Ich würd mal sagen: genauso haben sich das die Jungs von StudiVZ/SchuelerVZ vorgestellt. Die herkömmlichen Medien berichten über ihre nervige Guerilla-Aktion:
Was bleibt zu sagen? Das meiste habe ich gestern schon geschrieben. Die Aktion nervt. Und sie passt einfach zu dem bisherigen Vorgehen und Auftreten der Macher. Aber man muss sie na nicht sympathisch finden. Es ist eine kommerzielle Kiste (erzählt mir jetzt nichts von “den Interessen der Schüler” blablabla). Und da es eine kommerzielle Kiste ist, gehts einzig und allein darum tolle Zahlen zu produzieren. Das schafft man gut mit Medienaufmerksamkeit.
Ziel (vorerst) also erreicht. Aber was Robert Basic sagt, ist genau die Sprache, die mir gefällt: “Als Vater muss ich zwar sagen, dass ich Werbung an Schulen zum Kotzen finde (ganz knapp über der untersten Stufe der Drogendealer), doch rein werbetechnisch gesehen, haben die Jungs aus dem StudiVZ/Samwer-Stall einen klasse Coup gelandet, indem sie selbst RTL zum nützlichen Idioten degradieren. Was den Gülle-Geruch auch nicht erträglicher macht. … Ich mag Bullenscheiße nicht, wenn ich sie höre. Michael, es ist peinlich, dass Du Dich als junger Mensch so verbiegen musst, um die Interessen Deines Unternehmens dermaßen zu verschwurbeln. Ich hab Dich als ruhigen und bedachten Jungmann kennengelernt. Warum ziehst Du so eine Show ab? Usermarketing geht auch ohne Bullshit.
Das Zweite: ich vertraue keinem Startup, das bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, wie wichtig ihm seine User sind. Wenn ich daran denke, dass die sich nun an junge Schüler heranmachen, fühle ich mich nicht gerade wohler, im Gegenteil. Sollte ich sehen, dass ihr die Daten von Kindern aufgrund von Sicherheitslücken nach außen gebt oder aber sich Pädophile einen an den Bildern von Kindern abrubbeln, werde ich Euch zusammen mit anderen Eltern die Hölle so heiß machen, dass Ihr Don Alphonsos bluttriefende Peitschen freiwillig küssen wollt. Ich vertraue Euch nicht, wenn ich sehe, was Ihr für einen Schrott jetzt schon abzieht.” Gut, das mein Sohn noch nicht zur Schule geht. Robert sagt klar und deutlich, was wohl viele Eltern denken, wenn sie überhaupt von SchuelerVZ wüssten. Auf jeden Fall bekommt es das StudiVZ-Baby hier noch mit einer ganz anderen Klientel zu tun, wie sie sich das vielleicht gedacht haben. Die ELTERN spielen da eine ganz wichtige Rolle.
Ach ja, zum Thema Zahlen: bei Andreas Dittes gibt es StudiVZ-Basisdaten inklusive der Werbepreise. Interessant das dort downloadbare PDF.















3 Reaktionen
25. April 2007, 09:27 Uhr
[...] Ich kann mich den zahlreichen Kritikern also nur anschließen. Zwar hat man es mit der Aktion wieder mal geschafft für Diskussionen zu sorgen, aber am Ende könnte das auch mal nach hinten losgehen. Zumal das angebliche Interesse an den Nöten der Schüler sehr unglaubwürdig wirkt. Dazu trägt auch die “filmreife Inszenierung” für das Privatfernsehen bei. [...]
06. November 2008, 22:05 Uhr
ich glaube studivz sind bald wegen was ganz anderem im tv – als größter schwachsinnskauf der geschichte des web 2.0…
10. November 2008, 11:21 Uhr
Das denke ich auch, dass es einer der größten Schwachsinnskäufe überhaupt war. Aber ich bin mal gespannt, wo die ganze Studivz Sache enden wird!