In letzter Zeit mache ich mir immer häufiger Gedanken über das Bloggen selbst. Grundsätzlich sollte sich jeder, der ein Werkzeug benutzt, und ein Blog ist in erster Linie nicht mehr als ein Werkzeug, ein Instrument zur Veröffentlichung von Inhalten eben, über selbiges Gedanken machen, reflektieren, wie es überhaupt sinnvoll genutzt werden kann und was sich damit im (nicht nur) kreativen Prozess herstellen lässt. Die Debatte verläuft sich momentan wieder in Richtung Monetarisierung. Doch zunächst sollte man ein paar Schritte zurück machen und mal überlegen, wie man das eigene Blog überhaupt nutzt, wo man sich positioniert, wie es denn so um die Qualität und Qualitätssicherung der verfassten und noch zu verfassenden Beiträge bestellt ist, ob man überhaupt schreiben kann (!) und es für absolut notwendig hält, seine Gedanken zu teilen und so weiter und sofort. Diese meine Gedankengänge werde ich zu einem anderen Zeitpunkt erschöpfend ausführen und erläutern.
Das hier ist allerdings nur ein Opener, der Prolog, das Vorspiel in der Dramaturgie meiner Blogreflektionen. Und im klassischen Sinne stelle ich zwei Protagonisten vor, die dann jedoch nur Fragment bleiben (im besten postmodernen Sinne) und an keiner Stelle mehr erwähnt werden.
Zwei Blogs, die ich täglich und sehr gerne lese sind Clients from Hell und Unhappy Hipsters. Beide sind monothematisch angelegt, beide bestehen aus sehr kurzen Episoden, beide zeichnen sich durch äußerst spitzen Humor, Ironie und die Kunst einen Gedanken kurz und schmackhaft auf den Punkt zu bringen aus. Außerdem arbeiten sie nicht auf, verteilen nicht weiter, sondern erstellen bzw. fügen eigene Inhalte zu einem bestehenden hinzu, so dass aus der Kombination etwas völlig neues entstehen kann. Beide Blogs sind kohärent und stringent, zwei Qualitätsmerkmale, die ich oft (meistens) bei dem Großteil aller deutschen Blogs die ich lese, vermisse. Hinzu kommt noch, dass beide Blogs über sich selbst hinaus weisen, in dem sie einen kritischen Blick auf die Konstruktion medialer Inhalte freimachen. Und das, wie schon gesagt, mittels Humor. Ihren Inhalt präsentieren die Blogs dann am Besten selbst:








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