Facebook erfolgreich mit Crowdsourcing – Alexander Samwer im Spiegel-Interview

Matias Roskos
17. Januar 2008, 09:51 Uhr, 1 Reaktion
Kategorie: Web 2.0

Um es gleich vorweg zu nehmen: nein, so hat es Alexander Samwer nicht gesagt. Wie es in der Überschrift steht. Das ist meine Interpretation! Aber wenn man nicht nur seine Aussagen, sondern auch die Strategie von Facebook sich genau anschaut, dann kommt dabei unter anderem heraus, das Facebook mit der Öffnung ihrer Entwicklungsplattform einen gewaltigen Schritt voran getan hat. Und damit unter anderem auf den Bereich Crowdsourcing setzt. Um das Portal noch spannender zu machen. Um neue, innovative Inhalte zu generieren. Um Mundpropaganda anzuregen. Um andere spannende Plattformen an Facebook zu binden und damit eine Win-Win-Situation für alle Seiten zu erzielen: für die User, weil sie mehr Content zur Auswahl haben und nicht mehr in der Welt herumsurfen müssen. Für andere Plattformen, weil sie so einen einfacheren Zugriff auf 60 Millionen User bekommen. Und für Facebook, weil ihr Portal abwechslungsreicher wird und sie die User noch stärker binden.

Zurück zum Interview mit Alexander Samwer. Auf Spiegel Online gibt es ein kurzes aber interessantes Interview mit ihm. Unter anderem sagt er dort:

Facebook ist neben Google das meistversprechende, innovativste Internet-Unternehmen. Wir sehen wahnsinniges Potential

Soziale Netzwerke sind keine Mode, sondern so etwas wie die Fernsehsender der Zukunft. Leute verbringen dort sehr viel Zeit, finden interessante Inhalte, die Freunde und Bekannte generieren.

StudiVZ wird sich sicher auch öffnen oder einer Initiative anschließen. Daran geht kein Weg vorbei, weil die damit freigesetzte Kreativität so stark ist. Facebook ist schon jetzt Lichtjahre voraus. In den USA gibt es Fonds, die nur in Facebook-Anwendungen investieren. Und auch ein Entwickler überlegt sich natürlich: Mache ich das für 60 Millionen bei Facebook – oder für ein nationales Netzwerk mit einem Bruchteil davon?

Daraus kann man lesen:

  1. Große Social Networks (wie Facebook und MySpace) sind ein Teil der virtuellen, vernetzten Zukunft.
    Das glaube ich auch. Aber ich sehe nicht den Tod des TV, sondern eher ein Verschmelzen der Systeme TV, PC, Spielekonsole, Handy. Apple leitet diesen Prozess ja bereits ein.
  2. StudiVZ hat allein eigentlich keine Chance in der Zukunft. Also: Facebook wird StudiVZ kaufen. (Oder MySpace schlägt zu.)
  3. Facebook setzt bei der Entwicklung von Applikationen für die eigene Plattform auf Crowdsourcing! Und schafft somit einen enormen Mehrwert für die Community.

Erfreulich, auch von Alexander Samwer zu lesen, das Crowdsourcing-Mechanismen Sinn machen und Projekte, Marken, Unternehmen bereichern.


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Über den Autor

Matias Roskos
2461 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

Eine Reaktion

  1. [...] Und das man immer stärker auf Crowdsourcing-Elemente (ich denke da an die externe Entwicklung der Facebook-Applikationen) setzt, ist an sich absolut innovativ. Und da die Entwickler und vor allem die mit den Apps gefeatureten Webprojekte ganz direkt was davon haben, ist das aus meiner Sicht ein absolut fairer Deal. [...]

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