20 Fotos Streetart im Friedrichshain

Ich hatte mit Timo, dem neuen VisualBlog-Co-Chefredakteur, vereinbart, wenn es sich anbietet hier auf dem VisualBlog etwas Pingpong zu spielen. Oft sehen wir Dinge anders, betrachten sie aus einem anderen Blickwinkel, haben eine andere Grundeinstellung dazu. Doch beide lieben wir spannende Kreativprojekte. Und beide haben wir einen Hang dazu junge Talente zu entdecken und zu supporten.

Streetart ist für mich zu 80% einfach nur Schmiererei und Schmutz. Postbubertäres Rumgekritzel. Was man als Kind nicht durfte, lässt man nun raus. Wie ein Hund, der an eine Hauswand pinkelt. Aber (!): 20% der Sachen sind großartig. Sie sind Kunst. Sie liebe ich. Trotz des ganzen Rotzes dazwischen.

Timo war neulich in MEINEM Kiez unterwegs. Ich wurde im Friedrichshain geboren. Ich zog dann mehrmals um innerhalb Berlins. Aber seit über 15 Jahren lebe und arbeite ich hier in Berlin-Friedrichshain. Hier nun mein fotografischer Rückschlag auf Timos Graffiti-Post neulich. Viel Spaß damit.

Streetart Friedrichshain 2010

Streetart Friedrichshain 2010

Streetart Friedrichshain 2010

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Bilder aus Berlin: das hässlichste Gebäude der Stadt

Ich wohne im Friedrichshain, ganz nah an der Spree. Seit über 15 Jahren. Ich habe vieles kommen und vieles gehen sehen. Manches vermisse ich, manches habe ich freudig begrüßt, anderes verdammt. Aber was man sich nun erlaubt hat, verursacht mir seit Monaten innerlich heftigste Schmerzen, wenn ich daran vorbei fahre.

Wie kann man ein solches Gebäude neu bauen und an die Spree stellen. Es ist so hässlich, dass es einen schüttelt. Dieses Haus in der Stralauer Allee 12 ist eine Schande für die Stadt und für den Stadtbezirk. Ich dachte, die Zeiten der Bausünden aus den 60er und 70er Jahren hätten wir hinter uns und man hätte daraus gelernt. Doch wenn ich dieses Haus sehe, frage ich mich, was den Architekten und diejenigen, die es genehmigt haben, geritten hat? Waren da noch ein paar Bauteile aus dem Jahr 1974 übrig, die man billig verbauen konnte? Damals wollte man sie vermutlich nicht haben, weil das NVA-Grün schon damals das Stadtbild verschandelt hätte. Und nun setzt man es direkt neben die wunderschönen, alten Hafenbauten des Berliner Osthafens. Ob sich Labels2, die dort eingezogen sind – waren sie auch verantwortlich für dieses abgrundtief hässliche Bauwerk? – einen Gefallen getan haben, möchte ich bezweifeln.

Ich schäme mich für meinen Stadtbezirk. Dass so etwas möglich ist, macht mich tief traurig. Oder wie seht ihr das?

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Das hässlichste Haus Berlins

Noch ein paar mehr Fotos der Grausamkeit in meinem Flickr-Album dazu.

Site of the Week: Walk the Line Festival

Am 14. und 15. Mai 2010 geht das “Walk the Line” Festival über die Bühnen von Den Haag. Veranstaltung und Künstler werden auf der Website zum Fest exzellent und unterhaltsam vorgestellt, großartig illustriert und unaufgeregt geflasht. Macht Spaß sich zu informieren und lockt ganz sicher nach Den Haag, im Mai.

Walk the Line Festival

Hässlichste Seite des Monats März: Origamifan

Ich muss gleich vorneweg zugeben: so RICHTIG hässlich finde ich die Seite gar nicht! Der Header ist vollkommen in Ordnung, die Farbgestaltung im Prinzip okay. Und der Inhalt ist sogar super!!! Lauter Videos wie man Origamis faltet. Viele Origami-Fotos. Super.

