Wichtiges Thema, interessantes Preisgeld: Vereinbarkeitswettbewerb

Matias Roskos
09. Mai 2007, 10:45 Uhr, 0 Reaktionen
Kategorie: Open Innovation

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch für mich eine sehr wichtige Angelegenheit, die in dieser Republik in den vergangenen Jahrzehnten absolut zu kurz kam. In Skandinavien oder auch Frankreich ist man da viel weiter. Und die positiven Erfahrungen, die man in der DDR gesammelt hatte, waren nach der Wende keinen Pfifferling wert.

Nun merkt man, dass man etwas tun muss hierzulande. Endlich. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ruft Kunstschaffende und Filmemacher zu einem Plakat- und Filmwettbewerb “Vereinbarkeit von Beruf und Familie” auf, bei dem es insgesamt die stolze Summe von 18.000 Euro zu gewinnen gibt. Die Registrierungsphase endet bereits am 30. Mai 2007. Wer also dabei sein will: schnell anmelden. Der Einsendeschluss ist dann allerdings erst der 20. Juni 2007.

Auf der Seite heißt es unter anderem vollkommen richtig: “Wir alle haben Familie. Wir alle müssen arbeiten. – Was so banal klingt, ist in der Realität oft nicht leicht zu vereinbaren. Die Mutter, die wegen einer kurzfristigen Teambesprechung ihren Tag umorganisieren muss, damit die Kinder nicht vor verschlossener Tür stehen. Der Firmenchef, der nach einem 12-Stundentag völlig erledigt nach Hause kommt und den schlafenden Kindern nur einen Gutenachtkuss auf die Stirn drücken kann. Die Projektleiterin, die eine 7-Tage-Woche hat, weil Projektfristen drängen. Für die Betreuung des pflegebedürftigen Vaters bleibt da kaum Zeit. Der Koch, der zum letzten Mal vor einem halben Jahr mit seiner Frau im Kino war – weil er nie vor 23:00 Uhr zu Hause ist. So ein Job fordert.

Auf der anderen Seite: Lohnkosten sind hoch in Deutschland. Jedes Unternehmen muss knallhart kalkulieren, auch was die Personalausstattung angeht. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) brauchen flexible Lösungen. Wenn es gilt, einen Kundenwunsch zu erfüllen oder ein Problem zu lösen, müssen die Angestellten auch kurzfristig Überstunden machen können. Volle Leistung ist gefragt – ob mit oder ohne Kind.

Familienfreundlichkeit ist mehr als ein Frauenthema. Jeder hat Familie und Freunde, und jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen von einem erfüllten Leben. Für die meisten Menschen ist die Familie das Wichtigste im Leben.

Solche Ideenwettbewerbe kann es aus meiner Sicht nicht genug geben. Schön würde ich es allerdings finden, wenn nicht allein eine Jury über die Sieger befindet, sondern wenn hier auch auf Mechanismen des Web 2.0 gesetzt wird. Ich denke da an die Möglichkeit Beiträge zu kommentieren, zu bewerten und auch weiter zu verlinken, in dem ich sie auf Videoportalen wie Sevenload oder Youtube poste und somit auch in mein privates Blog einbinden könnte. Das würde helfen die wichtige und gute Message noch viel weiter zu transportieren!!! Und das macht bereits in der Ideenfindungsphase Sinn. Nicht erst, wenn der Sieger feststeht.

Oft trauen sich aber solche Veranstalter da nicht heran. In solchen Fällen könnten WIR sicherlich perfekt als beratende und betreuende Agentur zur Seite stehen und dafür sorgen, dass alles in einem professionellen Rahmen bleibt und kein Schindluder mit dem Thema getrieben wird. Genau so etwas wird in der Zukunft ein Hauptschwerpunkt unserer Arbeit im Netz sein.


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Über den Autor

Matias Roskos
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Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

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