Meldungen wie diese machen mir Angst. Google soll nach einem Zivilrechtsurteil die Youtube-Logfiles an Viacom, den MTV-Mutterkonzern herausgeben. Dabei geht es um Urheberrechtsverletzung. Klingt erstmal nicht so wild. Aber wenn man sich überlegt, was dies für den normalen Nutzer bedeutet…
Markus Beckedahl schreibt auf Netzpolitik vollkommen richtig:
Damit Viacom von Google Geld verlangen kann, sollen die Daten aller Menschen, die sich jemals ein Youtube-Video (auch wenn es woanders eingebettet war) angesehen haben, an Viacom übergeben werden. Da sieht man mal wieder, wozu die Vorratsdatenspeicherung in Form von Logfiles führen kann. Konkret geht es um
* die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat
* den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags
* dessen Identifizierungsnummer
* sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders.
… kommen dabei konservativ geschätzte 25 Milliarden Datensätze raus. Da viele User bei vielen Webseiten den selben Login-Namen verwenden und dieser häufig auch mit dem echten Namen identisch ist, dürften sich da interessante Rückschlüsse auf die Interessen von recht vielen Menschen ziehen lassen.
George Orwell, wir kommen!






Eine Reaktion
04. Juli 2008, 14:15 Uhr
[...] Mehr zu dem Thema gibt es u.a. bei Spiegel Online, Horizont, VisualBlog und CNet. Tags: , Privatsph?re, Urteil, Viacom, Video, YouTube Trackback setzen [...]