Kennt ihr das – ihr seht ein sympathisches Gesicht in der U-Bahn oder im Bus, traut euch aber nicht ihn oder sie anzusprechen? Und später ärgert man sich. Und hat null Chance, die Person wieder zu finden. Außer man fährt die nächsten drei Wochen ständig mit der selben Linie in der Hoffnung, das er oder sie nochmal auftaucht. Aber das kann teuer und ziemlich öde werden. Vom Zeitfaktor mal ganz abgesehen.
Diesem Problem will Verblitzt.de nun abhelfen.
Endlich gibt es sie, diese ersehnte zweite Chance. Man muss dafür nicht mehr die Straßenbahnen und Haltestellen der ganzen Stadt mit Flugblätterntapezieren. Mit verblitzt.de gibt es jetzt die zentrale Plattform für Suchaufrufe an die verpassten Chancen dieser Welt. Nur ein kurzer Beitrag auf verblitzt.de und schon nimmt die Nachricht ihren Lauf und verbreitet sich aus den Weiten des Internets hinein in die Hörsäle, Büros und Wohnzimmer.
Naja – muss der Gesuchte “nur” auch Verblitzt.de kennen und regelmäßig besuchen…
Sinn macht hier in der Zukunft sicherlich die Zusammenarbeit mit regionalen Partner-Portalen. Dort könnte ich mir ein Verblitzt-Widget gut als Feature vorstellen. Gleiches gilt für die großen Social Networks. Aber da ist man bei Verblitzt sicherlich schon dran am Thema.
Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg!!!






7 Reaktionen
17. Juli 2008, 13:00 Uhr
Spontan würde ich der Sache keine großen Chancen einräumen. Denn damit es läuft, muss es erstens zwischen beiden beteiligten Personen “funken” und zweitens müssen auch noch beide Verblitzt.de kennen und (zeitnah) nutzen.
Angesichts der Vielzahl an Social Networks keine leichte Aufgabe für Verblitzt.de. So etwas müsste man eher dort integrieren, wo die Leute häufig unterwegs sind, etwa auf FriendFeed oder Twitter oder MySpace oder…
17. Juli 2008, 13:23 Uhr
@Matthias
sehe es ein Stück weit ähnlich wie du.
Grundproblem: zwei Leute, die sich beide sympathisch fanden müssen relativ zeitnah auf dem Portal sein…
Es macht perspektivisch nur Sinn, wenn man andere Wege geht.
Stehe den Machern gern für einen Workshop zur Verfügung. ;)
17. Juli 2008, 17:25 Uhr
Ich sehe das leider auch so. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide das Portal besuchen und sich so wiederfinden ist doch echt gering.
Und insgesamt tritt eine solche Situation wahrscheinlich zu selten auf, als dass siche ine groß angelegte Werbeaktion lohnen würde.
Hier bleibt es einfach Pech, wenn man verpasst hat, den Potenziellen Partner anzusprechen.
Gruß,
Louis
17. Juli 2008, 20:20 Uhr
die bvg Seite “augenblicke” (http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/folder/1194/id/143269/name/Beispielhafter+Augenblick) hat ja schon zu einigen Beziehungen geführt. Ich kenne viele die da häufig reinschauen – allein das lesen macht Spaß.
Werde das auf jeden Fall mal beobachten :)
17. Juli 2008, 23:07 Uhr
hallo,
ihr werdet es nicht glauben, aber ich WEISS dass so ein portal funktionieren kann. warum? hier in den USA gibt es die kleinanzeigen website craigslist.org, und die ist so poplulaer das taeglich aber tausende von eintraegen gemacht werden. es gibt alle moeglichen kategoerien, und darunter auch eine kategorie “missed connections”:
http://sfbay.craigslist.org/mis/
da craigslist.org sozusagen JEDER kennt der internetanschluss hat, ist die kategoerie “missed connections” dementsprechend bekannt.
nun bin ich vor ca. einem halben jahr an einem netten typen vorbeigelaufen, und in dem moment in dem wir uns beide sahen hat da etwas “aufgeblitzt”. das habe ich mir nicht nur eingebildet, sondern an seiner mimik auch erkannt.
da ich ein schuechternes maechden bin, bin ich also flux nach hause, eintrag in missed connections mit genauer beschreibung der situation und meines aussehen, und am naechsten tag dann eine email in meiner inbox. von wem? genau. dem typ.
es folgte ein date, liebe wurde es nicht, aber eine lustige erfahrung allemals!
das einzigste was den erfolg so eines portals in deutschland bestimmt ist, dass es JEDER single kennt. die chance, dass jemanden mit dem man geflirtet hat, den man angelaechelt hat, da rein schaut, sofern er das portal kennt, ist nicht gering. ich bezweifle nur, dass es den selben bekanntheitsgrad einnehmen kann wie das amerikanische equivalent.
viel glueck jedenfalls, dachte schon oft dass sowas in deutschland fehlt.
an alle blogger: helft der publicity in dem ihr davon in euren blogs berichtet, kraeftig flirtet und anschliessend eintraege in verblitzt.de macht :-)
18. Juli 2008, 08:14 Uhr
@Anna
Prinzipiell hast du Recht. Bedarf ist da, Story ist witzig.
Aber (!!!) – du vergleichst Craigslist, eine der Top20-Seiten weltweit mit Verblitzt.de.
Das ist, als wenn du den FC Barcelona mit Energie Cottbus oder Eintracht Frankfurt vergleichst.
Craigslist besuchen täglichen Millionen von Menschen! Und sie ist nicht bekannt wegen diesem Tool, sondern wegen all der Kleinanzeigen. Da ist das nur ein Bestandteil.
Dennoch: spannende Idee. Aber wie du richtig sagst: (fast) alle Singles müssen es erstmal kennen und akzeptieren.
18. Juli 2008, 22:13 Uhr
matias, da hast du schon recht. und mit fussbal kenne ich mich nicht aus ;-) mit meinem vergleich wollte ich ja genau das darstellen, dass der erfolg auf dem bekanntheitsgrad beruht. ausserdem ist ein weiterer erfolgsgrad der craigslist die simple darstellung von inhalten, und die perfekten suchfunktionen. bei verblitzt.de finde ich alles etwas umstaendlich, und generell nicht so nutzerfreundlich.