Gestern noch hatte ich über StudiVZ seine Fettnäpfchen-Politik geschrieben. Heute nun das:
Um das nochmal in aller Deutlichkeit zu erklären: während das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und die ZEIT immer noch für ihren innovativen Werbewettbewerb trommeln, bei dem es tolle Preise gibt, haben die teilnehmenden Studenten das Heft in die Hand genommen und so heftig protestiert (nicht zuletzt wegen unsäglichen Teilnahmebedingungen und Rechteverwertung), dass die Wettbewerbsgruppe “Werbevisionen” in der das Ganze ablaufen sollte, geschlossen wurde. Doch damit nicht genug. StudiVZ versuchte natürlich umgehend die Spuren zu beseitigen. Keine große Promo mehr beim Einloggen, weg mit der Gruppe. Aber um den Protest schön nachklingen zu lassen, bedienten sich einige verärgerte Studenten einfach der StudiVZ Gruppenfunktion und bildeten eben diese Protestgruppe.
ist bei Patrick Breitenbach zu lesen. Dort gibt es auch den entsprechenden Screenshot von der StudiVZ-Gruppen-Seite. Auch Martin Oetting hat sich bei StudiVZ eingeloggt und gleiches entdeckt. Bzw. nicht entdeckt.
Ich kann nur den Kopf schütteln. Was tut StudiVZ da? Aus meiner Sicht bräuchten sie DRINGEND gute Beratung. Wenn die gewünscht wird, einfach anrufen! Wir kennen uns da ein bisschen aus in Sachen Crowdsourcing. Meine Nummer habt ihr ja. Mister Wong hat uns ja auch gefragt.






4 Reaktionen
16. August 2007, 16:08 Uhr
Wieviele Peinlichkeiten müssen denn bei StudiVZ noch passieren?
Ich kenne mehrere Studenten die dem StudiVZ den Rücken gekehrt haben und zu Facebook gewechselt sind. Ich bin dort zwar immernoch vertreten, vor allem weil ich dort auf dem neusten Stand bleiben möchte – es ist halt immernoch eines der erfolgreichsten deutschen Web 2.0 Projekte.
btw, ein konkretes Angebot an StudiVZ macht wohl mehr Sinn als es hier im Blog zu schreiben. Wir treuen Leser wissen ja sowieso was ihr drauf habt…
17. August 2007, 12:46 Uhr
Mal ehrlich ist es nicht besser irgenwann mal mit den Diskussionen über StudiVZ aufzuhören. Letztlich müsste doch nun auch dem letzten bekannt sein, dass dieses Projekt höchst fragwürdig ist. Ich kenne genug “Registrierte” denen zwar durchaus bewußt ist was die Leute hinter StudiVZ für Schindluder treiben, sich davon aber überhaupt nicht irritieren lassen und hübsch weiter “gruscheln”. Die ganzen Diskussionen sind nichts weiter als hervorragende Werbung. Kostenlose Publicity für kostenlosen Müll.
17. August 2007, 13:17 Uhr
@Oli
Nein – sehe ich komplett anders. Wenn man auf SOLCHEN Mist nicht hinweist, glauben die Leute dort sie können tun und lassen was sie wollen.
Es wurde zum Beispiel erreicht, dass die Ekelvideos nun wohl nicht zur Verbreitung gelangen! Ist doch ein echter Erfolg, wie ich finde.
Und auch bei dieser extrem schlecht gemachten Crowdsourcing-Aktion ist es wichtig, das wir Stellung beziehen! Denn schließlich bieten wir ja auch Crowdsourcing als Dienstleistung an. Und wir kämpfen immer wieder dafür, dass Crowdsourcing NICHT als AAL wahrgenommen wird, sondern man das auch so organisieren kann, das eine Wín-Win-Situation entsteht. Das ist mir persönlich auch sehr wichtig, Oli.
In diesem Fall ist es eher Zufall, das StudiVZ solch eine miserable Kampagne gestartet hat und nun versucht sie unter den Tisch zu kehren. Das hätte auch Firma XYZ sein können und ich hätte mich darüber genauso aufgeregt!
17. August 2007, 19:13 Uhr
Oh oh… bei Mister Wong scheint auch Handlungsbedarf zu bestehen.