Die Woche wird es wieder etwas dunkler und (post)moderner mit A Scanner Darkly von Richard Linklater (2006).
A Scanner Darkly basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip K. Dick, einer dystopischen Geschichte über die Auflösung des Individuums in einer von Überwachung geprägten Gesellschaft, Drogensucht und Selbstverlust. Richard Linklater hat eine einzigartige Ästhetik entworfen, die allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Alle Szenen wurden real gefilmt und dann in Comicform übersetzt bzw. überzeichnet. Dadurch wirkt die hier entworfene Welt auf seltsame Weise realer, als es im Comic sonst der Fall ist, gleichzeitig jedoch auch abstrakter, versetzter und verzerrter. Die Geschichte ist ein klassisch existenzielles Verwirrspiel, die ihre Tiefe und Komplexität insbesondere den hervorragenden (wenn auch sehr langen) Dialogen verdankt. Woody Harrelson und Robert Downey Jr. liefern in jeweils ihrer Version durchgeknallter Süchtiger eine glänzende Vorstellung, die Spannung bleibt bis zum unvorhersehbaren Ende erhalten. Die Demarkationslinie zwischen Gut und Böse verschwimmt und niemand kann sich mehr sicher sein, wo er eigentlich steht – oder wer er überhaupt ist. Ein Film nicht nur für Exzentriker und Philosophen.






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