Spielspaß ohne Ende zu zweit – an der Wii U

Matias Roskos
07. Januar 2013, 08:56 Uhr, 5 Reaktionen
Kategorie: Fun

Das macht Laune. So RICHTIG Laune! Ich war extrem skeptisch, das gebe ich zu, als ich die Wii U zugeschickt bekam. Doch nach zehn Minuten hatte ich mich vom Skeptiker zum Fan gewandelt. Weil es verdammt viel Spaß macht, mit der Wii U zu spielen. Und das sofort. Kein langes Reinfummeln, kein ewiges Ausprobieren und Lernen. Es geht sofort. Wenn man das notwendige Software-Update erstmal überstanden hat. Aber auch das ging flüssig und unkompliziert.

Meine Erst-Begeisterung wurde duch die vorinstallierte Youtube-App ausgelöst. Endlich Youtube auch auf dem TV sau-bequem schauen können. Top. (mehr dazu auf Socialnetworkstrategien.de, wo ich ausführlich auf die gute Youtube-App eingegangen bin)

Zu zweit auf der Wii U spielen

Warum ich aber ursprünglich so neugierig war auf die Wii U, ist das Spielen zu zweit mit meinem Sohn. Miteinander und auch gegeneinander. Würde das auf der Wii U Laune machen? Und würde dabei das neue Gamepad tatsächlich Sinn machen?

Antwort: Ja. Und nochmals: Ja! Es macht Spaß. Und es macht Sinn. Das Gamepad mit dem Touchscreen macht als Second Screen wie auch als Steuerelement absolut Sinn. Das Touchpad funktioniert angenehm flüssig und intuitiv. Die Steuerung über die beiden Sticks links und rechts ist aus meiner Sicht angenehmer als die bisherigen Wii-Controller.

Der Akku des Gamepads ist zwar erwartungsgemäß recht schnell runter. Aber es liegt der Wii U ein wunderbar langes Ladekabel bei, sodass die Steuerung an der Steckdose hängen kann, während man spielt. Daumen hoch dafür. Weniger beeindruckt war ich dagegen vom Webbrowser. Der taugt leider nicht wirklich viel. Hier hat Nintendo wie gewohnt nicht unbedingt die Nase vorn. Surfen im Netz macht mit der Wii U nicht wirklich Freude. Aber dafür ist sie ja auch nicht gedacht.

Mein Sohn und ich haben uns auf das mitgelieferte “Nintendoland” gestürzt. NintendoLand ist eine Art virtueller Freizeitpark, grafisch hervorragend aufgebaut, mit zwölf “Attraktionen”, also 12 ziemlich coolen Spielen. Keine Ahnung, wann wir damit durch sind. Ich würd in Monaten rechnen. Los ging es mit “Jagd auf Mario”.

Mario Chase” (zu deutsch “Jagd auf Mario”) ist im Prinzip nichts anderes als das gute alte Fangespiel, das jeder aus seiner Kindheit vom Schulhof kennt. Kombiniert mit Verstecken. Und: das macht so richtig Laune an der Wii U. Einer übernimmt die Rolle von Mario und flüchtet vor seinen Verfolgern. Der andere Spieler bekommt zwei Joshis an die Seite gestellt, die wie Spürhunde Mario verfolgen und in einem Labyrinth-Parcours versuchen ihn aufzuspüren. Mit einem Faustschlag stoppen die Joshis Mario und der Fänger kann versuchen Mario zu fangen.

Hört sich einfach an, ist es aber ganz und gar nicht. Weil der Fänger erstmal dran bleiben muss an den Joshis, um zur richtigen Zeit an Ort und Stelle zu sein. Ist er das nicht, kann Mario wieder entwischen und sich neu verstecken. Er hat 2 Minuten Zeit. Findet der andere Spieler ihn bis dahin nicht und schafft es ihn zu fangen, hat Mario gewonnen.

Mario Chase auf der Wii U

Gamepad-Ansicht für Mario Chase auf der Wii U. Rechts die Spielfeld-Übersicht, die der andere Spieler auf dem TV-Screen nicht sieht. Links die eigene Spielfigur: der flitzende Mario.

Und so schaut das Gameplay aus. Ein Blick über die Schulter auf das Gamepad.

Der Fänger spielt über den TV-Screen. Er sieht dabei nicht das, was der andere Spieler mit seinem “Mario” sieht. Daher kann man sich als Mario-Spieler auch tatsächlich verstecken, obwohl der Gegenspieler nur Centimenter von einem entfernt auf der Couch sitzt. Dem Mario-Spieler steht zusätzlich eine Übersichtskarte des Parcours zur Verfügung, über den er sehen kann, wo die Joshis und der andere Spieler sich aufhält. So kann er sich besser verstecken und immer wieder entwischen. Der Fänger hat keinerlei Übersichtskarte, “nur” seine beiden Joshis.

Auf diese Weise bekommt das Gamepad als zweiter Monitor einen echten Sinn. Und ich kann sagen: es funktioniert. “Jagd auf Mario” könnten mein Sohn (9 Jahre) und ich täglich spielen.

Die wunderbaren Pikmins

Als nächstes widmeten wir uns über Weihnachten dem “Pikmin-Abenteuer”. Hier spielten wir nicht gegen-, sondern miteinander. Mein Sohn wollte unbedingt die Rolle eines einzelnen Pikmins übernehmen. Ich spielte die Hauptfigur “Captain Olimar”. Gemeinsam kämpften wir uns durch etliche Level. Herrlich! Das hat so richtig Laune gemacht.

