Ein paar Gedanken zu Tradoria

Matias Roskos
18. März 2008, 10:51 Uhr, 2 Reaktionen
Kategorie: Open Innovation

Seit nunmehr fast zwei Wochen nutzen wir Tradoria für unser BabyRocker-Projekt. Was ein erstes Fazit anbelangt, bin ich stark gespalten. Auf der einen Seite sind das Handling der Shopsoftware, der Service, den Tradoria zur Verfügung stellt (immer aktuelle AGBs und rechtliche Rahmenbedingungen) wie auch der Support (Tradoria rief von sich aus schon mehrmals an und fragte, ob und wo wir Hilfe gebrauchen können, was nicht nur einfach sympathisch, sondern mehrmals auch super hilfreich war) absolut Spitze! Dafür ein dickes Danke an Tradoria.

Es gibt aber einige Punkte, die mich nachdenklich machen. Das Grundkonzept – einen Marktplatz für kleine, seriöse Händler zu schaffen (auf Ebay treiben sich unglaublich viele Trittbrettfahrer herum, bei denen man böse Überraschungen erleben kann in Sachen Gewährleistung, Rückgabe oder gar eine Garnicht-Lieferung ohne jeden Kontakt) und diesen gleichzeitig die entsprechende Shopsoftware mit an die Hand zu geben. Das macht Sinn. Auch wenn man es mit Schwergewichten wie Ebay und Amazon aufnehmen muss. Aber nur die Mutigen kommen weit.

Aber wenn ich im Interview auf Deutsche-Startups.de Folgendes lese:

Im Februar hatten wir circa 200.000 Unique Visits und eien Million Page Impressions, Tendenz stark steigend. Unser Bestellvolumen steigern wir monatlich um 40 %.

dann wird mir Angst und bange. Puh. 200.000 Visits für eine Shopping-Plattform… Das ist nix. Und dann brauch ich mich nicht wundern, wenn im Schnitt 35 Besucher meinen Shop entdecken. Okay – nach so kurzer Zeit ist das Google-Ranking noch nicht optimal. Das wird in einem halben Jahr anders aussehen. Dessen bin ich mir bewusst.

Und trotzdem: es muss dringend etwas getan werden bei Tradoria, damit der Traffic spürbar steigt und somit viel mehr Käufer (nicht nur Kurz-mal-vorbei-Gucker) den Weg zu Tradoria finden.

Schön, das man bei Tradoria das Problem kennt. Beate Rank sagt dazu in dem Interview:

Wir werden dieses Jahr noch deutlich stärker in SEO investieren. Kooperationen, auch im Bereich Gutscheinmarketing, PR und E-Mail-Marketing sind weitere Wege. Zusätzlich werden wir die Händler verstärkt im Marketing für den eigenen Shop unterstützen.

Das ist der richtige Weg und unbedingt notwendig! Ein bissel PR werden wir ab morgen auch beisteuern! Wir suchen via Crowdsourcing zwei neue Grafiken für unsere Babybodys. Mehr dazu dann morgen. Das Thema wird lauten “Prinzessin & Prinz”. Alle Grafiker und Illustratoren können also schonmal anfangen sich Gedanken zu machen, wie eine Grafik zu diesem Thema für einen Babybody aussehen könnte!


Stichworte


Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

2 Reaktionen

  1. Kommentar von Roland
    18. März 2008, 15:44 Uhr

    Hab das Interview auch gelesen und finds super dass es solch eine Plattform gibt – viele kleine Händler brauchen sowas. Allerdings muss ich auch sagen dass es heute halt auch nicht mehr reicht nur irgendwo einen Onlineshop zu haben der vielleicht in solch eine Plattform “eingebunden” ist.
    Für mich ist der große Vorteil von Tradoria dass man nicht zwangsläufig einen Dienstleister braucht um sich mal schnell einen optisch guten und funktionfähigen Shop einzurichten. Marketingmässig sehe ich da momentan keine Wahnsinnsvorteile. Da müsste Tradoria schon sehr extrem und massiv ins Marketing investieren um ebay und co das Wasser abzugraben. Und bis sie an solch einer Position sind vergeht noch viel Zeit.
    Bis dahin müssen die Händler schon noch selbst ins Marketing investieren – aber erzähl mal gerade kleineren Kunden dass sie nochmal ein paar Euro ins Marketing stecken müssen damit der Shop läuft. Heute denken leider viele es reicht einen Online-Shop anzubieten und schon hat man Erfolg. So wie das früher mit der Webseite war. In 2-3 Jahren wird die Frage nicht mehr lauten “Haben die auch einen Online-Shop ?” sondern dann gehts eher darum aus der Masse an Shops herauszustechen.

  2. Kommentar von Dirk Starziczny
    07. April 2008, 12:13 Uhr

    Ich finde es auch wichtig, selber noch in Marketing zu investieren. Damit ich mit meinem Shop und dem Hauptprodukt (Rosenblätter) an Google´s erste Stelle komme, habe ich mich in Webkatalogen eintragen lassen und nutze für 17.- Euro mtl. eine Suchmaschineneintragung/-optimierung.
    Das Ganze hat dann nur 4 Monate gedauert und ich war am Ziel. Da sich vor meinem eigentlichen Shop eine Art “Willkomensseite” befindet, auf der ich dann auf meine Angebote verweise, konnte ich fast reibungslos zu Tradoria wechseln. Mir fehlen quasi nur meine Auslandskunden. Ab dem 15.4. werde ich mich deswegen mit meiner Startseite von Tradoria wieder abnabeln und sehen, wieviele Besucher dann alleine über diese Shopping-Plattform kommen.
    Ich denke, es hängt auch noch von den Produkten ab, die man dort anbietet – und vor allem zu welchem Preis.
    Ich kann nur jedem raten, die 30-tägige kostenlose Probezeit mal auszutesten – im Hinblick auf Besucher und Verkäufe.
    Falls man dann dabei bleiben möchte, erhält man mit dem Gutscheincode 153811 einen Rabatt von 30 Euro auf die Jahres-Servicepauschale.

Dein Kommentar