Aber es gibt ein paar Elemente auf dieser Origami-Fan-Seite, die alles zunichte machen. Zum einen ist das die gruselige Startseite. Was soll die? Wozu ist die gut? Um “Hereinspaziert” zu sagen? Blödsinn. Bitte weg damit. Auch die Willkommens-Seite danach tut noch echt weh. Ein animierter Schneemann? Dazu ein animierter Origami-Schmetterling. Puh. Das ist zu viel. Etwas mehr Ruhe würde hier gut tun.

origami fan

Als nächstes die Navigation. Jeder Menüpunkt hat ne andere Farbe. Mal sind die Worte komplett groß geschrieben, mal nicht. Die Navigation ist ein unruhiger Tuschkasten, der einen positiven Gesamteindruck zerstört. Was soll das? Warum macht man sowas?

Und dann dieser fürchterlich Maus-Verfolger… Sowas hemmt nicht nur die Performance, er ist auch albern und langweilig. Darum habe ich beschlossen, diese Seite, die mir im Prinzip sehr sympathisch ist, zur hässlichsten Seite des Monats hier im VisualBlog zu machen. Ich würd es genial finden, wenn hier schnell Hand angelegt wird. Viel ist ja nicht zu tun: weg mit der Startseite und sofort rein ins Geschehen. Willkommensseite ruhiger gestalten und aufs Wesentliche konzentrieren. Damit man nicht gleich die nächsten Interessierten verliert. Dann den Maus-Verfolger löschen. Navigation einheitlich gestalten. Und schon haben wir ne schicke und inhaltlich großartige Webseite!

Es geht hier nicht um blödes Rumgenörgel. Auch wenn die Betroffenen es vielleicht so empfinden (siehe Kommentare aus dem Januar). Es geht darum, dass man mit solchen Webseiten Leute verliert, die Interesse am Thema haben. Sie klicken gar nicht erst weiter, weil sie abgelenkt, abgeschreckt werden. Und das ist schade. Darum meine Kritik bitte als konstruktiven Input verstehen. Und was draus machen. Das würde mich echt freuen.

origami fan

keychee: fires and wires

Keychee hat seit Anfang diesen Monats sein neues Album draußen: fires and wires. Das Album steht unter Creative-Commons-Lizenz und kann hier kostenlos runtergeladen werden.

keychee

Ein paar unpassende Sätze: Ich kann sein Werk nur mit den gleichen Worten zu fassen versuchen, die ich schon der Beschreibung des Cover-Artworks zugedacht habe – warm verstörend. Das Besondere an seinem Stil, den zu benennen er im Übrigen klar verweigert, ist gerade für mich, dass sich die Musik so schwer fassen, so schwer nur in Worte kleiden lässt. In Kenntnis seiner früheren Alben, und ich bekenne mich an dieser Stelle klar zum Bewunderer seiner Kunst, der Kunst eines Freundes wohlgemerkt, darf behauptet werden, dass dieses Album sein bislang ‘positivstes’ Werk darstellt. Gleichwohl sind die einzelnen Stücke von Dissonanzen durchzogen, einem Riss im Gefüge der Welt, immer sacht, nie aufdringlich, vielmehr eine Klang- und Empfindungswelt vieler kleiner Risse, kleiner Wunden. Hier tun sich keine unüberwindbar pathetischen Schluchten großer Wehmutsgesten auf, hier schreit kein düsterer Prediger nach Erlösung. Unheilbar, unversöhnlich ist das Werk trotzdem, ob mit der Welt oder deren vielen hohlen Vorstellungen, die wir täglich, stündlich, sekündlich ertragen müssen, ob unversöhnlich mit sich selbst oder seinem Erschaffer, ich weiß es nicht, ich will es auch gar nicht wissen. Für mich ist nur eines sicher: Solange ich das Album höre weiß ich mich vor vielen sanften (Ab)gründen stehen, vor mir entblößt sich mindestens eine Sehnsucht verheißende Weite, Flüsse fließen auf und ab und ich fühle mich der Frage ganz entrückt, ob ich nun springen soll oder eben nicht. Ich bin entrückt doch Abstand gewinne ich keinen.

Am 27. März tritt Keychee feat. Hoermes hier in Berlin im Schokoladen auf. Dabei wird er visuell begleitet von Vjane ma.beat. Ich werde den Auftrtitt filmen und in den kommenden Wochen zusammen mit keychee ein kurzes Video aus dem Material basteln, was natürlich hier auf dem VisualBlog Premiere feiern wird.

