Über den Start von Tagesblick hatte ich ja schon ausführlich berichtet. Ich selbst habe selbstverständlich auch zwei Artikel zum Start beigesteuert. Ich werde jeden Freitag eine eigene Kolumne veröffentlichen. Diese Woche wird es um eine Geschichte aus dem echten Leben gehen. Eine junge Frau bewirbt sich bei einem neuen Arbeitnehmer. Und bevor sie dort anfängt, kennen ihre neuen Kollegen bereits ihre Lieblingsdisco, ihren Lieblingscocktail und ihre Körbchengröße. Mehr dazu dann Freitag auf Tagesblick.de.
Zum Start dieses neuen Nachrichtenportals habe ich einen Artikel unter dem Titel “Ist Web 2.0 tatsächlich so neu?” veröffentlicht. Hier ein paar Thesen aus diesem Artikel:
Das Web 2.0 ist ein Mitmach-Web, eine par- tizipatorische Angelegenheit. In der Anfangs- zeit des Internets waren wir es gewohnt Informationen anzusurfen. Heute gehen wir immer mehr dazu über nicht einfach nur zu konsumieren, sondern uns selbst auch einzubringen.
…
Es sind also drei entscheidende Eckpfeiler, die das sogenannte Web 2.0, das neue Internet, ausmachen und nicht einfach nur die Technik: ausgefeilte und leistungsfähige Internet-Software, schnelle, bezahlbare Breit- bandanschlüsse und, was noch viel wichtiger aber oft außer Acht gelassen wird: die soziale Komponente.
Das Internet gehört für viele Menschen mittlerweile zum täglichen Lebensumfeld. So wie das Autoradio, der Fernseher, die Kaffee- maschine, das Handy, der Kühlschrank, der Bäcker um die Ecke, das Lieblingsrestaurant, das eigene Fahrrad… Das World Wide Web ist für viele Menschen eine tägliche oder zumindest wöchentliche Selbstverständlich- keit und schon längst keine Revolution mehr. Das Internet ist angekommen bei den Menschen! Im Berufsalltag genauso wie in der Freizeit.
Dieser soziale Aspekt wird bei so vielen Experten immer wieder außer Acht gelassen. Oder bestenfalls als fünftes Rad am Wagen irgendwo in einem Nebensatz mit erwähnt. Aber die Menschen, die jetzt lernen das Netz zu erobern – SIE sind die wahre Revolution. Sie machen das Netz zum Web 2.0. Und das ist gut so.
Die Menschen rücken in den Mittelpunkt und werden zu den Gestaltern des Netzes. Web 2.0 ist also nicht allein eine Technik, keine klar definierte Software. Man kann sagen – Web 2.0 ist ein Lebensgefühl, ein digitales Lebensgefühl! Und diesem Sinne ist es richtig zu sagen: Ja, Web 2.0 ist eine neue Entwicklung. Eine Entwicklung die bereits vor etlichen Jahren eingeleitet wurde, deren Kraft sich aber erst in den letzten zwei Jahren voll entfaltet hat und die nicht mehr aufzuhalten ist. Die Firmen der Old Economy müssen erst lernen mit diesen Ent- wicklungen umzugehen. Sie müssen und sie werden lernen in der Zukunft durch die “Kundenbrille” zu sehen.
Denn der Kunde ist nun wahrhaftig König. Und hat mit dem Internet ein Medium gefunden, in dem er sich äußern und mit anderen austauschen kann. Wer als Unternehmen dies nicht begreift und nicht lernt diesen Weg mit zu gehen, wird zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Sieger sind in der Zukunft allein die Menschen, die das Internet für sich zu nutzen gelernt haben und es weiter erobern werden.
Das “neue” Internet birgt also viele positive Möglichkeiten, die wir lernen müssen zu ntuzen. Ja – es birgt auch Gefahren. Auf eine dieser Gefahren werde ich dann Freitag in meiner Tagesblick-Kolumne eingehen.






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