Andreas Milles, einer der strategischen Köpfe von Spreadshirt, schreibt in seinem privaten Blog einen langen und interessanten Artikel über Crowdsourcing, in dem er sich auf die doppelte Logo-Findung für Spreadshirt bezieht, bei der man zweimal (erfolgreich) auf Crowdsourcing zurückgriff.
Unter anderem schreibt er:
Wie ermöglicht man Zusammenarbeit?
Ich bin mir nicht sicher, ob es an den (fehlenden) Tools liegt, oder an unserem konkreten Fall: Jedenfalls haben wir wenig Einreichungen von Design-Teams gesehen, obwohl wir auch “Nicht-Designer” ermutigen wollten, teilzunehmen. Die Diskussionen waren immer sehr kooperativ, und teilweise hat ein Designer eine Einreichung genommen, um sie zu verbessern (was nicht immer im Sinne des Urhebers war). Dennoch denke ich, dass Crowdsourcing mehr Kollaboration zulässt, und in der Offenheit viel Potenzial liegt was noch nicht genutzt wird
Ja, da ist sehr viel Wahres dran! Auch wir bei VOdA – Danke, Andreas für die Nennung (aber seit wann macht TRND Crowdsourcing? Sie verneinen es ja ganz bewusst immer!) – denken immer wieder darüber nach, wie man Crowdsourcing kollaborativer gestalten kann. Aber (!!!) – es kommt auch immer auf die Kunden an. Und für die ist das, zur Zeit zumindest noch, immer schwer vermittelbar. Die Kunden wollen meist einfache Lösungen. Projekte, die sie schnell überschauen können. Leider. Der Mut zu Neuem ist noch extrem gering.
Ich denke, wir stehen immer noch erst ganz am Anfang der Entwicklung. Crowdsourcing hat eine große Perspektive, wie mir übrigens auch auf dem Gründerkongress letzte Woche ein Manager des Hightech-Gründerfond bestätigte. Aber das Verständnis der Mechanismen und des Nutzens muss sich bei der Masse der potentiellen Kunden erst noch Schritt für Schritt manifestieren. Da sind solche Artikel wie der von Andreas Milles natürlich extrem hilfreich. Auch wir reden Woche für Woche mit den verschiedensten Personen und Menschen, über Crowdsourcing, die Möglichkeiten, die Chancen auf Mundpropaganda, auf echten Dialog mit potentiellen Gatekeepern und und und.
Viele weitere gute Stichpunkte, zum Beispiel zum immer wieder heiß diskuttierten Thema “Incentives” oder “Aufwand” von Crowdsourcing-Projekten (puh – wie Recht du hast, Ami. Wenn das nur die Kunden wenigstens ansatzweise begreifen würden…) gibts drüben bei Ami.






2 Reaktionen
05. Mai 2008, 22:11 Uhr
ja, schade dass ihr gestern nicht da wart .. hatte fest mit euch gerechnet :/
wegen trnd vs. crowdsourcing – ja, stimmt. aber *ich* muss das ja nicht so scharf trennen ;)
mir gings hier um die verschiedenen “facetten”, wie man mit kunden projektbezogen dialog aufnehmen kann, nicht nur um “pures” crowdsourcing an sich. wie du selbst weisst -> es ist ja meist mehr, was man da am ende abliefert und nicht nur “ein produkt”. :)
05. Mai 2008, 22:18 Uhr
Ich muss auch immer schmunzeln, wenn TRND so stoisch meint, sie machen KEIN Crowdsourcing.
Und du hast natürlich Recht. Es gibt etliche Facetten. Aber aus meiner Sicht ist wichtig beim Crowdsourcing, das es auch eine Art “Ergebnis” gibt an einem wie auch immer definierten “Ende”. Und das fehlt bei TRND ja meist. Da gibts “nur” (und das meine ich nicht negativ) Feedback. Also ob sie tatsächlich Crowdsourcing machen in den meisten Fällen sei tatsächlich mal dahingestellt.
Auf jeden Fall ist auch aus meiner Sicht Crowdsourcing eine Summe aus verschiedenen Elementen: UGC, ein Ergebnis/Produkt, Diskussion, gegenseitiges kreatives Befruchten, Mundpropaganda, Sichtbarmachung der Marke/des Unternehmens im Netz und und und
Leipzig: manchmal geht die Familie vor! :)
Aber vielleicht machen wir ja auf dem Communitycamp am 1./2. November hier in Berlin zusammen ne Session zum Thema “Gutes Crowdsourcing”!