Seit heute ist mit UnserFussballClub.de ein neues, wie ich finde super spannendes Crowdsourcing-Projekt aus Deutschland am Start. Vorbild ist natürlich MyFootballClub.co.uk, die ja schon bewiesen haben, das Crowdsourcing im Bereich Sport – warum eigentlich immer nur Fussball? Warum nicht Handball, Volleyball, Eishockey, Basketball, Tischtennis??? – bewiesen haben, das man auf jeden Fall Fans für so etwas begeistern kann. Ob das Ganze dann längerfristig funktioniert? Man wird es sehen.
Hinter dem deutschen Projekt stehen mit Cem Vogt (Value5) und Andreas Gebhard (Newthinking) als Geschäftsführer Leute dahinter, die etwas von Crowdsourcing (Cem) und Software (Andreas) verstehen und damit dafür garantieren, das von Anfang an Professionalität die Ruder in der Hand hat.
Jeder kann ab heute Mitglied werden, für 59 Euro. Beim Klub der Fans, der schon ein wenig länger am Start ist, sind es 50 Euro, wie hier nachzulesen ist. Das Ganze ist im Moment noch angelegt wie ein Spiel. Der Spaß soll für alle Fans im Vordergrund stehen. Es ist nicht als Investment (wie eine Aktie oder eine Venture Capital Beteiligung) ausgelegt. Ich bin gespannt, wie die Leute da draußen das Ganze annehmen. 100.000 Fans sind laut Cem Vogt das Ziel der Macher. Vielleicht macht es Sinn den Leuten noch ein paar Incentives, wie es Patrick Breitenbach immer so schön nennt, zu bieten, damit sie ihre 59 Euro rausrücken. Wenn es schon keine Gewinnausschüttungen in der Zukunft sind, dann ja vielleicht Freikarten, Fanfahrten or what ever. Ich hör Patrick schon wieder zetern… Durchaus verständlich.
Ich bin gespannt, wirklich gespannt, wie die kommenden Wochen und Monate für dieses Projekt laufen werden. Man träumt auf Seiten der Macher davon, schon in der neuen Saison mit einem Verein mit dabei zu sein. In der dritten Bundesliga gar? Aber die Regional- oder Oberliga würde es sicherlich auch machen. Ein erster Sponsor ist zumindest auch schon gefunden. DAS nenne ich ein gutes Tempo. Er ist deutlich auf der Startseite zu sehen.
Viel Erfolg dem ganzen Team! Spannend spannend spannend. Und super für die allerersten Infos, die man direkt auf der re:publica in einer eigenen Session lieferte. Fans solcher Konzepte wie Burkhard Schneider, Markus Pöhlmann mit Crowdwisdom oder Handelskraft, die sich alle mit Myfootballclub beschäftigt haben oder auch Deutsche-Startups, werden sicherlich genauso aufmerksam wie ich UnserFussballclub.de begleiten.
Und ich hoffe, die Trikots und die Plakate für die Heimspiele werden dann, nachdem ein Club gekauft wurde, auch “standesgemäß” regelmäßig via Crowdsourcing unter Zuhilfenahme einer guten Kreativ-Community und dem dann schon geschulten Voting-Verhalten der Fans erstellt.







5 Reaktionen
04. April 2008, 12:01 Uhr
[...] Klub der Fans Schon wenige Wochen nach dem Launch von myfootballclub gab es im Sommer 2007 mit Klub der Fans das erste Copy Cat in Deutschland. Man merkt der Webseite schon an, dass sie mit heißer Nadel gestrickt wurde. Man machte sich gar nicht die Mühe, das Design und den Aufbau der Webseite im Vergleich zum Vorbild groß zu ändern. Und das Geschäftsmodell ist auch identisch. Es werden 50.000 Mitglieder gesucht, die 50 EUR pro Jahr bezahlen sollen. Schnell konnten die Macher des Copy Cats erste Erfolge in der Pressearbeit vermelden, indem nämlich ein Artikel in der SportBild erschien. Doch die große Hype wie beim englischen Vorbild blieb bis heute aus. Es konnten erst etwas mehr als 4.000 Interessenten gewonnen werden. Und ingesamt wirkt alles sehr statisch. Es gibt kein Blog, keine Newsrubrik und auch sonst auf der Webseite (im öffentlichen Zugang) keine Möglichkeit, zu kommunzieren. Das wirkt alles nach einem Testballon, dem jetzt langsam die Luft ausgeht. DeinFussballclub DeinFussballclub sucht seit dem 3. April 2008 insgesamt 30.000 Mitglieder, die 39,95 pro Jahr bezahlen sollen, um dann bei wichtigen Entscheidungen mitstimmen zu dürfen. Nur wenn sich bis zum 31.3.3009 mehr als 30.0000 Mitglieder commitet haben, wird der Beitrag fällig. Die Macher haben im Vorfeld mit vielen potentiellen Clubs gesprochen und sich dann für den SC Fortuna Köln e.V. als Zielclub entschieden. Die Resonanz des ersten Pressegespräches war enorm, wie diese News zeigt. Ganz überraschend kommt das nicht, denn mit Sönke Wortmann wurde ein sehr bekannter Unterstützer für das Projekt gefunden. Auf der Webseite schreibt er dann auch diese motivierenden Zeilen: “Mein Ziel ist es, gemeinsam mit vielen anderen Fußballfans, ein neues Fußballmärchen zu schreiben.