Per Email wurde ich auf folgenden Artikel auf Forbes aufmerksam gemacht: “The Creativity of Crowds“. Danke Felix!
Darin geht es vor allem auch CrowdSpring, die seit ein paar Monaten in den Staaten genau das machen, was wir mit VOdA seit nunmehr drei Jahren professionell tun: Crowdsourcing im Kreativbereich. Artikel wie dieser zeigen, das immer mehr Medien und vor allem auch Kunden diese Art der Generierung von Kreativleistung ins Auge fassen. Da ist eine Welle ganz offensichtlich im Anrollen. Und wir haben frühzeitig auf dieses Pferd gesetzt. Aus zwei wichtigen Gründen: 1. weil wir daran glauben, dass es überall gute Kreative gibt und nicht allein Profis spannende Ideen hervorbringen. Und 2. weil es uns Spaß macht neue Wege aufzuzeigen, zu testen und kreativen Menschen zu helfen mit ihren Ideen voran zu kommen.
Wie viele wissen, beschäftige ich mich seit einigen Jahren nun schon sehr intensiv mit diesem Themengebiet. Für Create or die gibt es dazu auch eine Artikel-Serie von mir, wo ich versuche Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken, Gutes und weniger Gutes aufzuzeigen. Auch auf der Internet World letztes Jahr in München und der Xtopia, der Microsoft-Konferenz hier in Berlin durfte ich ausgiebig zu diesem Themengebiet sprechen und stieß auf weit geöffnete und interessierte Ohren. Ich glaube fest daran, das Kreativ-Crowdsourcing in der Zukunft ein fester Bestandteil des Internetbusiness sein wird. Auch hier in Deutschland. Kreativ-Crowdsourcing kann und sollte Web 2.0 in seiner besten Form sein. Offen und ehrlich, fair und kommunikativ. Neue Horizonte aufzeigend, spannende Ideen hervorbringend. Und allen Seiten Spaß und Mehrwerte bringend.
Nicht ganz zufällig erscheinen immer mehr Plattformen für dieses Segment auf dem Markt. Ich denke da an Jovoto, Designenlassen.de, Crecomu, die auch in diese Richtung möchten, Wilogo und andere. Das Problem der meisten neu entstehenden Plattformen ist in erster Linie (Neben der Kundengewinnung, um wirtschaftlich überleben zu können, die von den meisten unterschätzt wird. Kunden kommen nicht von allein. Man muss viel dafür arbeiten.) die fehlende Community, die erst mühselig aufgebaut werden muss. Da liegt ein großer Vorteil für uns mit VOdA und der VisualOrgasm-Community. Wir arbeiten seit 2001 an dem Aufbau eines funktionierenden Netzwerkes für Kreative, zu dem auch das VisualBlog gehört, das Schreiben von Artikeln auf anderen Plattformen, das Supporten von Events wie der Pictopia, dem Organisieren von Barcamps (Barcamp Berlin II 2007 sowie Communitycamp Berlin November 2008 und demnächst ein Kreativcamp in Berlin!), persönlichen Empfehlungen von Grafikern und Illustratoren, dem Zuhören, wenn Kreative uns nach Rat fragen und vieles mehr.
Was will man mit einer Plattform ohne Community? Oder einer viel zu kleinen? Wenn man dann noch ausschließlich Contests im Niedriglohnsegment anbietet, wird es schwer wirklich gute Leute für Contests zu gewinnen. Dazu gehört einfach mehr. Ein glaubwürdiges, langfristiges Konzept vor allem. Ob diese Plattform oder geschlossen ist, ist wohl eher eine strategische Frage. Wir bevorzugen eindeutig komplett offene Aktionen, was auch mit gutem Viralmarketing und Suchmaschinenoptimierung zu tun hat.
Die Stärken einer guten Software-Lösung treten da schnell in den Hintergrund. Was nicht heißen soll, das wir uns nicht freuen würden endlich mit einem vernünftigen Web 2.0 Portal an den Start gehen zu können um unserer genialen Community ein besseres Zuhause geben zu können. Wir arbeiten dran. Vielleicht ergibt sich ja endlich im Laufe der kommenden Monate etwas und wir finden einen Partner, der passt und mit uns zusammenarbeiten möchte.
Wir glauben an das Thema, was die regelmäßigen, sehr positiven Kundengespräche auch immer wieder beweisen. Crowdsourcing im Kreativbereich hat eine echte Chance. Wenn man es fair und glaubwürdig anpackt. Wenn man die Kreativen ernst nimmt und Wege ebnet zwischen Kunden, die bereit sind faire Preise zu bezahlen und den Kreativen, die, wie bei CrowdSpring in dem Artikel auf Forbes besprochen, aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen, Schichten und Regionen kommen. Es macht Sinn, für alle. Weil es neue Ideen generiert, Kreativen die Chance gibt sich neuen Kunden zu präsentieren, Mundpropaganda erzeugt wird durch das Beschäftigen mit der Marke oder dem Produkt, sich Google auch noch freut (Suchmaschinenoptimierung) und viele zudem Spaß an solchen Aktionen haben. Wir auch. Jeden Tag von Neuem. Das ist die beste Voraussetzung um sich auf diesem Gebiet zu tummeln. Wer dies nur deswegen tut um Kohle zu scheffeln, wird scheitern. Passion und Glaubwürdigkeit sind viel wichtigere Zutaten als BWL, Ajax und PR-Gebrabbel.






Eine Reaktion
05. Februar 2009, 04:49 Uhr
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