Webinale und Webcuts.11: Vorhang auf!

Heute startet in Berlin die Webinale und ich wünsche Teilnehmern wie Veranstaltern ein paar tolle Tage! Zum zweiten Mal werden im Rahmen der “holistic web conference” dabei auch die Webcuts verliehen: am 31. Mai, also bereits morgen, präsentieren sich die nominierten Internet-Movies auf der großen Leinwand im BABYLON. Einreichungen aus aller Welt und vor allem herausragende Beiträge von in Berlin lebenden internationalen Kreativen, Filmemachern und Webdesignern beeindruckten bereits vorab die Wettbewerbsjury. Sechs der 24 nominierten Beiträge in den Kategorien Infotainment, Collaborative Projects, Webcuts Classics, Web Documentary und Machinima wurden aus Berlin eingereicht und verdeutlichen den kreativen Stellenwert der Stadt in der Filmszene.

Zum 10-jährigen Jubiläum spiegelt sich im Programm von Webcuts.11, was der Metropole Berlin schon lange vorhergesagt wurde: Berlin inspiriert und ist zum Lebensmittelpunkt vieler international tätigen Kreativen geworden,“ so Masoud Kamali, Geschäftsführer Software & Support Media. „Als Award-Sponsor und Mitveranstalter von Webcuts sehen wir hier in Berlin große Zukunfts-Potentiale und schätzen die Stadt als Austragungsort für unserer holistic web conference webinale, die internationalen Designern, Webentwicklern, Managern und Entrepreneuren ein lebendiges Forum für Inspiration, Networking und praktisches Know-how bietet.“

Webcuts.11- Screening + Award-Verleihung beginnen um 19.30 Uhr und für gerade mal 10 Euro Eintritt bekommt ihr dort wirklich jede Menge inspirierende Unterhaltung geboten!
Zur Einstimmung gibts hier noch mal meinen Favoriten aus dem Vorjahr:

The Longest Way 1.0 – one year walk/beard grow time lapse from Christoph Rehage on Vimeo.

Wir verlosen 2 Komplettpakete des Gratis-Comic-Tags 2011

Am vergangenen Samstag wurde zum zweiten Mal der “Gratis-Comic-Tag” veranstaltet und Comic-Fans wie Händler sind sich gleichermaßen einig, er war wieder ein voller Erfolg. Der Gratis-Comic-Tag ist ein gemeinsamer Aktionstag vieler Comic-Verlage und Comic-Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Verlage haben dazu eigens mehrere Dutzend Comics produziert, die kostenlos erhältlich waren. Die Bandbreite reicht dabei von frankobelgischen Abenteuern über US-Superhelden-Action bis zu deutschen Independent-Comics und mehr.

Und jetzt kommts: wir verlosen 2 Komplettpakete des Gratis-Comic-Tags 2011 und das sind sage und schreibe 2 x 44 Comics! Mehr dazu am Ende des Beitrags.

Einen großartigen Einblick in den Tagesablauf eines Sammlers auf der Jagd nach den Gratiscomics und damit auch in die Aktion an sich hat unser Freund Ralf im Fantasyguide veröffentlicht. Im Text erwähnt wird auch “Comics & Graphics” von Frank Wochatz. Mit Frank verbindet mich nicht nur der gleiche Vorname, er ist nun auch schon seit mehreren Jahren der Comicdealer meines Vertrauens.

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Site of the Week: Civil War 150

Geschichtsuntericht der besondern Art gibts auf history.com. So wurde der amerikanische Bürgerkrieg anlässlich seines 150 Jahrestages grafisch exzellent aufbereitet. Für Freunde historsicher Daten, Zahlen, Fakten und Akteure sowie für Freunde der ansprechenden Infografik einer großartige Fundgrube. Für mich ist diese Seite noch etwas mehr. Ein virtuelles Mahnmal für die Konsequenzen von Kriegen.

Kommunikationsdesign als Marke – Ideen zur Selbstvermarktung

Die NBVD-Nische in meinem Vanpey-Bücherregal bekommt Zuwachs: die neueste Veröffentlichung aus dem Norman Beckmann Verlag, “Kommunikationsdesign als Marke – Ideen zur Selbstvermarktung” von Damian Gerbaulet.

»Designer« – diese Berufsbezeichnung wird vornehmlich mit den Bereichen Mode- und Produktdesign assoziiert. Warum dies so ist, was man als Designer von einem Koch lernen kann, wieso prominente Kommunikationsdesigner rar gesät sind, und welche Wege aus dieser misslichen Lage führen, untersucht »Kommunikationsdesign als Marke«.



