Ich war heute beim Deutschlandfunk für ein Radio-Interview für die Sendung “Breitband” eingeladen. Erst einmal vielen Dank an den Redakteur Kolja Mensing und den Moderator Thomas Jaedicke für die Möglichkeit über Crowd- bzw. Communitysourcing zu reden. Es ist erfreulich, das es eine Radiosendung gibt, die sich so intensiv mit diesem noch im Anfang befindlichen Gebiet beschäftigt. Durchaus kritisch, was ich jedoch als sehr positiv empfunden habe. Denn wenn Alexander Linden von “Tagelöhnern” spricht, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Communitysourcing-Aktionen beruhen auf Freiwilligkeit. Und wir versuchen absolut fair gegenüber den Teilnehmern zu sein. Was den Umgang miteinander anbelangt und auch was die mögliche Entlohnung anbelangt.
Ihr findet mein Interview etwa ab Minute 7. Es gibt vieles, was ich nicht gesagt habe, wie mir beim Hören auffällt. Zum Beispiel das bei der Aktion “Dein Design für DeinDesign” die drei Gewinner in der Zukunft am Umsatz ihrer Designs beteiligt sind! Das ist schade, aber so ist das Medium Radio nunmal. Aus und vorbei. :)
Für mich eine absolut neue und ungewohnte Erfahrung. Schon witzig, wenn man mit 37 Jahren sich vorkommt wie an seinem ersten Schultag und nichts falsch machen will. Im Nachhinein hätte ich sicherlich einiges anders gesagt, bestimmte Stellen besser betont, anderes weggelassen. Egal. Ich denke, es kommt ganz gut raus, was uns wichtig ist. Eine Win-Win-Situation für Kunden und die Kreativen! Dazu Mundpropaganda und coole, spannende, interessante, kreative Ergebnisse.
Hörts euch an, wenn ihr euch für Crowdsourcing interessiert. Ein spannendes Feld, auf dem VOdA agiert und auf dem wir ein wichtiger Teil der virtuellen Zukunft hierzulande sein wollen.
Das Interview hat Spaß gemacht und zeigt hoffentlich die Risiken, aber auch die Vorteile von Crowdsourcin auf.






3 Reaktionen
27. Oktober 2007, 17:52 Uhr
[...] Deutschlandradio Kultur hat in der Sendung Breitband die Auswirkungen von Crowdsourcing auf die Arbeitswelt diskutiert. Neben ein paar Statements von mir hat Dirk Asendorpf insbesondere das Beispiel der deutschen Crowdsourcing-Plattform HumanGrid vorgestellt. Es wird der Frage nachgegangen, ob hier die “neue Freiheit” in der Arbeitsgestaltung entsteht oder es sich nicht vielmehr um eine Form der “Ausbeutung” handelt. Anschließend kommt Matias von Virtual Orgasm im Studiointerview zum Wort und stellt das Konzept seiner Community-Sourcing Agentur VOdA vor. [...]
13. November 2007, 10:41 Uhr
[...] Wie nicht anders zu erwarten stehen die Journalisten dem ganzen Themenkomplex sehr kritisch gegenüber. Und das ist auch gut so. Viel zu viele Unternehmer und Webhasardeute wittern hier den schnellen Dollar. Wir versuchen, wie schon etliche Male (so auch neulich in einem Radiointerview) erläutert einen anderen Ansatz. Für uns ist es überlebenswichtig, das die Kreativen in jedem Fall fair behandelt werden. VOdA als Agentur kann nur überleben, funktionieren und wachsen, wenn wir unseren wichtigsten Partner, die Kreativcommunity von VisualOrgasm, fair und offen behandeln. Die Leute werden VisualOrgasm nur immer wieder besuchen und uns die Treue halten, wenn sie spüren, das sie wichtig sind, uns am Herzen liegen und sie einen echten Mehrwert aus VisualOrgasm ziehen. Das ist unser Weg. [...]
13. November 2007, 12:36 Uhr
[...] Ja – wir sehen uns als Partner und nicht als Konkurrenz. Preisdumping ist nicht unser Ziel. Fairness – gegenüber den Kunden wie auch gegenüber den Kreativen – spielt für uns eine ganz entscheidende Rolle. Wir lieben unseren Job. Wir betreiben ihn mit Herzblut und Engagement. Wir wollen und werden mit dem Internet, den neuen Herausforderungen und mit unserer Community weiter wachsen. Und freuen uns auf die Zukunft. Das hatte Matias Roskos neulich auch schon in einem Radio-Interview für den Deutschlandfunk Kultur erläutert. Der Beitrag wurde unter Crowdsourcing abgelegt. Kommentar schreiben. Trackback [...]