Großartiges Kino: Ganz nah bei dir

Matias Roskos
13. November 2009, 08:56 Uhr, 1 Reaktion
Kategorie: Kultur

Das Wichtigste gleich vorneweg: wenn ihr den Film sehen wollt, dann unbedingt heute oder am Wochenende rein ins Kino! Denn länger wird er vermutlich nicht in den Kinos zu sehen sein. Weil der Filmverleih sich nicht traut. Man lässt lieber diese teuren Hightech-Gehirnlos-Baller-Scifi-Streifen in Schleife laufen. Weil man dem Publikum mehr nicht zutraut.

“Ganz nah bei dir” ist Kino, wie ich es liebe. Still und poetisch. Dann wieder skurril und urkomisch. Man muss sich vorsehen. Denn man bekommt Lachfalten ohne Ende von diesem grandiosen Film. Ich hab mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt im Kino. Danke dafür an die Regisseurin Almut Getto, die bei großartigen Protagonisten Bastian Trost und Katharina Schüttler (Wie kann man nur so bezaubernd eine Blinde spielen?! Ich verneige mich ganz tief.) und dem ganzen Team, dass diesen Film so einzigartig machte.

Ganz nah bei dir

Und hier ein paar Worte eines guten Freundes. Treffender kann man es nicht formulieren:

“Ganz nah bei Dir” fängt den Zuschauer mit den ersten Bildern ein. Der skurrile und doch so ernste Alltag Phillips ist auf eine tragische Weise witzig, die Sympathien einfordert, vielleicht sogar Mitleid – nicht ganz zufällig sieht Phillip abends Buster Keaton im Fernsehen. Der traurige Clown ohne Lachen trifft auf das lebensfrohe Mädchen ohne Sehen. Diese magische Konstellation fängt die Kamera in einer grandiosen Szene ein, wenn Philip seine Pantomime-Nummer vor Lina aufführt.

„Naja, wenn’s zu gut geht, ist die Gefahr, dass es bald wieder schlechter geht, größer. Deshalb ist zu gut nicht gut.“ – erklärt Philip seinem Therapeuten über seine Beziehungsskepsis und erklärt damit eine ganze Generation. Material aus dem Kult entsteht.

Dass dabei immer wieder Platz für ein Lachen ist, welches nicht aus Schadenfreude oder Gehässigkeit geboren wird, sondern aus der bezaubernd schrägen Atmosphäre des Films, zeigt die besondere Eleganz, mit der Almut Getto und ihr hervorragendes Ensemble arbeitete. Vielleicht hat die wiedervereinte BRD endlich ihr Paul und Paula gefunden. Trotz Happy End.

Ein Kultfilm, der sich hoffentlich in die Herzen der Kinogänger zaubern wird.

Dem kann ich mich nur anschließen. Und auch Oliver vom Schorleblog sieht es ganz genauso. Das freut mich!

Los, Leute. Rein mit euch in “Ganz nah bei dir”! Hier gehts zum Trailer.

ganz nah bei dir

Und hier gibts ein Making-Off von den Modellfliegern von Toni Clark practical scale. Großartig, Leute!


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Über den Autor

Matias Roskos
2461 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

Eine Reaktion

  1. Kommentar von Marlon
    22. November 2009, 20:13 Uhr

    ich denke bei dieser art von film , muss es nicht das kino sein da hier keine effekt effekthascherei betrieben wird wie in den 0815 produktionen

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