Hier kam das Gamepad weniger als Screen zum Einsatz. Vielmehr dient es mir als Touch-Steuerung. Mit dem Finger berühre ich die Punkte – Monster, Hindernisse, Ding zum Einsammeln – auf die ich feuern bzw. aktivieren will. Mein Sohn steuert seinen Pikmin mit einem ganz normalen Wii-Controller, wie wir sie bereits von der “alten” Wii kennen. Gemeinsam laufen wir durch die Räume und erledigen die Gegner.

Mittels eines Trillerpfeifen-Icons kann ich meinen Sohn rufen. Er landet dann auf meinem Kopf und ich kann ihn gezielt irgendwohin werfen. So kann er oben auf dem Gegner landen und ihn von dort bekämpfen, während ich das Monster von der Seite bekämpfe.

Ins nächste Level kommen wir immer nur gemeinsam. Auch an anderen Stellen ist es immer wieder sinnvoll zu zweit vorzugehen, um am Gegner vorbei zu kommen. So schweißt das Teamplay zusammen. Allein geht es nicht. Ähnlich wie zum Beispiel bei “World of Warcraft”.

Die Pikmin-Abenteuer machen Spaß. Die einzelnen Level sind kurzweilig. Wir sind noch längst nicht am Ende. Gut so. Ich hoffe, wir schaffen es, bis wir die Wii U (leider) wieder abgeben müssen. Und es hat mir als Papa richtig Laune gemacht zusammen mit meinem Sohn zu zocken. Liebes Nintendo: Bitte unbedingt mehr solcher Spiele! Mein Sohn und ich sind sofort dabei!

In Luigis Geistervilla

“Luigis Geistervilla” ist kurzweilig und optisch ein echtes Highlight. Wieder geht es darum den anderen zu fangen bzw. sich nicht fangen zu lassen. Einer stromert als unsichtbarer Geist durch die Villa, der andere hat eine Taschenlampe und sieht den Geist nur, wenn er ihn mit der Taschenlampe streift. Natürlich sieht jeder auf seinem Screen etwas anderes. Auch hier macht also der Second Screen 100% Sinn.

“Luigis Geistervilla” kann man bis zu fünf Spielern finden. Dann müssen vier Spieler versuchen den Geist zu finden.

Die ersten zehn Mal spielen war es verdammt lustig. Leider hatten wir dann schnell den Dreh raus, wie der Geist am geschicktesten vorgeht und Luigi fängt. Danach hatte Luigi keine Chance mehr.

Leider ist die Steuerung von Luigi mit dem Wii-Controller nicht optimal. Der Geist kann durch den Joystick am Gamepad viel geschmeidiger bewegt werden. Was zur Folge hat, das der hölzern umher tappende Luigi permanent Opfer des Geistes wird und immer verliert. Schade. Hat dennoch anfangs verdammt viel Spaß gemacht und wir haben viel gelacht mit Luigi und dem Geist.

PS: Auf keinen Fall versuchen herauszufinden wie der Geist zaubern kann! Dann ist Luigi schon nach einem Zehntel der Zeit immer geschlagen.

Mein Fazit zur Wii U

Ich liebe sie! Was soll ich mehr noch sagen. Vielleicht nur soviel: auch mein Sohn liebt die Wii U.

Es macht Laune ohne Ende. Die Steuerung mit dem Gamepad funktioniert bestens und macht absolut Sinn, wenn die Spiele darauf optimiert sind. Erfreulich auch, dass man bei den meisten Spielen das Gamepad nicht Richtung Wii bzw. Empfänger halten muss, sondern auch schräg im Raum sitzen kann. Nach einer Initialisierung erkennt die Wii genau, wo das Gamepad sich in welchem Winkel aufhält. Topp. Die Optik ist 1A. Nur der Webbrowser ist enttäuschend. Dafür klappt die Verbindung mit dem Wlan und das Updaten via Internet extrem gut und schnell. Die alten Wii-Spiele lassen sich auch bestens auf ihr spielen. Es ist eine Spielekonsole. Eine Spielekonsole, die ich ohne wenn und aber anderen Familien weiterempfehle. Ein grandioses Teil, die Wii U. Danke, Nintendo!

Disclaimer:
Ich habe die Wii U zu Testzwecken bekommen. Dies hat allerdings keinen Einfluss auf Tonalität oder Inhalt dieses Beitrages. Ich wär genauso begeistert, hätte ich sie mir selbst gekauft.

Weitere Testberichte findet ihr hier:


Über den Autor

Matias Roskos
254 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog und bloggt hier rein privat. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er bei einem großen TV-Sender als Community Manager beschäftigt. Er schreibt und war konzeptionell an diversen anderen Webprojekten beteiligt und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de.

5 Reaktionen

  1. Kommentar von Kai
    08. Januar 2013, 15:45 Uhr

    Der Bericht hört sich richtig lobend an!
    Du scheinst wirklich sehr begeistert zu sein von der Wii U.
    Ich zweifel noch etwas und warte auf weitere Spiele. Dennoch werde ich mir die Konsole früher oder später eh kaufen :)

  2. Kommentar von Matias Roskos
    08. Januar 2013, 15:51 Uhr

    Bin ich, Kai. Ohne wenn und aber.

  3. Pingback von Zusammenfassung: Wii U Rudel-Review | PadLive
    09. Januar 2013, 07:46 Uhr

    [...] Wer eher einen text-basierten Beitrag lesen mag, Matias Roskos hat seine Gedanken zu dem Test-Gerät als klassischer Blog-Beitrag verfasst: Spielspaß ohne Ende zu zweit – an der Wii U. [...]

  4. [...] das Visualblog setzt sich zu zweit an die Konsole [...]

  5. [...] fand die WiiU ja schon extrem cool. Aber wenn ich sehe, was die PS4 können wird… Ich muss sie haben! Da führt wohl kein Weg [...]

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