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Site of the Week: DRIFTLAB

Lange hats gedauert, jetzt endlich online und wie nicht anders zu erwarten ein Fest für die Augen: DRIFTLAB haben gerelauncht! Seit ich mich für Webdesign interessiere, begeistert mich Scott Cook immer wieder. Über all die Jahre blieb er innovativ und kreativ und dabei seinem Stil doch stets treu. Das ist nachhaltig und gefällt mir. Sehr. Wie auch die neue Website. Großartiges Showreel, exzellent präsentiert.

DRIFTLAB

Rock‘n‘Roll bedeutet das Leben für mich…

Mit Manuel Cortez kommt heute ein weiterer Juror der Jury zum aktuellen CROW´n´CROW-Design-Contest “ROCK ON!” zu Wort. Manuel lebt als Schauspieler und Fotograf selbst Rock‘n‘Roll, inspiriert und kreiert. Was er zu Rock und Roll, Kreativität und Inspiration zu sagen hat, könnt ihr im CROW´n´CROW Blog nachlesen.

Manuel Cortez

Site of the Week: AgencyNet

Auf den Punkt gebracht: für mich ist der Webauftritt der Marketing Agentur “AgencyNet” aus Florida die beste Agenturpräsenz, die mir in letzter Zeit auf den Screen gekommen ist. Die macht Spaß und vermittelt auf den ersten Blick alle Kompetenzen, die eine moderne Agentur mir vermittel soll. Grandios! Undbedingt auch das “Making of” ansehen. Viel Spaß beim erkunden der Räumlichkeiten!

AgencyNet

Hamburgs Kreative – Das Verzeichnis

In einem neuen Format, einem optimierten Grundlayout und mit einem stattlichen Umfang von insgesamt 396 Seiten kommt die druckfrische Ausgabe des Jahrbuches „Hamburgs Kreative – Das Verzeichnis“ daher.

hhk2010

Das hochwertig produzierte Hardcover-Kompendium aus dem Hause NBVD präsentiert auch in 2010 individuelle Selbstdarstellungen von erlesenen Werbe-, Design und New Media-Agenturen, Freelancern, Illustratoren, Fotografen und weiteren Mediendienstleistern aus der Hansestadt.

hhk2010

Das Teilnehmerfeld der neuen Ausgabe glänzt mit zahlreichen bekannten Namen, aber auch vielversprechende Newcomer finden ihren Platz. Vertreten sind z. B. Agenturen wie Barutzki Design, deepblue networks, Draftfcb, EIGA, Elephant Seven, feldmann+schultchen, fischerAppelt, furore, Format Design, FutureBrand, G2, Generation Digitale, giraffentoast, gürtlerbachmann, kempertrautmann, Kolle Rebbe, LIGALUX, loved, Menschlabor, Mutabor, Ost-Kombinat, palisander, Pflokschaf & Myers, Scholz & Friends, studio elfenbein, Tom Leifer Design oder weigertpirouzwolf, um nur einige zu nennen.

hhk2010

Wie gewohnt runden redaktionelle Beiträge hochkarätiger Branchenvertreter die bunte Sammlung der Eigenpräsentationen zusätzlich ab. Die Autoren sind diesmal: Peter Schmidt (peterschmidt christian von der heide), Bernhard Lukas (Lukas Lindemann Rosinski), Matthias Ballmann (Buero Matthias Ballmann), Matthias Schrader (SinnerSchrader) und Florian Grimm (Grimm Gallun Holtappels).

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von „Hamburgs Kreative – Das Verzeichnis“!

Site of the Week: David Maupilé

David Maupilé lebt als freier Fotograf in Hamburg und hat ein exzellentes Fotofolio online. Webseiten von Fotografen und jenen, die sich für welche halten gibt es wie Sand am Meer im Web. Es bedarf außergewöhnlicher Motive und Präsentationsideen, um sich allein zu stellen. David Maupilé gelingt dies: wunderbare Fotostrecken, eingesteckt in ein Leporello. Das ist gleichermaßen simpel wie grandios. Ich bin begeistert!

David Maupile

David ist letztes Jahr mit wunderschönen Eindrücken, Geschichten und natürlich Photos aus Argentinien zurückgekehrt. Seine Arbeiten über argentinische Gauchos sind noch bis zum 07.03.2010 in den Ausstellungsräumen der Wache 23 in Ludwigsburg zu sehen.