re:publica – mein Fazit nach dem dritten Tag

Matias Roskos
14. April 2007, 08:33 Uhr, 1 Reaktion
Kategorie: Web 2.0

Okay. Die re:publica liegt nun hinter der deutschen Blogoshäre. Was gibts zu sagen. Viel. Sehr viel. Zu viel.

Es war auf jeden Fall eine gute Veranstaltung. Und wie immer nach einem ersten Mal bleibt zu sagen: vieles kann und sollte man beim nächsten Mal besser machen. (Zum Beispiel Sponsoren-Werbe-Workshops auch so kennzeichnen, das man erkennen kann, das Xing oder Google die Veranstaltung machen und man nicht erwartet dort unabhängige Experten vorzufinden!!!)

Man sollte vielleicht auch ganz bewusst und gezielt etwas mehr Kontroversen produzieren. Es war auf dem Podium und leider leider auch im Auditorium alles so erschreckend lieb und brav. Lags am sonnigen Wetter in Berlin? Kaum jemand traute sich mal wirklich zu wiedersprechen oder an irgendeiner Stelle gegen zu halten. Schade schade. Doch erst in einer Diskussion mit Pro und Contra (es geht ja nicht um kleinliches Meckern oder gar Dissen) entstehen neue Ideen und Wege.

Bei vielen Vorträgen bestand auch akute Einschlafgefahr. Sorry. War leider so. Man merkte, das viele hier zum ersten Mal auf einer solchen Bühne standen. Ist ja eigentlich nichts Verwerfliches. Aber ein besserer Mix hätte es vielleicht gemacht.

Ich selbst war erst im Workshop zu Social Networks, der zu meiner Überraschung (muss man denn vorher immer bis ins Detail auf der Webseite nachschauen wer den macht? auf dem Paper stand jedenfalls nichts von Xing!) von einem Xing-Techniker geleitet wurde. Es war zum Glück keine reine Xing-Werbeveranstaltung. Aber trotzdem hatte ich was komplett anderes erwartet. Ich hatte auf offene Social Network Software und APIs dafür gehofft. Stattdessen wollte der Xing-Mann von uns wissen, ob sie ne API nun freigeben sollen oder nicht… Man man man. Logisch freigeben. Wenn es sie denn schon gibt? Auch wenn der Effekt aufgrund von Datenschutzregularien zu Anfang vielleicht nicht so groß ist. Wenn man es nicht ausprobiert, wird man auch nie erfahren was hätte werden können…

Dann wollte ich in den Workshop zu Spielekonsolen. Aber der vorherige Kurs überzog derartig, dass ich diesen Workshop verpasste… (ohne Worte. Schlecht organisiert!)

Also hörte ich mir ein wenig “Publizieren in Entenhausen” an. Shit, war das langweilig (ups. Entschuldigung.) Danach dann “Bewegte Bilder im Netz”. Okay. Auch wenn hier phasenweise recht langatmig insgesamt doch eine gute Kiste! Mario Sixtus hat wirklich was zu sagen und bei mir drei Milliarden Zusatzpoints gewonnen. Es gab nicht wirklich neue Erkenntnisse, aber doch interessante Gedanken und Hinweise. Für mich eine der besten Veranstaltungen, weil konstruktiv und ein paar Leute dort oben, die wirklich was zu sagen hatten.

Danach… reichte es mir dann. Und ich zog es mich endlich endlich auf die Suche nach Manuela Hoffmann (Pixelgraphix) zu machen. Endlich konnten wir uns mal persönlich kennenlernen. Hat mich riesig gefreut Manuela! Und ich hoffe, wir können in der Zukunft des öfteren zusammen arbeiten. Es wäre mir eine große Freude.

Was bleibt als Fazit zu sagen? Um interessante Leute zu treffen und mit ihnen angenehm zu plaudern sind Konferenzen wie die re:publica perfekt. Johnny Häusler, Sascha Lobo un das ganze Team waren extrem gute und sehr angenehme Gastgeber! Insgesamt war die Konferenz gut organisiert. Auch die Ticketpreise waren im Nachhinein betrachtet absolut okay. Man sollte sich vielleicht für ein nächstes Mal – und ich hoffe, es gibt ein nächstes Mal – überlegen, wie man ein paar Highlights setzt! In programmtechnischer Hinsicht, aber auch in personeller Hinsicht. Nicht so viel Kleinkram und Wischiwaschi, sondern ein paar wirkliche Magnete. Außerdem braucht es mehr Pausen! Zum talken.

Die Location war nahezu perfekt. Auch das Nutzen der Computer-Plätze habe ich als sehr angenehm empfunden. Die Namensschildchen haben ihren Sinn absolut erfüllt. Das Catering war viel zu früh wieder weg! Und ich finde, es hatte auch ruhig etwas mehr Kultur stattfinden können. Artworks, Videoinstallationen, Freestyle-Video-Presentation… Was weiß ich. Am besten mal mit den Jungs von Pictoplasma zusammenschließen, ob man da nicht was zusammen machen kann beim nächsten Mal. Einfach ein paar Sachen, die das Trockene auflockern und für noch mehr Spaß sorgen. Das würde helfen aus meiner Sicht. Und Party sollte jeden Abend sein! :)

Jungs, es hat Spaß gemacht. Danke dafür. Bitte ein nächstes Mal!


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Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

Eine Reaktion

  1. Kommentar von phlipster
    18. April 2007, 15:46 Uhr

    100% gleiche Wahrnehmung..wo war da bloss der Techstyle..gelohnt hat sich der erste Tag der re:publica, auf dem ich zugegen war, “nur” wegen der Menschen, aber das ist vllt ja auch ganz gut so ;-)

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