Nun ists raus – StudiVZ bekommt ein journalistisch gepflegtes Nachrichtenportal an die Seite gestellt. Holtzbrinck wird damit versuchen die gewaltige Community noch stärker an das Haus zu binden und somit die Investitionen langfristig in Gewinn umzuwandeln.
Zoomer wird das Baby heißen, wie man bei allesklar nachlesen kann:
Das unter dem Arbeitstitel „Humboldt“ entwickelte neue Nachrichtenportal der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wird den Namen zoomer.de tragen. Unter der Adresse www.zoomer.de wird das Redaktionsteam um Chefredakteur Frank Syré ein Portal präsentieren, das hochwertige journalistische Inhalte mit einer völlig neuen Informationslogik und innovativen Web-2.0-Elementen kombiniert.
…„zoomer.de bringt zum ersten Mal journalistische Kompetenz und die Interessen einer jungen Zielgruppe zusammen, die sich ganz selbstverständlich im Internet bewegt. So entsteht ein völlig neues, spannendes Nachrichtenportal“, sagt Verleger Stefan von Holtzbrinck über das neue Projekt. Für zoomer.de werden rund 40 Journalisten rund um die Uhr und im engen Kontakt mit den Usern an den Inhalten arbeiten. Ergänzt wird das Nachrichtenportal mit Beiträgen aus dem Holtzbrinck-Netzwerk. Dazu zählen unter anderem Die Zeit, das Handelsblatt und der Tagesspiegel.
Klingt ambitioniert. Ich bin gespannt. Allerdings stammt die Pressemitteilung auf DWDL schon von Anfang Dezember. Hat niemand so richtig mitbekommen. Das fällt übrigens auch in den Zeitraum, als man bei StudiVZ auf eine ziemlich unsanfte Art an die 30 Mitarbeiter von heute auf morgen entlassen hat, wie ich aus einer Quelle weiß, die hier nicht genannt werden will. Da ging einiges ab im Hause StudiVZ kurz vor Jahreswechsel… Eigenartig auch, dass das Zoomerblog ganz offensichtlich wieder offline gegangen ist.
Aber Teile der Tagesspiegel-Redaktion sind schon in neue Redaktionsräume gezogen.
Ich bin ja mal gespannt, was der gute Don Alphonso dann zu dem Thema zu sagen hat. ;) Oeder ob Lanu Zoomer aufs Korn nimmt.
Es bewegt sich was auf dem deutschen Nachrichtenmarkt im Netz. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Welche (dann auch funktionierenden) Web 2.0 Elemente man bei Zoomer einbaut. Und was noch so passiert in diesem Segment im deutschen Netz. Mehr dazu in den kommenden Wochen! Ich bin ganz eng dran am Thema, darf aber leider leider noch nicht zu viel verraten.
Ich wünsche dem neuen Zoomer-Team auf jeden Fall viel Erfolg und hoffe, das man das gute Niveau des Tagesspiegel auch auf Zoomer und damit auch ein Stück weit auf StudiVZ überträgt. Die haben es leider immer noch dringend nötig.
Als erstes gestolpert bin ich über das Thema übrigens auf turi2.de.






4 Reaktionen
20. Januar 2008, 10:41 Uhr
Zoomer ist Gerüchten zufolge durch Kompetenzwirrwarr, nicht allzu fähige Mitarbeiter und andere Probleme ziemlich im Hintertreffen. Dazu kommt, dass wie schon bei den Vorgängern News Frankfurt und Business News die besseren Zeitungen oft eher reserviert sind, wenn es um die Vermantschung ihrer Inhalte bei Zommer geht. Man sagt auch, dass Zoomer ein Grund sein soll, warum bei Germanblogs nicht der Stecker gezogen wird. Die Idee ist, mit einem lukrativen Onlineauftritt dem chronisch defezitären Tagesspiegel etwas an die Seite zu stellen, das die Ertragssituation verbessert.
Mei. Man wird sehen.
21. Januar 2008, 15:14 Uhr
Ein neues Angebot im ziemlich (auf Spiegel.de-Optik) vereinheitlichten deutschen Nachrichtennetz kann ja schon mal per se nichts Schlechtes sein. Da tut Konkurrenz sicher gut. Und über die Qualität von zoomer.de sollten wir reden, wenn wir es mal gesehen haben.
Was zoomer allerdings mit Germanblogs zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Aufklärung?
21. Januar 2008, 20:18 Uhr
[...] Quellen: die-welt.de, horizont.net, visualblog.de, dwdl.de, yahoo.com, tagesspiegel.de [...]
22. Januar 2008, 08:41 Uhr
[...] Das die Holtzbrinck-Gruppe ein neues Nachrichten-Portal namens Zoomer an den Start bringt, hatte ich neulich ja schon gebloggt. Nun werden Details Schritt für Schritt der Öffentlichkeit präsentiert. Neben der bewusst gewählten Nähe zu StudiVZ wird man personell eine eher konservative Linie fahren, was ich für eine gute Idee halte. So wird der ehemalige Tagesthemen-Sprecher Ulrich Wickert wird Mitherausgeber von Zoomer. Eine spannende Personalie. In einem Interview im Tagesspiegel, nachzulesen im Handelsblatt äußert er sich dazu. Dabei gibt es leider nicht wirklich Spannendes zu lesen. Was er selbst einbringen wird, formuliert Ulrich Wickert wie folgt: Ich nehme schon an der Arbeit in der Redaktion teil, diskutiere mit den Online-Redakteuren. Und später werde ich regelmäßig Videokommentare zu Politik oder auch ganz Alltäglichem einbringen. [...]