Interessantes Interview mit Oliver Samwer bei Turi

Matias Roskos
15. September 2007, 13:46 Uhr, 1 Reaktion
Kategorie: Allgemein

Ja, auch ich habe meine Vorbehalte gegen die Samwer-Brüder. Speziell Jamba lässt mir, wie bei vielen anderen auch, einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. Viele Jugendliche haben dort ihr ganzes Taschengeld (und oft noch einiges mehr) lassen müssen.

Aber auf der anderen Seite sind die Samwers überaus erfolgreich. Was sie anpacken, wird zu Gold. Das muss man ihnen lassen. Und in einem Land, wo Neid anscheinend schon mit der Muttermilch aufgesogen wird und elementarer Bestandteil des Denkens wird, möchte ich sagen: Glückwunsch. Sie sind super erfolgreich. Immer wieder. Das sage ich ohne Neid und durchaus anerkennend.

Bei Peter Turi gibt es jetzt ein Interview mit Oliver Samwer, das gut, sympathisch und interessant ist. Vor allem für alle, die vorhaben zu gründen und selbst mit einem Startup am Start sind. Auf die Frage welchen Tipp er Menschen geben würde, die vorhaben mit einem eigenen Unternehmen zu starten, sagt Oliver Samwer:

Zuerst mal: Starten Sie nur dann als Unternehmer oder Gründer, wenn die Entscheidung wirklich aus dem Herzen kommt. Und dann: Nichts überstürzen, aber auch nicht zu lange warten: Mit 26 oder 31 kann man mehr wagen als mit 45, wenn eine Familie zu ernähren ist. Es reicht nicht, als erster eine Idee zu haben, Sie müssen als Unternehmer den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn in die Sache Zug kommt. Und noch etwas: Seien Sie mutig, wissbegierig – und bescheiden. Gier nach Geld ist keine gute Grundlage für eine Unternehmer-Karriere.

Wie ich finde, eine gute Antwort. Steckt da eine gehörige Portion PR in eigener Sache mit drin? Oder ist die Antwort ganz ehrlich? Egal. Mir zumindest. Denn sie stimmt. Unternehmer sollten mit dem Herzen bei der Sache sein. Aber man braucht auch ein bisschen Glück bzw. Fingerspitzengefühl, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Und auch Bescheidenheit ist ein guter, wichtiger Aspekt.

Auch in anderen Punkten – zum Beispiel Social Commerce: “Ich glaube, Social Commerce oder Shopping 2.0 bietet noch keinen wirklichen Kundennutzen. Unternehmen wie Ciao oder Shoppero werden als noch eine ganze Weile auf den Durchbruch warten.” – kann ich seinen Ausführungen voll zustimmen.

Hmm. Macht mir fast Angst das Interview. ;) Sind die Jungs doch nicht so “böse” wie ihr Ruf? Man mag es kaum glauben. Auf jeden Fall: lesenswertes Interview!


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Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

Eine Reaktion

  1. Kommentar von Blotto
    15. September 2007, 14:06 Uhr

    jamba ist mir zutiefst umsympatisch.
    hatte mit deren ilove.de seite einige probleme.
    http://www.datingjungle.de/ilove_kommentare.htm
    jamba? nein danke!

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