Datenschutz: So kanns gehen – Google soll Logfiles rausrücken

Matias Roskos
04. Juli 2008, 08:35 Uhr, 1 Reaktion
Kategorie: Allgemein

Meldungen wie diese machen mir Angst. Google soll nach einem Zivilrechtsurteil die Youtube-Logfiles an Viacom, den MTV-Mutterkonzern herausgeben. Dabei geht es um Urheberrechtsverletzung. Klingt erstmal nicht so wild. Aber wenn man sich überlegt, was dies für den normalen Nutzer bedeutet…

Markus Beckedahl schreibt auf Netzpolitik vollkommen richtig:

Damit Viacom von Google Geld verlangen kann, sollen die Daten aller Menschen, die sich jemals ein Youtube-Video (auch wenn es woanders eingebettet war) angesehen haben, an Viacom übergeben werden. Da sieht man mal wieder, wozu die Vorratsdatenspeicherung in Form von Logfiles führen kann. Konkret geht es um
* die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat
* den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags
* dessen Identifizierungsnummer
* sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders.
… kommen dabei konservativ geschätzte 25 Milliarden Datensätze raus. Da viele User bei vielen Webseiten den selben Login-Namen verwenden und dieser häufig auch mit dem echten Namen identisch ist, dürften sich da interessante Rückschlüsse auf die Interessen von recht vielen Menschen ziehen lassen.

George Orwell, wir kommen!

Weitere Links und Infos dazu auf Netzpolitik.


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Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

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  1. [...] Mehr zu dem Thema gibt es u.a. bei Spiegel Online, Horizont, VisualBlog und CNet. Tags: , Privatsph?re, Urteil, Viacom, Video, YouTube Trackback setzen [...]

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