“ Schon auf dem ersten Blick erkennt man, dass die Initiatoren von “DeinFußballclub” zwar Anleihen beim Vorbild “MyFootballclub” genommen haben (z.B. bei den Mitbestimmungsrechten), aber eher ihren eigenen Weg gehen wollen. So haben Sie sich eben schon für einen Club entschieden und mit Sönke Worthman ein berühmte Gallionsfigur für ihren Werbefeldzug eingespannt. Zudem ist das Anmeldeprozedere verbindlicher als bei myfootballclub. Und Incentives werden schon jetzt verteilt, obwohl noch nicht 30.0000 Anmeldungen vorliegen: Jedes angemeldete Teilnehmer erhält zweimal im Jahr Freikarten zum Spiel von Fortuna Köln. Zudem gibt es im Community-Bereich viele Hintergrundinfos und Social-Network-Funktionen. Insgesamt überzeugt mich das Konzept. Und knapp 1.000 Anmeldungen in weniger als einer Woche sind ein gutes Omen. Gefunden bei rattenschwanz.net Unser-Fussball-Club Leider ist die Webseite derzeit nicht erreichbar. Anscheinend wird an ihr bzw. an ihrer Stabilität noch gebastelt. Bei Matias Roskos finde ich aber schon einige interessante Informationen, nachdem die Macher ihr Projekt gerade auf der re publica vorgestellt haben: “Seit heute ist mit UnserFussballClub.de ein neues, wie ich finde super spannendes Crowdsourcing-Projekt aus Deutschland am Start. Vorbild ist natürlich MyFootballClub.co.uk…Hinter dem deutschen Projekt stehen mit Cem Vogt (Value5) und Andreas Gebhard (Newthinking) als Geschäftsführer Leute dahinter, die etwas von Crowdsourcing (Cem) und Software (Andreas) verstehen und damit dafür garantieren, das von Anfang an Professionalität die Ruder in der Hand hat. Jeder kann ab heute Mitglied werden, für 59 Euro….Der Spaß soll für alle Fans im Vordergrund stehen. Es ist nicht als Investment (wie eine Aktie oder eine Venture Capital Beteiligung) ausgelegt…. 100.000 Fans sind laut Cem Vogt das Ziel der Macher.” [...]
04. April 2008, 12:28 Uhr
Hallo Mathias,
das Wettrennen ist eröffnet, wie ich in meinem Artikel ausführlich erläutere. Für mich ist momentan das Konzept von “DeinFussballclub.de” einfach runder und schon deutlich weiter vorangeschritten.
Ich bin gespannt, ob die Macher von UnserFussballclub noch eins draufsetzen können oder ob die Teilnehmer es eher präferieren, noch auswählen zu können, für welchen Club Sie Unterstützung anbieten können.
Insgesamt hat aber jeder Club die Chance, mehr Interaktivität mit seinen Fans zu starten. Die haben alle schon eine gute Basis und können einen fliegenden Start hinlegen.
04. April 2008, 17:44 Uhr
@Burkhard
Ja – ich finde es auch spannend. Und ich glaube sogar, das Platz ist für mehrere, parallele Projekte. Aber ich denke auch, das mehr mitmachen würden, wenn sie wüssten um welchen Club es letztendlich geht.
Ich denke mal, wir sehen bald ein erstes Projekt in dieser Richtung, worum es dann ganz konkret darum geht einen Club auf genau diese Art vor der Insolvenz und dem Abstieg in die Kreisklasse zu retten… Die Potentiale sind ja auf jeden Fall da.
04. April 2008, 18:31 Uhr
Hallo Matias,
bei “DeinFussballclub” geht es ja genau um die Unterstützung eines Clubs, in diesem Fall um den SC Fortuna Köln. Wenn ich ein fußballverrücktes Bundeland nennen müsste, dann wäre es NRW und viele Einwohner gibt es auch. Zudem will sich der Club wohl auch helfen lassen. Mit Sönke Wortmann hat man ein sehr bekanntes Mitglied Nr. 1 gewinnen können. Die Initiatoren machen momentan extrem viel richtig.
Ebenfalls gibt es auch schon andere Projekte, die Clubs vor den Ruin retten wollen, z.B. für den KFC Uerdingen, siehe unter http://www.best-practice-business.de/blog/?p=3227 und für den SK Sturm Graz, siehe unter http://www.best-practice-business.de/blog/?p=1341. Insgesamt sollte sich jeder Fußballverein mehr seinen Mitglieder öffnen und transparenter werden sowie sie bei Entscheidungen enger einbinden.
04. April 2008, 19:00 Uhr
Ui. Alles klar. Genial.
Aber du – das ist nicht nur in NRW so. Diese positiv Verrückten gibts auch in Sachsen, Cottbus, Bayern und und und.
Aber du hast schon recht. In Dortmund, Gelsenkirchen usw. ist das Ganze nochmal potentiert, vor allem auch in der Masse an begeisterungsfähigen Menschen.