10 Webtrends in der “W&V”

Matias Roskos
14. Juli 2007, 15:43 Uhr, 3 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Auf “Werben & Verkaufen” findet sich ein nicht uninteressanter Artikel zum Thema “Web-Trends”. Wobei diese Bezeichnung nicht ganz korrekt ist. Denn es geht dabei zumeist weniger ums Internet, sondern mehr um mobile Inhalte. Aber – okay. Das Netz wird mehr und mehr auf portablen Endgeräten (iPhone, Handys, Palm usw.) stattfinden.

Hier mal die zehn beschriebenen Trends und meine ganz persönliche Meinung dazu.

  1. Werbevideos fürs Handy – meine Meinung: keine Frage. DAS kommt und etliche Firmen werden damit richtig gutes Geld verdienen. Eine DER Geldquellen für die Zukunft.
  2. Video-Shopping – meine Meinung: Yepp. Kommt. Interaktives Einkaufen kombiniert mit Social Shopping Elementen. Dawanda und Co. werden dann hoffentlich mit dabei sein.
  3. Sogenanntes Engagement Marketing – meine Meinung: neuen Formen des Marketings sind gerade am Entstehen. Auch wir sind mit VOdA ja nicht unbeteiligt daran. JA – es wird viel Marketing-Maßnahmen geben, bei denen die User mitmachen, bei denen sie ganz direkt beteiligt sind. Crowdsourcing in den verschiedensten Formen. Hoffentlich ohne AAL (andere arbeiten lassen) und qualitativ gut organisiert und betreut. Dann ist das eine erstklassige Sache. Viele Marketing- und Media-Agenturen werden sich darauf einstellen müssen, ob sie wollen oder nicht.
  4. Quick Response Codes sind die briefmarkengroßen Punktraster auf Anzeigen und Plakaten, mit deren Hilfe Informationen decodiert und aufs Handy geschickt werden. Meiner Meinung nach eine DER Entwicklungen die in den kommenden Jahren für Wirbel sorgen werden. Ich geh an einem Geschäft vorbei – sehe ein Werbeplakat für ein Produkt oder ein Produkt im Schaufenster mit einem Code dran – ich checke ob ich es im Netz deutlich günstiger bekomme – rechne die Versandkosten dazu und überlege mir, das ich es vorher gern anfassen würde – im Laden ists im Endeffekt 8% teurer – egal. Dafür stimmt der Service. Die Bedienung war freundlich (und attraktiv?), der Kaffee war lecker – ich kaufe im Laden.
    Trotzdem – der Service wird für die Kunden so noch besser! Auf allen Ebenen.
    Mein Handy kann mich ja auch zu einem Laden in der Nähe führen, der die Schuhe hat, die ich gerade in der Zeitschrift gesehen habe. Der Code macht es mir möglich zu suchen, wer sie im Sortiment hat.
  5. Scan & Buy – meine Meinung: Find ich doof. Ist ne persönliche Kiste. Andere werden es lieben. Ja – hat Perspektive. Ist aber nicht wirklich ein “Web-Trend”. Egal.
  6. Micro-Blogging ala Twitter – Ich mags nicht. Ist mir too short. Aber Twitter hat ja wohl bewiesen, dass es einer DER Trends 2007 ist.
  7. Customized News – Wie? Das soll ein Zukunftstrend sein? Neu ist die Idee nun wahrlich nicht. Und: klar wird das funktionieren.
    Aber stimmt schon – die Technik ist bei weitem noch nicht ausgereift. Also all ihr Entwickler dort draußen. HIER warten noch echte Aufgaben auf euch. Aber nicht nehme mal an, dass Google da schon verdammt weit ist.
  8. Web-Couponing – Nicht uninteressant. Mal lesen bei W&V. Der Ecommerce wirds lieben. Und die Kunden vermutlich auch. Rabatt via Online-Banner. Why not? Gute Sache.
  9. Personal Sponsoring – Witzig. Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass das funktioniert.
  10. Und zuletzt ein ganz heißes Eisen: Reputation Guard. Oje oje oje. JA – DAS wird funktionieren. Und ich bekomme Bau- und Kopfschmerzen zugleich, wenn ich daran denke, was die Leute so alles von sich ins Netz stellen (Fotos, Vorlieben, Locations) – künftige Arbeitgeber werden alles über euch wissen… Man sollte drüber nachdenken, was man in Profilen von sich zum Besten gibt. Aber dafür können die Social Networks nicht. Die User müssen selbst wissen, was sie von sich Preis geben.

Was aus meiner Sicht fehlt, was aber vielleicht auch nicht unbedingt ein Webtrend ist:

  • Reine Bio-Klamotten (Biobaumwolle u.ä. ohne jede chemische Beeinflussung, wie zum Beispiel von Slowmo)
  • Net-TV – die unvermeidliche Verschmelzung von Internet und Fernsehen. Ich werde mir in der Zukunft mein individuelles Fernsehprogramm online selbst zusammenstellen und kann es dann auf meinem Plasma-TV abrufen

Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

3 Reaktionen

  1. Pingback von University Update - Google - 10 Webtrends in der “W&V”
    14. Juli 2007, 16:59 Uhr

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  2. Kommentar von Pierro
    14. Juli 2007, 17:32 Uhr

    ueber Geschmack laesst es sich ja nicht streiten; sagt man
    ABER: Punkt 10 offenbart auch bei mir manchtags Unannehmlichkeiten ..

    *schoener Artikel !

  3. Kommentar von nils
    15. Juli 2007, 09:01 Uhr

    gerade zu dem punkt “net-tv” in verbindung zu “user generated content” scheinen sich doch viele möglichkeiten in nächster zeit zu entwickeln, nicht nur jools.
    insbesondere in der kombination dvbt + webanbindung.

    social networking + mobile in dland-> aka-aki.com, warten wir ab wie die jungs und mädels sich entwickeln :)
    vor allem in hinblick auf punkt 4 und die persönliche empfehlungskompetenz jedes einzelnen, ohne die blogs auch kaum den stellenwert einnehmen würden den sie mittlerweile inne haben.

    bei punkt 10 dreht sich mir der magen um.

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