Mister Wong muss sich von “Mister Wong” trennen

Matias Roskos
30. Juli 2007, 12:00 Uhr, 3 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Ui. Was muss ich da am Montag-Morgen nach einem netzfreien Wochenende entsetzt bei Mister Wong lesen:

“As CEO and founder of Mister Wong, I feel it is my obligation to make a personal statement regarding certain allegations made about Mister Wong relaying a poor image of Asians in general.

It was never my intention, nor that of my company, to hurt anyone with the use of the illustration. We are extremely sensitive to this issue and the feelings of others. We removed the original illustration off the top of the page some time ago, when the issue first arose, in hopes that no one would be offended by it any longer. Though this was met with great disappointment from many of our users, we felt it was the right thing to do.

We consider each individual comment and suggestion made to us with all sincerity. We would like our users to feel as though they are part of our team by knowing that their opinions count. We’re a social bookmarking site that welcomes 2.5 million international visitors each month, which makes the social part very important to us.

However, certain comments have been made that I feel were below the belt, unfounded, and inappropriate. Even these we take into account, because what is first and foremost important to us, is the satisfaction of our users and that no one feel wrongfully harmed,
especially in such a manner.”

Da hat wohl ein direkter Konkurrent des deutschen Social Bookmarking Dienstes – Yahoo mit ihrem eingekauften del.icio.us? – endlich das berühmte Haar in der Suppe gefunden, um den immer stärker werdenden potentiellen Mitkonkurrenten etwas vor den Bug zu geben. Und man hat ganz offensichtlich eine empfindliche Stelle getroffen. Denn wer wie Mister Wong nach China und sicherlich auch in die USA expandieren möchte, darf auf keinen Fall mit Rassismus in Zusammenhang gebracht werden.

Da ich die Macher hinter Mister Wong recht gut kenne, kann ich nur sagen: Nichts liegt Mister Wong ferner als mit Rassismus zu spielen! Mister Wong war witzig gemeint und hat ja auch hier in Deutschland als Marke und Begriff großartig gegriffen. Aber andere Länder, andere Befindlichkeiten. Darauf musste man nun reagieren und hat die Grafik ersteinmal entfernt. Ich bin auf die weiteren Schritte gespannt.

Kai, Christian – unsere Unterstützung habt ihr!!! Moralisch. Und wenn gewünscht auch gern in Form von VOdA-Crowdsourcing für einen neuen Namen oder eine neue Grafikfamilie. Sagt einfach Bescheid und wir kommen in Bremen vorbei. Auf jeden Fall: Lasst euch nicht unterkriegen!!!

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Über den Autor

Matias Roskos
2198 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

3 Reaktionen

  1. [...] YouTube Contact the Webmaster Link to Article yahoo Mister Wong muss sich von “Mister Wong” trennen » Posted at VisualBlog – das VisualOrgasm-Weblog on Monday, July 30, 2007 Mister Wong muss sich von “Mister Wong” trennen Abgelegt unter: Web 2.0 — Matias @ 12:00 Ui … deutschen Social Bookmarking Dienstes – Yahoo mit ihrem eingekauften del.icio.us? – endlich das View Original Article » [...]

  2. Kommentar von Frithjof
    30. Juli 2007, 21:52 Uhr

    Nana, ich weiß nicht. Da wäre Jerrry Yang (!) ja bescheuert, wenn er so reagieren ließe: Mister Wong ist doch der schlaue Chinese, der immer weiß, wo es weitergeht und man die richtigen Leute findet. Da läge für einen echten chinesischen Amerikaner doch nichts näher als aufzutrumpfen: Die falschen deutschen Chinesen sind nur Plagiatoren und geben das (durch ihr Markenzeichen) auch noch selbst zu. mal.icio.us könnte sich als Vorbild stilisieren und gut is.


  3. [...] Ich finde es gut, dass sie diesen Weg gehen und die eigenen User mit einbeziehen. Crowdsourcing rocks! Noch stehen nicht alle Details fest. Aber ich hoffe, sie tun das mit aller Konsequenz! Dazu jedenfalls habe ich geraten. Trotz der Negativerfahrungen der letzten Wochen: seid mutig und offensiv! Nutzt die Chancen und das Können der Weisheit der Vielen. [...]

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