Dies ist Teil 2 meiner auf drei Teile angelegten Serie zu Aviary, einem großartigen Paket an RIAS-Tools.
Ich habe selbst ein bisschen mit “Phoenix” von Aviary herumgespielt. Leider bearbeite ich nur noch super selten Fotos selbst und lasse damit Digital Artwork entstehen. Die Zeiten sind für mich vorbei. Aber ich kenne mich mit Photoshop noch immer recht gut aus und kann sicherlich gut vergleichen. Und eines ist ganz klar – das Produkt, mit dem man sich vergleichen lassen muss, ist Adobe Photoshop. Es ist aber auch vollkommen klar, das eine RIA-Software, also eine “nur” online laufendes Grafikprogramm nie alle Funktionen einer komplett auf dem Rechner installierten Software bieten kann. Aber meist ist dies auch gar nicht notwendig. Und diese online zur Verfügung stehenden Tools werden ganz sicher in den kommenden Jahren auch im Funktionsumfang immer mächtiger werden.
Phoenix öffnet sich in einem neuen Browserfenster. Es ist irgendwie lustig noch seinen Browser außen herum zu sehen, sich aber gleichzeitig komplett in einer neuen Software zu bewegen. Ungewohnt, aber von der ersten Sekunde an kein Problem. Ich brauche erstmal ein Bild zu Bearbeiten. Der Import eines Bildes erfolgt entweder über den eigenen Rechner, seinen Aviary-Account, aus der Aviary-Library oder auch via Flickr, Picasa, Facebook. Flickr hat bei mir allerdings nicht funktioniert. Ich glaube, da arbeitet das Team noch dran. Macht auf jeden Fall absolut Sinn und könnte eines DER Features werden, das Aviary zum Durchbruch verhilft. Schon Moo konnte von der engen Bindung und dem unkomplizierten Ziehen von Flickr-Bildern enorm profitieren.
Ein Import von Vektordateien ist offensichtlich nicht möglich. Das wird sich vielleicht ändern, wenn das Vektorprogramm aus der Aviary-Familie dann online geht. Aber jpg, png oder gif können importiert werden. Das reicht auch erstmal, wie ich finde.
Eine History läuft mit. Das finde ich großartig! Die nutze ich auch in Photoshop permanent. Außerdem stehen Filter zur Verfügung. Es sind die üblichen Verdächtigen. Aber auch das ist völlig okay. Feinheiten-Einstellung bei den Filtern fehlen, aber irgendwo müssen ja noch Grenzen gezogen werden. Entweder es kommt noch, oder es wird gegen Bezahlung möglich sein die Filterfunktionen zu erweitern.
Das Ganze läuft erstaunlich flüssig und angenehm. Man merkt kaum, das man sich in einer Flashumgebung bewegt. Nur die rechte Maustaste zeigt mir das dann an, wenn ich sie einsetzen möchte.
Sogar das Erstellen einer Maske ist möglich! Ich bin ehrlich begeistert. Auch eine Texteingabe ist selbstverständlich vorhanden. Wie kann ich mehr Schriften einbauen? Keine Ahnung. Das sollte auf jeden Fall noch irgendwie möglich sein. Denn Grafiker wollen bestimmt eigene Sets an Fonts verwenden oder wenigstens im Netz erhältliche Freefonts in Phoenix einsetzen.
Entfernen/Ausschneiden ist ein wenig umständlich. Aber auch daran kann man sich mit der Zeit gewöhnen. Abspeichern kann man seine Arbeit dann automatisch in seinem Aviary-Account, wo man dann entsprechende Settings setzen kann und unbedingt sollte! Denn man will ja nicht, das andere seine halbfertigen Arbeiten nutzen und weiterreichen. Also auf jeden Fall die Settings direkt auf Aviary im eigenen Account nicht vergessen!
Ein Exportieren auf den eigenen Rechner ist ebenfalls möglich. Hier kann ich die Datei dann auch als jpg, gif oder png abspeichern. Die Ebenen dürften dabei allerdings verloren gehen.
Insgesamt war ich positiv überrascht vom Funktionsumfang und vom wunderbaren Handling der ganzen Software. Da wurde ganze Arbeit geleistet! Profis werden sicherlich weiterhin ihr Photoshop nutzen. Allein schon der fehlende Import von Vektorgrafiken ist eine echte Hemmschwelle. Aber mittelfristig kann ich mir gut vorstellen, das Phoenix und die gesamte Aviary-RIAs-Familie ein Burner wird! Der Anfang ist gemacht. Und er ist überaus gelungen. Kompliment!
Übrigens stehen schon 16 wunderbare Tutorials auf Aviary zur Verfügung! Das schaut extrem profihaft aus! Wenn ich die Zeit finde, muss ich unbedingt das ein oder andere Tutorial durchspielen. Genial, was dort an Ergebnissen zu sehen ist.
Teil 3 der Aviary-Serie folgt die nächsten Tage. Da geht es mir dann um die Konkurrenz-Situation im Bereich RIA und über die Perspektiven von Aviary.







Eine Reaktion
21. Juli 2009, 10:03 Uhr
Darüber wurde ja schon eine Menge geschrieben – das ist aber besonders stark.