berlin.

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Die Pictoplasma-Macher rufen auf zum Einsenden von „Character Reactions Gifs“:

The current state of online communication leaves little room for any reasonable dialogue or exchange of ideas. More often than not, everyone immediately switches to ALL-CAPS, Whataboutism turns into a trolling avalanche of opinionated Internet acronyms, and the absence of empathy stands in direct relation to the lack of any sort of nonverbal cues such as intonation, attitude, rhythm or gesture, all of which we have successfully used to communicate offline for many millennia.

Heißt es dort. Darum Pictoplasma: Express your universal feels weiterlesen

Was ist Patreon? Ich habe mir die Plattform für Kreative genauer angeschaut

Patreon erinnert mich stark an MySpace. Erinnert sich noch wer an MySpace? Das war DAS Social Network, bevor Facebook kam. Mittlerweile ist, zumindest bei den unter 20jährigen, Instagram deutlich cooler und beliebter als Facebook. Aber den Abgesang auf Facebook spare ich mir mal an der Stelle. Und MySpace kennt so gut wie niemand mehr (Herrgott, bin ich alt…) Hier soll es um Patreon, gegründet 2013 und mittlerweile mit viel Venture-Kapital ausgestattet, gehen.

Was also genau ist Patreon? Und wie funktioniert es?

Patreon Screenshot

Offiziell ist Patreon eine Crowdfunding-Plattform. Normale Nutzer (wie ich) können sich auf der Seite mit Kreativen verknüpfen und sie mit einem monatlichen Geldbetrag – Start meist bei 1 Dollar – unterstützen.

Für Kreative kann das eine spannende Möglichkeit sein, um auf einigermaßen sichere monatliche Einnahmen zu kommen. Vor allem findet man auf Patreon Musiker und Produzenten von kleinen Videos. Comic-Zeichner, Digital Artists, aber auch Autoren von Krimis und Science Fiction sind zu entdecken. Klingt nach genau der richtigen Plattform für mich.

Folgen oder ein Patron werden?

Es gibt auf Patreon das Follower-Prinzip. Den Künstlern, die ich spannend finde, kann ich folgen. Ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. So entsteht wiederum ein individueller Stream, ähnlich Facebook, Instagram & Co. Über welchen Algorithmus dieser eigene Stream befüllt wird, muss ich noch herausfinden. Ist an der Stelle (noch) nicht so wichtig.

Fein. Ich habe einen coolen Stream mit lauter Kreativen, die witzige, spannende, inspirierende Inhalte produzieren. Klingt mega. Könnte auch tatsächlich cool sein. Wenn da nicht der „Haken“ mit dem sogenannten Crowdfunding wäre.

Patron werden auf PatreonDie Kreativen wollen (und sollen) ein paar Dollar verdienen. Dafür gibt es für jeden Nutzer die Möglichkeit, statt dem Künstler einfach nur zu folgen, ein sogenannter Patron zu werden.

Jeder Künstler bietet verschiedene Pakete an, zu unterschiedlichen Monats-Preisen. Für 1 Dollar im Monat bekommst Du dieses und jenes, für 2 Dollar das und für 10 Dollar bekommst Du noch deutlich mehr. Diese Angebots-Pakete kenne ich von vielen anderen Crowdfunding-Plattformen. Eher ungewöhnlich ist das monatliche Abo-Modell. Das macht es für Künstler umso spannender. Weil hier eine Art monatliches Einkommen winkt.

Patron-Modell auf Patreon

Content gegen Geld

Aber genau dieses Abo-Modell lässt mich auch stutzig werden. Ist Crowdfunding hier noch das richtige Wort? Oder nur ein hübsches Mäntelchen, um ein Abo-Modell anders zu titulieren. Wieweit unterscheidet sich denn das Patreon-Modell von Netflix, Sky oder meiner Zeitung? Ich zahle Summe X im Monat und bekomme dafür XYZ. Content gegen Geld. Punkt. Ich persönlich finde die Titulierung „Crowdfunding“ an der Stelle fragwürdig. Aber gern können wir das in den Kommentaren ausdiskutieren.

Gut finde ich jedoch, dass Kreativen, oft noch Was ist Patreon? Ich habe mir die Plattform für Kreative genauer angeschaut weiterlesen