Hach, was war ich froh, als ich in meiner Sonntagszeitung, dem Tagesspiegel, mal ausnahmsweise keinen dämlichen Second-Life-Artikel mit vierspaltigem Bild (Wieviele habt ihr davon in den letzten drei Monaten gebracht? 25? Und wer bekommt das Honorar dafür? Derjenige, der die Screenshots gemacht hat?), sondern unter anderem einen super interessanten Artikel über den französischen Präsidentschaftswahlkampf und den Einfluss von Blogs und anderen Internetseiten. Merci dafür an den Autor!
“Das Internet spielte in diesem französischen Präsidentschaftswahlkampf eine wichtige Rolle. Einige Beobachter sprachen schon vom ersten echten „Internetwahlkampf“ Frankreichs. … Auf der Seite blogopole.fr ist das Ergebnis, wie viele Internetseiten sich mit dem jeweiligen Kandidaten beschäftigt haben, aufbereitet. Fouetillou hat dabei auch Interessantes herausgefunden. So ist die Zahl der Internetseiten, die sich mit Francois Bayrou beschäftigten, Ende 2006 stark angestiegen. Sein Wert lag auch deutlich über dem von Nicolas Sarkozy. Kurz danach schnellte er auch in den Umfragen nach oben und war häufiger Gegenstand der Medienberichterstattung. Machte also das Internet Bayrou bekannt? „Einen direkten Zusammenhang kann man nicht herstellen, aber interessant ist der Vergleich zwischen Präsenz im Netz und seinen Umfragewerten schon“, sagt Fouetillou.” heißt es in dem Artikel von Christian Tretbar unter anderem. Blogs und andere Internetseiten haben also möglicherweise (oder eher: sehr wahrscheinlich) den Kandidaten zu einem höheren Bekanntheitsgrad und vermutlich auch zu mehr Glaubwürdigkeit verholfen.
Das ist doch eine extrem interessante Vermutung, die ich für durchaus glaubhaft halte. Ist das nicht auch im Endeffekt Mundpropaganda? Die Damen und Herren Politiker lernen schnell.
Hier gehts zum Tagesspiegel-Artikel und hier zu Blogopole.






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