Sie spricht ungern über sich selbst. Wenn die Leipziger Künstlerin Elisabeth Wolf einen Ausdruck findet, der sie am besten umschreibt, dann ist es ihre Kunst. Die 1985 in der Messestadt geborene Malerin und Grafikerin hat weder eine Designschule besucht, noch eine Kunsthochschule. Autodidaktisch, selbstbewusst und ohne Zurückhaltung geht sie mit Leichtigkeit an Schablonen und Vektor-Grafiktechniken und kombiniert Malerei mit grafischen und typografischen Elementen. Dabei lässt sie sich von Street Art und Pop Art beeinflussen und natürlich von ihrem Umfeld inspirieren. Dem Menschen als Einzelperson im Wirrwarr dieser Gesellschaft und alltäglichen Dingen geht Elisabeth mit dem zweiten Blick auf den Grund. Und auch der Betrachter ihrer Arbeiten benötigt diesen zweiten Blick, um sich Ihre Bilder vollständig zu erschließen.
Als sie 2009 als “lagqaffe” zum ersten Mal in Erscheinung trat, hätte niemand geahnt, dass Elisabeth Wolf im gleichen Jahr gleich zwei Ausstellungen auf die Beine stellte. Der „Kanal 28“ und der Szene-Club “Staubsauger” waren die ersten, ungewöhnlichen und passenden Orte ihrer Kunst. Seitdem begegnen die gesellschaftskritischen Schablonier-Bilder und Vektorgrafiken dem geneigten Ausstellungsbesucher regelmäßig in der Stadt. Im Atelier Nord und der sju-Galerie hat Elisabeth ein dauerhaftes künstlerisches Zuhause gefunden. Ebenso im Leipziger „ZuckerMag“, einem Magazin aus dem und für den Leipziger Szeneunderground, für das sie illustriert.
2012 hat Elisabeth viel vor. Weitere Ausstellungen sind geplant und Kollaborationen mit anderen Künstlern, wie zum Beispiel mit Julian Struck, Theaterregisseur aus Hamburg. Sowohl stilistische, als auch örtliche Grenzen sollen überwunden werden. So wünscht sich Elisabeth im kommenden Jahr die Möglichkeit, auch außerhalb von Leipzig ausstellen zu können. Dafür wünschen wir ihr viel Erfolg und freuen uns, sie im VisualBlog präsentieren zu können. Verbunden mit dem wiederholten Aufruf, auch dich hier mit deinen Arbeiten zu zeigen. Gern bieten wir jungen Talenten genau so wie etablierten Künstlern die Möglichkeit, sich und ihr Artwork vorzustellen. Wir sind immer nur eine E-Mail von dir entfernt…













Eine Reaktion
02. Januar 2012, 13:28 Uhr
Wunderbare Arbeiten! lagqaffe trifft einfach den Zeitgeist. Ich bin von ihrer Kunst immer wieder begeistert und denke, man wird noch viel von ihr hören, denn sie ist sehr fleißig. ;-)