User können beängstigend sein – Digg hat ein Problem

Matias Roskos
02. Mai 2007, 15:19 Uhr, 3 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Ja – eine Community kann durchaus auch anstrengend sein. Und in Zeiten von User generated content bewegt man sich mit einem Web 2.0 Projekt oft am Rande der Legalität. Ich sag nur: Rechte (an Musikstücken, Videos, Grafiken usw.)

Das bekommt gerade Digg.com ganz massiv zu spüren. Es geht um folgendes: Ein Moderator der Social-News-Seite hatte Beiträge, die den so genannten Processing Key von HD-DVDs im Klartext enthielten, gelöscht. Nun wird der Dienst seit dem 1. Mai mit “Diggs” zu diesem Thema überhäuft. Die User posten die Keys immer und immer wieder… Was tun?

Aus meiner Sicht verhält sich Digg.com absolut korrekt, wenn es die Beiträge löscht (und löscht und löscht…). Was sonst noch tun? Ganz klar: kommunizieren! Reden! Mit den eigenen Usern. Anders gehts nicht. Jedes Webunternehmen hat sich an geltendes Recht zu halten. Und insofern ist das Verhalten von Digg total korrekt.

Manchmal muss man da durch und konsequent bleiben. Aus meiner Erfahrung verliert man dabei eigentlich kaum User. Man gewinnt vielmehr einige dazu. Vor allem, wenn die Leute merken, dass man sich fair verhält und durchaus gewillt ist sich an geltendes Recht zu halten. Man zeigt, das man sein Business seriös betreiben möchte. Und wenn man dann es schafft auf einem vernünftigen Level mit seinen Membern zu kommunizieren, macht man eigentlich alles richtig. Also: Kopf nicht hängen lassen und ranklotzen, Digg.com.

Siehe hierzu auch die Diskussionen bei Robert Basic, Mashable, Spreeblick oder auch TechCrunch.


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Über den Autor

Matias Roskos
2437 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

3 Reaktionen

  1. Kommentar von Andre Grünhoff
    02. Mai 2007, 15:28 Uhr

    Wobei sich Digg mittlerweile gegen das Recht und “für die User” entschieden hat und die Beitrage drin lässt.

  2. Trackback von off the record
    02. Mai 2007, 17:01 Uhr

    Digg: Die Revolution frisst ihre Kinder…

    Im Grunde ist Digg nichts weiter als ein harmloses Webangebot: Eine Nachrichten-Linksammlung, die von Usern mit News-Links gefüllt wird, diese bewertet und kommentiert. Top-bewertete Links stehen ganz oben auf der Liste. Doch nun tobt dort der A…

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