Julian Over macht etwas sehr Spannendes: Er überschreibt bzw. übermalt Werbeflächen mit Hilfe computergestützter Erweiterung der Realitätswahrnehmung, auch Augmented Reality genannt. Und damit ist er so etwas wie ein digitaler Adbuster, der die Räume für die Kunst und schließlich für die Menschen auf dieser, nun ja, digitalen Metaebene zurückerobert. Wie wichtig die Ausweitung der Kunst auch auf diese Struktur ist, besonders der bewusst das System störenden Aktionskunst, wird deutlich, wenn Google bereits vorhat, die realen Werbeflächen in der erweiterten Realität nochmal zu vermieten und hier dann wiederum Werbung zu schalten. Kunst versus Kapital, der Kampf wird auf der nächsten Wahrnehmnungsebene fortgeführt.
Artvertising Berlin, Transmediale 2010 from Julian Oliver on Vimeo.







Eine Reaktion
28. April 2011, 10:09 Uhr
[...] Produkte werden den Markt überschwemmen, auch Künstlern und Werbern bieten sich neue, digitale Betätigungsfelder. Gerade zwischen diesen beiden Gruppen [...]