Gerbaulet beschäftigt sich mit Selbstvermarktung und Markenentwicklung im Kommunikationsdesign. Nach einer intensiven Untersuchung der Herkunft und des Wesens des Phänomens Marke, wird die Kommunikationsdesign-Branche auf ihre Eigenheiten und Hürden erforscht. Ausgehend von den gewonnenen theoretischen Erkenntnissen wird ein eigens entwickelter zyklischer Prozess vorgestellt, der als Leitfaden und Denkanstoß zur Markenentwicklung im Kommunikationsdesign dient.
 In darauf folgenden Gesprächen mit renommierten Gestaltern (u. a. Kurt Weidemann und Stefan Sagmeister) wird anhand der jeweiligen persönlichen Werdegänge und Positionen das Verhältnis von Marke und Kommunikationsdesign näher hinterfragt.

»Kommunikationsdesign als Marke« gewährt längst fällige Einsichten in eine komplexe Branche, der ein »gesünderes« Maß an Selbstdarstellung gut täte. Wie immer bei Norman Beckmann exzellent illustriert.

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Ausstellung Stattbad Wedding – Wedding Walls

Letztes Wochenende wurden die “Türen für ein Event der besonderen Art” im Stattbad Wedding eröffnet. Unter dem Titel No More Butter By The Fishes feierte das Stattbad Wedding seinen 2. Geburtstag und stellte das neue Projekt WEDDING WALLS vor. Grund genug, mal vorbei zu schauen. Keineswegs war die Ausstellung auf die innen gelegenen Räumlichkeiten beschränkt. Den Besucher erwarteten ganz im Sinne des Titels die hergerichteten Fassaden des Gebäudes, welche flächendeckend mit Graffitis bekannter Streetartisten der Berliner Szene bedeckt waren und eine gelungene Erweiterung der Ausstellung in den öffentlichen Raum bezeichneten. Wo war Anfang, wo war Ende? Beim bemalten Flaschencontainer an der Ecke? An der gegenüberliegenden Wand? An der U-Bahn Haltestelle? Sicherlich war bei mir ein frühzeitiger Endpunkt erreicht, als ich drei Euro für eine kleine Flasche Veltins löhnen musste (im Wedding!), die mir von einem affektiert rumspackenden Typen in Sturmmaske verkauft wurde, der allem Anschein nach der überbordenden Performanz zum Opfer gefallen war. Mit großer Verspätung wurden dann die Pforten zur Vernissage um 20:00 Uhr geöffnet. Die Installation von Anna Rosznowska im Pool des Bades habe ich leider verpasst, wir wurden aber netterweise noch eingelassen, um deren Überreste zu bewundern – punktuelle Scherbenhaufen im weiten Hellblau der Beckenfliesen. Die folgende Vernissage wurde auf engstem Raum präsentiert. Ich durfte die hervorragenden Fotografien von Gert Mittelberg bewundern, sehr gelungen aufbereitet auf Leuchtwänden, die im dunklen, von metallenen Rohren durchzogenen Keller des ehem. Stadtbades eine sehr intensive Eindringlichkeit entfalteten. Auf dem Boden und in einigen Ecken angebrachte Monitore zeigten Bilder von Just, daneben ein Screening des Films Wedding Walls von Tamas Haragay, von dem man leider kein Wort verstehen konnte. Mein absolutes Highlight jedoch war ein Raum weiter hinten, klein, eng, von schwach gelbem Neonlicht erhellt, in dessen Mitte sich ein alter, schmutziger Spiegel horizontal auf Hüfthöhe aufgebahrt fand, der wiederum von drei Fruchtgummis in dessen Zentrum geziert wurde. Wie ferngesteuert bewegte ich mich mit der sinnhungrigen Bohème-Meute auf den Spiegel zu und versuchte in meinem dort erblickten Selbstbild das Wesen der Kunst neu zu entdecken – und scheiterte. Ich wusste einfach nicht, warum gerade drei Fruchtgummis im dreckig-spiegelnden Rechteck. Nach kurzer Beratung mit den Kunstkampfgenossen und Blick aufs Programm erhellte sich mein Geist: Wir waren in einen Abstellraum gelaufen.

Site of the WeeK: Pica Pic

Wie geil ist das denn! Willkommen in der Retro Handheld Games Collection “Pica Pic“. Lange bevor ich das erste Mal einen Gameboy in den Händen hielt, daddelte ich mir die Finger an genau so einem Teil russischer Bauart wund. Die Polnische Agentur Hipopotam (deren Seite allein schon das Zeug zur SOTW bei uns hat) sammelt die Retrospiele und stellt sie so ins Web dass wir sie spielen können!