Kennt ihr schon den Ogo? Ich kannte ihn bisher noch nicht. Aber ich kannte die dreiäugigen Viecher, die einem in Berlin immer mal wieder über den Weg laufen. Auf Flickr findet man dazu etliche Fotos. Sieht aus wie Streetart. IST Streetart. Nur das sie bezahlt und organisiert wurde. Sprayer wurden engagiert, mit den Eigentümern der “betroffenen” Gebäude (so hoffe ich) entsprechende Absprachen getroffen. Alles legal, sagt man zumindest.
Hinter dieser, wie ich finde extrem gelungenen Aktion, steckt die Agentur Robot hier aus Berlin. Super gemacht, Jungs! Fällt auf. Macht neugierig. Ich muss die Tage los und mir so ein Teil mal aus der Nähe anschauen. Schaut stylisch aus. Aber ob es eine Chance hat gegens iPhone bzw. den iTouch? Wär sicherlich auch was für den Basic das Ding. Der liebt doch solche technischen Spielereien. Robert, teste es doch mal für uns!
Nachtrag: Christian Boris Schmidt hat die Kampagne hautnah bei sich in der Umgebung erlebt und auch Kontakt zu den Machern aufgenommen. Offensichtlich ist nur ein Teil der Aktionen tatsächlich mit den Macher abgesprochen, was bei mir einen sehr faden Beigeschmack hinterlässt. Mehr dazu bei CBS.








10 Reaktionen
06. Februar 2008, 17:34 Uhr
Das Ding wurde schon ausführlich getestet. Eine Chance gegen iIrgendwas hat es sicher nicht, aber auch eine ganz andere Zielgruppe. Testberichte und Interviews findest du zum Beispiel im pocketweblog oder unter ogoforum.de
06. Februar 2008, 23:48 Uhr
Also ich muss als einer der “betroffenen” Anwohner sagen, dass ich die Kampagne alles andere als “witzig” finde. Nach meinem Geschmack werden die oft ohnehin schon verschandelten Fassaden durch diese an Vandalismus grenzenden Bemalungen nicht schöner. In meinem Blog hatte ich bereits über meinen Unmut und den Kontakt zu der oben “hochgelobten” Agentur berichtet: http://www.cbschmidt.de/331/ogo-kampagne-wenn-guerilla-marketing-an-vandalismus-grenzt/
07. Februar 2008, 08:36 Uhr
Danke Christian, für diesen Hinweis. Sehr interessant.
Hatte ich bei dir nicht gelesen (Asche über mein Haupt).
Ich bin hier im Friedrichshain ähnlich angenervt von der ganzen langweiligen Rumschmiererei. Und ich war davon ausgegangen, das bei der Ogo-Kampagne ALLES mit den Eigentümern der Wände abgestimmt ist. Weil dann finde ich es witzig, wenn man die Wände auf diese Art nutzt.
Wenn das aber nur bei 50% so ist, dann sehe ich es ganz genauso wie du: fader Beigeschmack, der dann eindeutig beim Produkt hängen bleibt und mich als “Zielperson” eher abschreckt als anlockt.
07. Februar 2008, 09:33 Uhr
Nach Aussage der Agentur sind die Wandbemalungen schon alle mit den Hauseigentümern abgestimmt. Nachgeprüft habe ich es in meinem Fall noch nicht, da es sich um ein benachbartes Gebäude eines mir unbekannten Eigentümers handelt. Mit Sicherheit nicht abgestimmt sind die begleitenden Wildplakatierungen und das Bekleben von Straßenschildern mit entsprechenden Stickern. Man bewegt sich also mit der Kampagne, wie gesagt, offenbar bewusst an der Grenze zu Illegalität und Vandalismus. Auf den Vorbildcharakter für die Jugendlichen, die wohl gezielt so für das Produkt begeistert werden sollen, wird offensichtlich gar nicht geachtet. Denn mit dieser Kampagne wird, Genehmigungen hin oder her, Vandalismus und die damit verbundenen Schäden m. E. verharmlost – und das ist aus meiner Sicht definitiv ein falsches Signal!
07. Februar 2008, 09:51 Uhr
Hi Matias,
Der Club eines Freundes hier im Fhain hat so einen Deal mit dieser Agentur. Der lautet, dass die Männeken und der Cut-Out einen Monat lang an der Wand bleiben für einen Pauschbetrag. Sprich: Besitzer von sowieso schon total versauten Fassaden machen hier noch ne kleine Mark. Das Gute für Ogo: die wenigsten Fassaden werden wohl binnen eines Monats gestrichen.
Ich beobachte diese Aktion auch bereits seit Wochen mit Interesse und bin wie ihr beiden zwiegespalten: einerseits gefällt mir die Idee und das Marketing, andererseits ist die Aktion ziemlich invasiv durch Anzahl und Größe. Von unabgestimmten Aktionen weiss ich nichts. Da wären sie aber wohl nicht die Einzigen. Die Cut-Outs im Allgemeinen finde ich sehr gut hier im Kiez. Wollen wir hoffen, dass das nicht zu sehr kommerzialisiert wird. Agenturen, die Straßenzüge mit Aufklebern pflastern gibt es ja bereits.
17. Februar 2008, 23:44 Uhr
[...] Ein paar Bilder gibt es bei visualblog.de Die Graffitis sollen jeweils mit den Wandbesitzern abgesprochen sein. Zumindest wird das von der Agentur behauptet. Was die Anwohner von der gesprayten Kampagne halten kann man bei Christian Boris Schmidt nachlesen. Merken und Teilen: [...]
06. November 2009, 09:34 Uhr
Süß! Das ist ja eine tolle Werbung!
21. September 2010, 17:45 Uhr
Die Idee ist genial :)
zu blöd wäre es nur, wenn jetzt einer der Eigentümer sagt, es sei nicht abgesprochen gewesen. Oder gab es einen schriftlichen Vertrag?
beste Grüße aus Dresden
21. Dezember 2010, 19:22 Uhr
[...] ihr Einverständnis für die Werbepräsenz gegeben hatten – was in der Blogosphäre Unmut provozierte. Der Wikipedia-Eintrag dagegen spricht von Bewilligungen auf 120 Hauswänden. Die [...]
01. Februar 2011, 13:19 Uhr
Ich finde die Werbekampagne einfach nur Spitze.
Da soll noch einmal einer sagen, kreative Köüfe in der Werbebranche gäbe es nur im Ausland.
Liebe grüße
Daggi