Ich habe gestern die Web 2.0 Expo geschwänzt (so spannend war sie leider nicht) und bin lieber zum World Usability Day 2007 hier in Berlin gegangen. Und ich habe es nicht bereut!
Ludwig Gatzke hatte auf dem Barcamp/Podcamp am vergangenen Wochenende die Werbetrommel für Usability und diese Veranstaltung gerührt. Und er hat tatsächlich nicht zu viel versprochen. Der Veranstaltungsort im Heinrich-Hertz-Institut am Einsteinufer in Berlin-Tiergarten war perfekt. Das Thema ist aus meiner Sicht super spannend, super interessant und vor allem auch extrem wichtig! Was nutzt uns gutes Interface-Design, wenn die Leute es nicht richtig nutzen können?
Eines der Highlights war ganz sicher der Vortrag “Warum man aus einem Handy kein iPhone machen kann (auch nicht mit Usability)” von Peter Sikking. Nicht nur weil das Thema iPhone in aller Munde ist, sondern weil es Peter Sikking auch gelang zehn spannende Punkte aufzuzählen, warum das iPhone kein Handy, sondern etwas ganz Neues ist. Und das aus der Sicht eines Usability-Fachmannes und nicht eines Marketingmenschen.
Aber auch Themen wie “Benutzung von Webseiten durch Japaner und Deutsche im Vergleich: Multikulturelles Usability Testing mit Eye Tracking” (zum Teil echt witzig die Unterschiede, hat zum Grübeln eingeladen), “20 Methoden in 20 Minuten” (anfangs dachte ich ‘Was will die Frau von uns?’ Am Ende wars klar: geht nicht. Es gibt so viele gute und sinnvolle Methoden. Um sie richtig einzusetzen aber benötigt es Usability-Experten.) oder “Usability für alle: Brauchen wir 7 Milliarden verschiedene Interfaces?” regten zum Nachdenken über das Thema Usability, Nutzungsmöglichkeiten durch die Menschen da draußen, Vereinfachung und ähnliches an.
Alle Programmpunkte mit weiteführenden Informationen findet man direkt auf der Webseite zu diesem Usability Tag in Berlin.
Es hat Spaß gemacht und war ein guter Tag. Aus Informationssicht garantiert sinnvoller als nochmal zur Web 2.0 Expo zu fahren. Danke an die vielen Organisatoren des World Usability Tages 2007 hier in Berlin.






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