Auf Netzwertig.com gibt es eine super spannende Diskussion angeregt durch zwei exzellente Artikel von Marcel Weiss zum Themenkomplex ökonomische Zukunftsaussichten von Musikern. Marcel hat sich viele interessante Gedanken gemacht, die ich euch hier nicht vorenthalten möchte und die in die gleiche Richtung zielen wie in diesem Artikel von mir vor anderthalb Jahren angerissen.
Die zwei wesentlichen Punkte meiner Ausführungen zur ökonomischen Situation und den daraus entstehenden Konsequenzen für Musiker lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1. Musikdateien können ohne Kosten kopiert und verbreitet werden.
2. Musiker können in Zeiten des Webs nicht nur ebenso gut, sondern auch besser verdienen als in den Zeiten, als es nur physische Tonträger gab, indem sie die Kosten für die Musikaufnahmen nicht durch den Verkauf der Kopien dieser Aufnahmen versuchen einzunehmen, sondern über andere Wege. Die erfolgversprechendste Strategie ist, die digitalen Musikaufnahmen stattdessen kostenfrei unter das Volk zu bringen, um so den eigenen Bekanntheitsgrad zu maximieren. Und diesen dann mit dem Verkauf knapper Güter in Einnahmen zu verwandeln.
Die Definition der “knappen Güter” kannte ich bisher noch nicht. Super interessant! Und ich gehe mit Marcel Weiss (mal wieder) zu einhundert Prozent konform. Musiker müssen und werden sich neue Wege suchen. Vom Verkauf ihrer Musik werden sie nicht leben können. Live-Events werden ein immer wesentlicherer Einnahmeposten. Die Menschen wollen unterhalten werden, im Reallife.
Danke, Marcel, für diese beiden wunderbaren Artikel!






2 Reaktionen
27. Januar 2009, 17:14 Uhr
Ich danke! Zustimmung in diesem Themenkomplex ist rar dieser Tage. :)
27. Januar 2009, 17:17 Uhr
Traurig. Kann ich auch nur bedingt nachvollziehen, das sich viele derartig dagegen stellen statt die neuen Wege auzuloten und anzugehen.